03. Oktober 2011, 20:15 Uhr

Erntedank; Über 500 Besucher auf Hof Obersteinberg

Pohlheim (ang). »Mit so vielen Leuten haben wir gar nicht gerechnet!«, verkündeten Catja Schubert-Fay und Peter Fay vom Hof Obersteinberg. Über 500 Besucher waren dorthin zum Erntedankgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg gekommen.
03. Oktober 2011, 20:15 Uhr

Im Mittelpunkt stand der festliche Gottesdienst in der herbstlich geschmückten Scheune, zudem wurde in einer Ausstellung das Leben auf dem Land gezeigt.

Thekla Schulz-Nigmann sorgte mit ihrem Akkordeon für den musikalischen Rahmen. Im Zentrum des Gottesdienstes stand die gespielte Geschichte vom kleinen Nachtwächter, der die Blumen der Blumenfrau in der Nacht mühevoll mit Wasser versorgt und sie am Ende mit seinem Schirm vor dem Regen schützt. Das Wetter sowie die Pflege von Pflanzen und Tieren würdigten die beiden Pfarrer Jutta Hofmann-Weiß und Alexander Klein in einem Zwiegespräch. Man hätte schon den Eindruck gewinnen können, dass nach einem trockenen Frühjahr und einem feuchten Sommer mit dem Wetter etwas nicht stimme. Mit Blick auf die Tsunami-Katastrophe in Japan und die Hungersnot in Ostafrika kamen Hoffmann-Weiß und Klein zum Schluss, dass es uns sehr gut gehe. Den Abschluss des Gottesdienstes machte traditionsgemäß die Landjugend mit Volkstänzen unter der Erntekrone.

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung mit dem Titel »100 Jahre Hof Obersteinberg«. Alte Fotos zeigten das entbehrungsreiche Leben auf dem Land. Der Zweite Weltkrieg hatte auf dem Obersteinberg seine Spuren hinterlassen. Nach dem Wiederaufbau zeigt sich der Hof heute als modernes Unternehmen mit Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste und einer Schlachtstätte gemäß den Richtlinien der Europäischen Union.

Technikfreunde kamen bei der Landmaschinenausstellung im Außenbereich auf ihre Kosten. Ein Lanz Bulldog aus dem Jahre 1949, Mähdrescher verschiedenen Alters und moderne Geräte zur Ernte und Weiterverarbeitung gaben einen Einblick in die Arbeit auf dem Obersteinberg. Der Hessische Bauernverband präsentierte derweil seine Aktivitäten unter den Überschriften Pflege der Kulturlandschaft, Nachhaltigkeit, Qualität und erneuerbare Energie.

Das Kinderwerk »Lima« verkaufte Bücher, Patchwork- und Bastelarbeiten. Für das junge Publikum tat sich der Hof als große Spielwiese auf. Beim Toben auf Rundballen, bei Planwagenfahrten und beim Kuhreiten kam keine Langeweile auf.

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