01. Juni 2012, 18:08 Uhr

Hydraulik-Knowhow aus Lollar für US-Kokerei

Lollar (pm). Die in Lollar ansässige Firma Watz Hydraulk GmbH wickelte dieser Tage ein Großauftrag für den Konzern Thyssen-Krupp-Uhde ab. Das Schwerlastschiff »Happy Diamond« nahm an der Kaikante des Lübecker Hafens ein Teilstück der Koksausstoßmaschinen für eine neue Kokerei in den Vereinigten Staaten an den Haken.
01. Juni 2012, 18:08 Uhr
Das Schwerlastschiff »Happy Diamond« nimmt im Lübecker Hafen ein Teilstück der Koksausstoßmaschinen für eine neue Kokerei in den USA auf. (Foto: pm)

Der Abnehmer ist der amerikanische Stahlproduzent US Steel. Herzstück der Maschine ist die Hydraulik aus dem Hause Watz. Das Unternehmen lieferte die gesamte Hydraulik, bestehend aus sechs Antriebsaggregaten, Ventilsteuerungsständen, Verbindungsleitungen, Hydraulikzylindern und Motoren. Die Hydraulikantriebsaggregate und die Ventilstände mit hydraulischer Steuer- und Regelventilen wurden in Container aus Alu eingebaut, damit sie vor dem anfallenden Staub geschützt sind. Der Auftragswert lag weit über einer Millionen Euro. Die einzelnen Bauteile wurden per Lkw nach Lübeck transportiert und dort bei der Firma LMG in die einzelnen Koksmaschinen eingebaut. Der Standort der Endmontage in Lübeck war notwendig, um die Maschinen ohne Demontage zur Kokerei in Alabama zu transportieren. Die riesigen Maschinen, die auf das niederländische Schwerlastschiff »Happy Diamond« verladen wurden, sollen nach 17 Tagen Seetransport in der Hafenstadt Mobile im US-Staat Alabama umgeladen werden und über Kanäle nach nochmals 21 Tagen im Hafen der Kokerei am Fluss Monogahela ankommen. Im August soll die neue Anlage in Betrieb gehen.

Die drei Koksausstoßmaschinen, die laut Watz höchsten Umweltstandards entsprechen, haben ein Gesamtgewicht von 1100 Tonnen. Die beiden Kräne der »Happy Diamond« können jeweils 440Tonnen heben.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Dipl.-Ing. Horst Watz, erwartet in diesem Jahr einen weiteren Auftrag in gleicher Größenordnung für eine neue Kokerei in Brasilien. Für die Firma Watz betrug die Bauzeit (Fertigung, Montage einschließlich Engineering) gut elf Monate.

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