13. Dezember 2009, 18:58 Uhr

Von »Kling Glöckchen« bis Schuberts Deutscher Messe

Pohlheim (ang). Feierlich begann am Samstag in der Grüninger Kirche das Adventskonzert. Vierstimmig, aus vier Richtungen kommend, trugen die Akteure Kerzen in die noch dunkle Kirche. Die Hymne »Alta trinita« ließ adventliche Stimmung aufkommen.
13. Dezember 2009, 18:58 Uhr
Adventskonzert in Grüningen: der Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde (Foto: ang)

Pohlheim (ang). Feierlich begann am Samstag in der Grüninger Kirche das Adventskonzert. Vierstimmig, aus vier Richtungen kommend, trugen die Akteure Kerzen in die noch dunkle Kirche. Die Hymne »Alta trinita« ließ adventliche Stimmung aufkommen. Den Kindern überließ man gleich zu Konzertbeginn die Bühne. Spaß hatten Jung und Alt mit »Schneeflöckchen« und »Kling Glöckchen«.

Heidi Fischer hatte die Lieder mit dem Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde einstudiert. Ernst und virtuos wurde es mit »Et exultavit spiritus sanctus«, gesungen von Mezzosopranistin Käthe Wilhelmi und begleitet von Hermann Wilhelmi am Piano. Sicher geformte barocke Ornamente des Bach'schen Werkes sorgten für Begeisterung im Publikum. Das Männer-Ensemble unter der Leitung von Hermann Wilhelmi hielt es mit traditionellen Weihnachtliedern, »Oh du fröhliche«, »Kommet ihr Hirten« und »Stille Nacht« erklangen in anspruchsvollen Sätzen. Zum Träumen lud Sopranistin Isolde Ebersohn mit »Mariä Wiegenlied« von Max Reger ein.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Deutsche Messe von Franz Schubert. Das Werk aus dem Jahr 1826, anders als die geistlichen Werke der damaligen Zeit in deutscher Sprache verfasst und daher »Deutsche Messe« genannt, wurde von der Wiener Kirchenobrigkeit zunächst abgelehnt. Zwischenapplaus nach dem Eingangssatz »Wohin soll ich mich wenden« ließ sich das Publikum nicht nehmen. Der Chor setzte seine ganze Dramatik unterstützt vom Klavierbegleiter beim »Noch lag die Schöpfung formlos da« ein. Zum »Heilig« tauschte Hermann Wilhelmi Tasten mit Taktstock. Die A-capella-Interpretation verlieh dem Werk eine besondere Würde.

Der Männerchor des Gesangvereins »Eintracht-Adam Isheim« mit Chorleiter Hans Kaspar Scharf setzte die romantische Konzertstimmung fort. Mit »Der Stern« und »Als die Welt verloren« in Sätzen des Chorleiters widmete sich der Chor Motiven der Weihnachtsgeschichte. Einen klassischen Höhepunkt setzten das Gesangsensemble und die Sopranistin Isolde Ebersohn. Mit Mozarts »Laudate Dominum« hatte Chorleiter Wilhelmi ein anspruchsvolles Werk gewählt. Vom 18. Jahrhundert wagte »Offbeat«, der gemischte Chor des Gesangvereins »Eintracht-Adam-Isheim« mit »To everything there is a season« von Ed Harris den Sprung ins 20. Jahrhundert. Ein Highlight des Konzertes setzte »Offbeat« mit »Gabriellas Sång« aus dem schwedischen Film »Wie im Himmel«. Gabriella, deren Solopart Fabienne Zöller ergreifend übernahm, nimmt im Lied ihr Lebensglück selbst in die Hand. Mit »Winter Wonderland« und »We are the World, der Hommage an den »King of Pop« Michael Jackson,beendete der Chor seine Auftritt. Mit »Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden« von Josef Gabriel Rheinberger schickte das Gesangsensemble die Gäste in festlicher Stimmung nach Hause.

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