27. April 2010, 12:38 Uhr

Lollar: Tänze und Trommelwirbel

Lollar (gbp). In der Stadt Lollar wohnen rund 10 000 Menschen. 17 Prozent davon sind keine deutschen Staatsbürger, in der Kernstadt sogar 25 Prozent. Mit etwa 1100 Einwohnern stellen die türkischen Staatsbürger den größten Teil der Ausländer in Lollar.
27. April 2010, 12:38 Uhr
Einen »höllisch« temperamentvollen Auftritt boten die Frauen der Turnervereinigung Ruttershausen (TVR) im Gemeinschaftshaus. (Fotos: gbp)

Lollar (gbp). In der Stadt Lollar wohnen rund 10 000 Menschen. 17 Prozent davon sind keine deutschen Staatsbürger, in der Kernstadt sogar 25 Prozent. Mit etwa 1100 Einwohnern stellen die türkischen Staatsbürger den größten Teil der Ausländer in Lollar. Wie wichtig es ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben und die jeweils andere Kultur kennenlernen, betonte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek zum Auftakt der ersten internationalen Frauenfeier der Stadt Lollar am Sonntag im Gemeinschaftshaus in Ruttershausen.

Ein großes Kompliment richtete der Bürgermeister an das Intergrationsteam der Stadt Lollar, die Integrationsbeauftragte Senay Firat und die Integrationslotsin Güler Polat, von denen das nationenverbindende Fest organisiert worden war. Dr. Wieczorek äußerte die Hoffnung, dass der damit begonnene Austausch und die Gespräche auch auf der Straße fortgesetzt werden.

»Frauen spielen bezüglich der Integration eine entscheidende Rolle«, so Senay Firat und Güler Polat, die sich freuten, dass trotz des draußen strahlenden Sonnenscheins so viele Frauen und Kinder - und auch einige Herren - den Weg in das Gemeinschaftshaus gefunden hatten. Sie dankten den zahlreichen Helferinnen, die nicht nur ein leckeres internationales Büfett zubereitet, sondern auch an der Gestaltung des Festes und des Programms mitgearbeitet hatten. Von zahlreichen ortsansässigen Firmen war als Sponsoren zum Gelingen der Feier beigetragen worden.

Im Gemeinschaftshaus herrschte fröhliche und entspannte Stimmung. Es wurde gegessen, geplaudert und gefeiert. Großen Applaus gab es für das internationale Programm mit viel Musik, Tanz und Gesang aus unterschiedlichen Ländern, das die beiden Moderatorinnen Gönce Ünal und Ebru Kol auf der Bühne präsentierten. Die Frauen hatten sichtlich Freude an den auch optisch sehr reizvollen Vorführungen. Besonders die Kinder ließen sich von den Rhythmen und Klängen zum Mittanzen animieren.

Den Anfang machte die Flamencogruppe »Alma Gitana« des Musik- und Kunstvereins (MuK) Gießen mit ihren rhythmischen Gitarrenklängen, stampfenden Schritten und leidenschaftlichem Gesang.

Mit drei Liedern entführte der deutsch-russische Chor »Silberklang« aus Lollar, ein einstiges Integrationsprojekt der Musikschule an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Busecker Tal, nach Osteuropa.

Aus dem winterlichen Russland in die Sonne Afrikas ging es mit der Trommelgruppe »Die Erde« des Gießener Kinder- und Jugendwohnheims St. Stephanus, von deren völkerverbindenden Rhythmen sich auch die beiden Moderatorinnen zum Tanzen auf der Bühne animieren ließen.

Begeisterten Applaus gab es im zweiten Programmteil für die Bauchtanzvorführung und orientalischen Tanzdarbietungen junger Tänzerinnen aus der Folkloregruppe der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES). Mit dem »höllisch« temperamentvollen Auftritt der Frauen der Turnervereinigung Ruttershausen (TVR) endete das Bühnenprogramm. Und im Anschluss waren alle Frauen zum Tanzen eingeladen.

Die erste internationale Frauenfeier: ein rundum gelungener Start, der nach »Neuauflage« verlangt.

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