18. August 2011, 12:05 Uhr

Ausstellung über Solarthermie in Lollar eröffnet

18. August 2011, 12:05 Uhr
Bei der Eröffnung der Wanderausstellung: Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lollarer Bauamtes: v. l. Gisela Quell, Alena Marscheck und Thomas Großhaus. (Foto. js)

Lollar/Gießen (js/pm). In der heimischen Region gibt es zahlreiche Gebäude, bei denen die Energie thermischer Solaranlagen oder geothermischer Anlagen genutzt werden. Dazu gehört beispielsweise die »Buderus-Akademie« in Lollar. Am Mittwochmorgen wurde im Lollarer Rathaus eine Ausstellung eröffnet, die in den nächsten drei Wochen über die Thematik »Wasser erwärmen mit Sonne« und »Heizen mit Erdwärme« während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung detailliert informiert.

Ein Repräsentant vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, der an der Eröffnung im Foyer des Rathaus teilnehmen wollte, war am Montag verhindert. Die Ziele der Wanderausstellung des hessischen Umweltministeriums, deren nächste Etappe Dautphetal ist, erläuterte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek in Anwesenheit von Thomas Großhaus, Gisela Quell und Alena Marscheck (sie ist Auszubildende) vom Bauamt der Stadt Lollar.

Grundgedanke der Erläuterungen im Rahmen der Ausstellung im Rathaus ist es, einen Einstieg in diese Materie vor allem für Bürger zu liefern, die sich mit Solarthermie und Erdwärmenutzung noch nicht so intensiv beschäftigt haben. Auch wird darauf hingewiesen, dass es verschiedene Fördermittel gibt.

Seitens des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird die Geothermie beschrieben: Der vom atmosphärischen Klima beeinflusste Teil der Erdoberfläche lasse sich sinnvoll nutzen. Die sei in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnblocks, öffentlichen Einrichtungen oder Gewerbebetrieben der Fall. Die sogenannte oberflächennahe Geothermie diene zur Bereitstellung von Niedertemperaturwärme zu Heizzwecken und zur Warmwasserbereitung. Um der Erde die nutzbare Wärme zu entziehen, gebe es verschiedene Erschließungsmöglichkeiten: Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden, Grundwasserbrunnen und erdberührte Betonbauteile oder Energiepfähle. Was die Solaranlagen betrifft, wird verdeutlicht, dass angesichts der relativ niedrigen Energiepreise Solaranlagen nicht die billigste Lösung sind. Allerdings: Nach einmaliger Investition verfüge man über eine nachhaltige Technologie, die mit jedem Sonnenstrahl Kosten für andere Brennstoffe einspart. Moderne Solaranlagen seien effektiv und nutzen bis zu 80 Prozent der Strahlungsenergie. Am häufigsten verbreitet sei die Nutzung der Solarenergie bei der Warmwasserbereitung, der Solarthermie.

Das Wasser werde in den Kollektoren erhitzt und in einem Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) bereitgehalten, so die Erläuterung seitens des Ministeriums. Beratung über Fördermittel gebe es unter anderem durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, verschieden Banken, das hessische Wirtschaftsministerium, Wohnungsbau- und Energieberatungsstellen. Wer sich bei der Stadt Lollar zwecks Fachfragen erkundigen will, kann sich an die Verwaltung (Bauamt) werden. Selbstverständlich ist die Ausstellung nicht nur Lollarer Bürgern zugänglich.

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