09. Juni 2009, 22:50 Uhr

Kinder rissen das Publikum mit spontaner Fröhlichkeit mit

Pohlheim (js). »Singen macht Spaß« trugen am Dienstagabend in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg Kinder der Limesschule Watzenborn-Steinberg vor.
09. Juni 2009, 22:50 Uhr

Besser konnte man die Stimmung im Hans-Weiß-Saal nicht beschreiben: Die Pohlheimer Schulchöre und Instrumentalgruppen musizierten mit Feuereifer und Talent. Ob es die Streichergruppe, die Band, die Chöre der Jahrgänge 5 bis 7 und 7 bis 10 der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) oder Chöre der Grundschulen Hausen, Garbenteich, Holzheim, Watzenborn-Steinberg waren: Man ließ sich gern von deren Fröhlichkeit und Temperament anstecken. Beim Finale sangen Publikum und Akteure gemeinsam »Geh aus mein Herz«.

Seitens des Schulverbundes Pohlheim kann man hochzufrieden mit dem Verlauf des Konzertes sein, dessen Erlös zur Unterstützung der musikalischen Arbeit im Schulverbund bestimmt ist, wie Norbert Kissel für den Verbund resümierte. Er nahm natürlich mit Freude zu Kenntnis, dass über 700 Zuhörer in die Volkshalle gekommen waren, darunter auch Vertreter des Magistrats und der parlamentarischen Gremien (Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer war dienstlich verhindert).

Den Auftakt des Programms bot die Streichergruppe der ARS (Leitung: Margarete Mrokon) mit dem »Marsch für drei Violinen« (W. Gluck, L.J. Beer). Der verdiente Beifall machte den jungen Musikanten für ihren weiteren Weg Mut.

Spätestens nach dem ersten Zwischenapplaus war auch bei den Kindern des Chores der Grundschule Hausen (Leitung: Karin Schramm) das Lampenfieber verflogen: »Schule mal andersrum« und »Piraten, Piraten« hatten die Kinder für das Konzert eifrig einstudiert. Seine Vielseitigkeit bewies anschließend auch der Chor der Regenbogenschule Holzheim (Leitung: Heidi Fischer und Geesche Fromme) mit »Ich bin der Ohrwurm« und »Kuwate (the infinite sun)«. Den nächsten Song hatte man doch irgendwo schon immer mal gehört: Richtig! »Santa Maria« stammt von der »Kelly family«. Der Chor der Jahrgänge 5 und 6 der Adolf-Reichwein-Schule (Leitung: Norbert Kissel) nahm sich des Hits an und bewältigte ihn mit Bravour. Der Chor rundete mit einem Wanderlieder-Potpourri den ersten Teil des Programms ab. Wer geglaubt hatte, jungen Leuten wären traditionelle Volkslieder ein Gräuel, wurde spätestens bei diesem Beitrag eines Besseren belehrt.

Kaum hatten die Zuhörer in der Pause - noch alle die wunderbaren Melodien im Ohr - »verschnauft«, wurden sie von der Bandklasse des Jahrgangs 5 der ARS (Leitung: Christina Löwen) gleich wieder »musikalisch angeturnt: »Let’s fetz« und »Bluesrock« brachte gleich wieder richtig Schwung in die Hütte. Zuvor hatten hatten Schulchor und die Instrumentalgruppe der Lückebachschule Garbenteich (Leitung: Manfred Becker) Sonderapplaus erhalten für ihr Lied »Baum, Baum kleiner Baum« und vor allem einem modalen Spiel für Stabspiele aus der Feder Manfred Beckers, wobei die jungen Instrumentalisten einen eindrucksvollen Klangteppich bildeten. Ihre Beiträger schlossen sie mit »Katzen brauchen furchtbar viel Musik« ab. Immer wieder wurden die jungen Musikanten vom Publikum angefeuert - und der Nachwuchs dankte dafür mit richtig guter Musik. Dazu gehörten auch die Chöre der Limesschule Watzenborn-Steinberg (Leitung: Almut Lipke-Wagenbach, Petra Wilhelm-Sparrenberger), die mit »Der Maschinist« (zu roboterähnliche Bewegungen), »Der Kuckuck« und »Singen macht Spaß« zum Programm beitrugen, das vom Chor der ARS-Jahrgänge 7 bis 10 (Leitung: Christina Löwen) abgeschlossen wurde mit »Swing the prelude« nach M. A. Charpentier und - ebenso beeindruckend - »Only time«. Man kennt das Lied von der irischen Sängerin »Enya« her. Als Zugabe gab es noch von dem Chor »Shackles« (»Mary Mary«).Ein großes musikalisches Feuer entzündeten alle Akteure, die zum Reigen beisteuerten - und der Funke sprang schnell auf die Zuhörer über. Da war das von Zuhörern und Schülern gemeinsam gesungene »Geh aus mein Herz« (Text: Paul Gerhardt Melodie: August Harder) das i-Tüpfelchen. Und auch Hans Weiß, nach dem der große Saal der Volkshalle benannt ist, hätte das Konzert gefallen und er hätte dazu musikalisch beigesteuert.



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