17. September 2014, 09:38 Uhr

Neues Zentrum in Holzheim

Pohlheim (cst). Im Alten Langgönser Weg in Holzheim ist am Wochenende das neue Gemeindezentrum der evangelischen Gemeinschaft Holzheim / Dorf-Güll eingeweiht worden.
17. September 2014, 09:38 Uhr
Pfarrer Rüdiger Gräbel (links) freute sich zusammen mit den engagierten Helfern Dietrich Jung, Gerhard Artzt, Wilfried Grieb, Jürgen Sames sowie den jungen Gemeindemitgliedern Casper Schinke und Elias Laux über die Eröffnung des Gemeindezentrums. (Foto: Christian Ströhl)

Bei einem Konzert der Gruppe Joylight am Freitag, einem Tag der offenen Tür am Samstag und einem Festgottesdienst am Sonntag nutzte die Gemeinschaft erstmals die ganzen Möglichkeiten aus, die ihnen das 1,3 Millionen Euro teure Gebäude nun bietet. Die Gemeinschaft hat 130 Mitglieder.

Gerhard Artzt vom Vorstand führte viele Besucher am Tag der offenen Tür durch das Haus und erinnerte an die Anfänge der Planung: »Das alte Vereinshaus war in die Jahre gekommen.« 2001 habe sich die Frage nach Umbau, Erweiterung oder Neubau gestellt. Schnell einigte man sich auf Letzteres und erwarb das Grundstück, auf dem der Multifunktionsbau nun steht.

Doch verzögerte sich der Start des Baus aus Kostengründen knapp zehn Jahre lang. Am 20. August 2012 fand schließlich der erste Spatenstich am Alten Langgönser Weg statt. Nur zwei Monate später feierte die Gemeinschaft Richtfest. Im November 2012 startete man – größtenteils in Eigenleistung von Mitgliedern und Freunden – den Innenausbau. Der schnelle Fortgang der Arbeiten sei durch die Holzbauweise begünstigt gewesen, erklärte Artzt. Im Innenraum haben die Verantwortlichen an alle Gemeindemitglieder gedacht. Damit etwa Mütter und Väter mit ihren kleinen Kindern an Gottesdiensten teilnehmen können, gibt es neben der Empore im ersten Stock einen »Familienraum« hinter abgetrennter Scheibe und mit gutem Blick auf den Gemeindesaal. Für die Jugend wurde extra ein Raum mit Kickertisch und Sofas bereitgestellt. Außerdem lässt sich der große Saal durch Trennwände unterteilen. Gemeindepfarrer Rüdiger Gräbel hat sein Büro zukünftig in der ersten Etage.

»Es waren sehr viele auch ältere Mitglieder, die mitgearbeitet haben«, berichtete Artzt. Es galt, rund 6,5 Kilometer Kabel zu verlegen, 1835 Quadratmeter Rigipsplatten zu verarbeiten, 50 Eimer Farbe für das Streichen zu verwenden und etwa 95 Tonnen Estrich zu bewegen. Mindestens 15 000 Stunden arbeiteten die Helfer am neuen Zentrum, dessen Finanzierung ebenfalls ausschließlich über Spenden gewährleistet wird.

Das Eröffnungswochenende zeigte, dass sich Fleiß und Investitionen gelohnt haben. Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer freute sich mit der Ersten Stadträtin Anja Sames-Postel und Stadtverordnetenvorsteher Jakob-Ernst Kandel sowie 200 Gästen über die Eröffnung des imposanten Baus. Bei der anschließenden Andacht von Erwin Siefke erinnerten sich die Besucher an die Idee des Gemeindezentrums, alle Mitglieder unter einem Dach zu vereinen.

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