28. Februar 2008, 22:44 Uhr

Als noch keine Fernsehgeräte in Kinderzimmern standen

Pohlheim (rge). »Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä« lautete der Liedtext eines alt bekannten Kinderhits, bei dem es um allerlei Spielzeug und die dabei leuchtenden Kinderaugen geht. Genau um dieses Spielzeug aus den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und der Freude bei den Jüngsten der vorhergehenden Generationen geht es bei der Sonderausstellung zum Thema »Spielzeug«.
28. Februar 2008, 22:44 Uhr
Hannelore Schmandt und und Herbert Fabian laden zur Ausstellung in die Heimatstube am kommenden Sonntag ein. (Foto: rge)

Präsentiert wird die Ausstellung vom Team der Heimatstube im Ortsverein Watzenborn-Steinberg der Heimatvereinigung Schiffenberg am Sonntag, 2. März von 15 bis 17 Uhr in der Pohlheimer Heimatstube, Ludwigstraße 22.

Hannelore Schmandt und Herbert Fabian stellten die Ausstellungsstücke aus der Nachkriegszeit und der Zeit des Wirtschaftswunders mit Puppen, Plüschtieren, Blech- und Holzspielzeug, Spielen und Büchern vor. Auch kann man in einem umfangreichen Bildarchiv stöbern, informierte Schmandt. Erhard Burger hat hier in zwei Bänden bekannte Gebäude Watzenborn-Steinbergs »Gestern und Heute« in historischen Bildern gegenübergestellt und in weiteren vier Bildbänden kann man sich Schul- und Konfirmandenbilder, Trachten und allerlei Bilder aus dem alltäglichen Dorfgeschehen ab dem Jahr 1865 anschauen. Die 50 Spielzeug-Exponate im großen Ausstellungsraum, die aus dem Fundus der Heimatstube stammen und von heimischen Bürgern zur Verfügung gestellt wurden, geben einen Einblick in die damalige Kinderwelt auch in den heutigen Pohlheimer Stadtteilen. Lange vor der heutigen Zeit, in der Computer, IPods, DVD-Player die Kinderzimmer erobert haben, spielte man damals noch voller Hingabe mit einem Brummkreisel, hatte als Mädchen eine Lieblingspuppe, die man innig liebte und als Junge ein kleines Auto aus Weißblech, dass man für nichts in der Welt eintauschen wollte. Im Frühjahr spielte man mit seinen Freunden Murmeln auf der Wiese neben dem Haus oder es ging in den Wald und man verspeiste leckere heiße Kartoffeln direkt vom Lagerfeuer. Die nächste frisch gemähte Wiese war der Fußballplatz, die Jacken waren die Torpfosten und genügend Mitspieler fanden sich immer. Man musste sich beim Puppenspiel mit Kasper und seinen Freunden eigene Geschichten ausdenken und wurde nicht multimedial berieselt. Man spielte mit der Kinderpost, wippte mit dem Schaukelpferd und kaufte bei »Lieschen Müller« im kleinen Kaufladen Mehl, Zucker und Brot mit Spielgeld ein. Das Heimatstubenteam hat für die Besuche Kaffee und leckeren Kuchen vorbereitet. Der Eintritt ist frei.



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