24. August 2009, 18:26 Uhr

Für langjähriges Vereinsengagement erfolgten Ehrungen

Pohlheim (ang). Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Dorf-Güller Kleintierzüchter H30 feierte der Verein mit zahlreichen Gästen in der Klosterwaldhalle. Vorsitzender Reimond Brucker erinnerte in seiner Ansprache an das vergangene halbe Jahrhundert der Vereinsgeschichte.
24. August 2009, 18:26 Uhr
Ehrenvoller Moment für zahlreiche Kleintierzüchter, deren Verdienste gewürdigt wurden. (Foto: ang)

Pohlheim (ang). Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Dorf-Güller Kleintierzüchter H30 feierte der Verein mit zahlreichen Gästen in der Klosterwaldhalle. Vorsitzender Reimond Brucker erinnerte in seiner Ansprache an das vergangene halbe Jahrhundert der Vereinsgeschichte. Armin Schön, Kreisverbandsvorsitzender der Rassekaninchenzüchter und Horst Gröltz, Kreisvorsitzender der Rassegeflügelzüchter, ehrten Gerhard Allmang, Herbert Baumgard, Roland Beyer, Hubert Blöhs-Michaelis, Josef Brucker, Reimond Brucker, Patrick Bühlmeyer, Egon Geissler, Bernd Gorr, Heinz Gorr, Manfred Gorr, Paul Grieb, Klaus Grieb, Norbert Gromes, Hans-Jürgen Gromes, Hermann Himer, Werner Matern, Peter Möller, Erich Müller, Heinz-Dieter Müller, Pia Müller, Mathias Müller, Günter Pinkl, Gerhard Polzer, Ronald Polzer, Hermann Sames, Hubert Sames, Werner Sames, Herbert Sames, Bernd Sames, Karl-Martin Sames, Gisela Schöps, Werner Schöps, Reinhold Staab, Gerd Wedemann und Heinz Zwirner für ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft. Die Gründer Marie Müller und Robert Roth wurden vom Vorsitzenden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Wohnzimmer der Familie Müller fand Gründung statt

Pohlheim (ang). Mit flotten Takten der »Lustigen Fuhrleut'« aus Steinbach beganen Mitglieder und Freunde des Kleintierzuchtvereins H30 Dorf-Güll die Fubiläumsfeier. Vorsitzender Reimond Brucker freute sich, zahlreiche Besucher in der Klosterwaldhalle begrüßen zu können. Der gemischte Chor des Gesangvereins »Heiterkeit« setzte den musikalischen Reigen fort. Chorleiter Karl-Theo Sames hatte »I've got peace like a river« und »Sah' ein Knab ein Röslein stehen« ausgewählt. Moderator Hubert Sames erinnerte sich gern an die ersten Jahre des Vereins, als er zum Schriftführer bestimmt wurde; immerhin konnte er Schreibmaschine schreiben.

Gewählt werden konnte der damals minderjährige Sames noch nicht. Das habe man später nachgeholt. Vorsitzender Reimond Brucker ließ die vergangenen 50 Vereinsjahre Revue passieren. Marie und Heinrich Müller III., Otto Reul, Walter Dietz, Robert Roth, Heinrich Roth und Erwin Gorr gründeten in der Sackgasse im Wohnzimmer der Müllers den Kleintierzuchtverein Dorf-Güll. Bei der ersten Ausstellung musste man sich Käfige aus Watzenborn-Steinberg leihen.

Regelmäßig fanden die Schauen dann im Saal statt. Die ersten Dorf-Güller Küken schlüpften noch im Brutkasten in Watzenborn-Steinberg. Später versammelten sich Kinder vor dem eigenen Brutkasten im Wohnzimmer der Müllersl, um dem Schlüpfen der Küken zuzuschauen. Nach Heinrich Müller III. übernahm Karl-Heinz Jäger den Posten des ersten Vorsitzenden. 1999, nach dem Rücktritt Jägers, schaltete man eine Anzeige mit dem Titel »Vorsitzender gesucht«. Im letzten Moment erklärte sich Walter Sames bereit, den Vorsitz zu übernehmen. .

