11. Februar 2010, 18:08 Uhr

HSG Lollar/Ruttershausen: Engagement für Jugend trägt Früchte

Lollar (bas). Auf Jugendarbeit setzt Robert Moos, Vorsitzender der Handballspielgemeinschaft (HSG) Lollar/Ruttershausen.
11. Februar 2010, 18:08 Uhr

Lollar (bas). Auf Jugendarbeit setzt Robert Moos, Vorsitzender der Handballspielgemeinschaft (HSG) Lollar/Ruttershausen. Das machte er in der Jahreshauptversammlung der Turn- und Sportgemeinde (TSG) 1883 Lollar (die AZ berichtete) im Bürgerhaus Lollar deutlich und machte auf finanzielle Notwendigkeiten aufmerksam. »Die aktuelle Saison zeigt, dass sich der Aufwand lohnt, den wir momentan im Jugendbereich betreiben«, bewertete Moos die Jugendarbeit der Handballer und zeigte Entwicklungen auf. Der Ruttershausener wies auf die männliche Jugend B hin, die derzeit den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga A einnimmt. Die männliche C1 war nur knapp an der Oberliga-Qualifikation gescheitert und führt in der Bezirksoberliga. Die männliche D1 belegt den vierten Platz der Bezirksoberliga. Auch mit den weiblichen Mannschaften sei es einen Schritt weiter gegangen, so der HSG-Vorsitzende, denn aktuell könne jeweils eine weibliche E-, D- und C-Jugend gestellt werden.

In der aktuellen Runde spiele die HSG mit sechs männlichen und drei weiblichen Jugendmannschaften sowie einer Mini- und einer Puzzlegruppe. Insgesamt werden laut Moos in dieser Saison rund 130 Kinder von 20 Übungsleitern betreut. Er hob besonders die Arbeit von Horst Michler hervor, durch den die Qualität des Trainings gestiegen sei.

Doch nicht allein an die sportlichen Aktivitäten in der Jugendarbeit erinnerte der Vorsitzende, sondern auch an die geselligen Veranstaltungen. Beispielsweise gab es ein Benefizspiel gegen die HSG Wetzlar und den alljährlichen Wäldchestag. Im traditionellen Jugendcamp, diesmal unter dem Motto »Alkohol, nein danke«, wurden die jugendlichen Beteiligten, für die die Teilnahme einmal mehr kostenfrei war, in Zusammenarbeit mit dem Verein »Kriminalprävention« Gießen unter anderem über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs informiert.

Insgesamt zeigte sich Moos also zufrieden mit der Entwicklung der Jugendarbeit und erinnerte daran, dass noch in den Jahren 2004/2005 nur zwei Jugendteams gemeldet gewesen waren. Erstmals seien nun nämlich im männlichen Bereich wieder alle Altersstufen mit Mannschaften besetzt. Dieser Trend solle gefestigt und im weiblichen Bereich die gleiche Entwicklung erreicht werden, unterstrich der Vorsitzende. Um dies zu gewährleisten, seien aber, so Moos, Trainer und qualifizierte Übungsleiter mit dem damit verbundenen finanziellen Aufwand nötig. Als Problem nannte der Ruttershausener die zu geringen verfügbaren Hallenzeiten. Man sei zurzeit am Limit angekommen. Er wünschte Unterstützung nicht nur aus der TSG, sondern auch von der Stadt Lollar.

Neben der für die Zukunft wichtigen Nachwuchsarbeit trug Moos auch eine Zusammenstellung der Leistungen der Aktiven vor. Die erste Mannschaft war in die Bezirksliga A abgestiegen, musste mit fünf Minuspunkten kämpfen und holte in der Rückrunde nur einen Punkt. Derzeit liegt sie auf dem zweiten Platz und spielt um den Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga. Vertreten ist die erste Mannschaft auch im Pokalwettbewerb und trifft im Viertelfinale auf die Oberligisten aus Heuchelheim. Schon fünf Tage vor Saisonende sicherte sich die zweite Mannschaft mit Trainer Michael Trösser den Aufstieg in die B-Klasse und schloss die Saison 2009 mit dem Gewinn der Meisterschaft im letzten Spiel erfolgreich ab. Noch immer befindet sie sich in der Abstiegszone, erschwert durch die Zusammenlegung der B-Klassen im Bezirk, was die Anzahl der Abstiegsplätze erhöht hat. Die neu formierte dritte Mannschaft erreichte in der Bezirksliga D den neunten Platz und steht auf dem dritten Platz in der Bezirksliga D. Den zweiten Platz der Bezirksliga C belegte die Frauenmannschaft, stieg in die B-Klasse auf und befindet sich nach einer »verkorksten« Hinrunde gegenwärtig im Aufwärtstrend.

Zu den Abteilungsleitern, die in der Jahreshauptversammlung auf 2009 zurückblickten, gehörten nicht zuletzt Ingrid Fischer und Matthias Fischer für die Tanzabteilung, die wiederum Standard- und lateinamerikanische Tänze einstudiert hatte. Auf dem Programm hatte für die Tänzerinnen und Tänzer auch eine Fahrradtour von der Ederquelle bis zur Staumauer gestanden.



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