»Jetzt erst recht!« war das Motto des neuen Vorstands. Mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt und mit dem hervorragenden Organisationstalent der Vorsitzenden errichtete man in unzähligen Arbeitsstunden das neue Vereinsheim. Züchterabende, Vorstandssitzungen, Feiern und die Freilandschau konnten dort gefeiert werden.

Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, betonte, dass er Spezialist im Bereich der »Zwergkämpfer« sei. Immerhin sei sein Schwiegervater einer der besten Züchter Deutschlands gewesen. Persönlich züchte er nicht, aber esse gerne, vor allem Wachteln. Pohlheim, so Schäfer, sei ein Mekka der Kleintierzucht. Das höre er oft von Züchtern aus ganz Deutschland. Das läge auch daran, dass die Stadt Hallen zur Verfügung stelle. Das sei nicht in jeder Stadt selbstverständlich. Da die Pohlheimer Züchter die Hallen stets einwandfrei reinigen würden, bleibe das auch in Zukunft so.

Schäfer stellte fest, dass die Vorstände der letzten 50 Jahre immer ein gutes Händchen in der Vereinsführung gehabt hätten. Nicht nur beim Dorf-Güller Kleintierzuchtverein sei es schwer, Mitbürger zu finden, die zur Aktivität bereit seien. Der Stellvertretende Ortsvorsteher Andreas Schuch lobte, dass die Kleintierzüchter Werte wie Verantwortung auch an Jugendliche vermittelten. Kleintierzucht sei Stressabbau. Schuch forderte auf, bei Stress ein Gespräch mit dem Vorsitzenden zu suchen. Sicher finde sich eine Lösung.

Horst Gröltz vom Verband des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter gratulierte im Namen des Kreis-, Bundes- und Landesverbandes. Kleintierzucht sei heute nicht mehr so populär wie in vergangenen Tagen. In den Anfängen der Zucht sei es ausschließlich um den Verzehr der Tiere gegangen. Heute sei das Ausstellen der Hauptzweck.

Armin Schön, Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter, bezeichnete den Verein als Markstein kulturellen Schaffens in der Stadt und im Land. Auch Schön gratulierte im Namen der übergeordneten Verbände. Für die Dorf-Güller Vereinsgemeinschaft gratulierte der Vorsitzende Klaus Haas. Die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre sei auch eine Verpflichtung die Vereinsidee weiterzuentwickeln.

»Naut wey Redensoarde« hieß das Mundarttheaterstück von Emil Winter, aufgeführt von der Theatergruppe, »Die Frösche«. »Ach a alt Gaas leckt nochemol gern am Saalz!«, »Die Eier glawe sei soi geschaider wie de Hinkel!«, »Vun nix kimmt naut!« und andere Redensarten, verpackt im alltäglichen Dorfgeschwätz sorgten für viel Gelächter. Die Handlung drehte sich um die Dorf-Güller Theatergruppe auf der Suche nach einem Stück für das 50-jährige Jubiläum des Kleintierzuchtvereins. Man einigte sich in einer feuchtfröhlichen Vorstandssitzung auf ein Mundartstück.

Die Akteure Hanni Möller, Birgit Rulf, Doris Ferger, Angela Reincke, Helmut Leidich und Souffleur Hubert Sames hatten den Applaus redlich verdient. Zu Discotiteln legten die »Hot Girls« von der Feuerwehr eine kesse Sohle aufs Bürgerhausparkett, bevor Michael Seehawer als Bauer Karl in Mundart über Schweine- und Kaninchengrippe reimte und sein Glas auf die Karnickelzucht hob. Es wurde schon fast wieder hell, als die letzten Kleintierzüchter nach einer Nacht mit den »Lustigen Fuhrleut'« die Klosterwaldhalle verließen.

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