Lollar

Andrea Wegener spricht über Katastrophenhilfe in Haiti und Irak

Lollar (mo). »Mehr als ein Quäntchen Trost – Erfahrungen in Haiti und Irak« lautete das Thema des Regionalen Männerfrühstücks der evangelischen Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels. Rund 60 Gäste waren dazu ins ev. Gemeindehaus von Odenhausen. gekommen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Männerkreis der evangelischen Kirchengemeinde Odenhausen-Salzböden.
12. Februar 2015, 10:53 Uhr
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Rudi Wagenbach, Referentin Andrea Wegener und Pfarrer Christoph Schaaf beim Regionalen Männerfrühstück in Odenhausen.

Dessen Leiter Rudi Wagenbach hieß die Gäste und Referentin Andrea Wegener willkommen. Sie ist bei Campus für Christus in Gießen für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Nach dem Morgengebet mit Pfarrer Christoph Schaaf berichtete Andrea Wegener über ihren Einsatz für das Hilfswerk GAIN (Global Aid Netzwork) in Haiti. Die Organisation ist mit verschiedenen Projekten in 40 Ländern präsent. »Wie ich mein Herz für Haiti entdeckte« ist der Untertitel des Buches »Ein Quäntchen Trost«, das Andrea Wegener über ihre Erlebnisse in Haiti geschrieben hat. Seit dem Erdbeben im Jahr 2010 engagiert sich GAIN in Haiti, vor allem durch den Wiederaufbau eines Kinderheimes bei Léogane, circa 40 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Fünf Kinder und zwei Erzieher kamen dort beim Erdbeben ums Leben. Andrea Wegener leitete mehrere Projektreisen von GAIN nach Haiti, leistete Unterstützung bei den Bauarbeiten und der Kontaktpflege zu Kindern und Mitarbeitern des Heimes. Im Sommer 2014 wurde der erste Bauabschnitt, zwei Wohnhäuser für Jungen und Mädchen, fertiggestellt.

Wegener hat aber auch persönliche Erfahrungen in Irak gemacht. Hier leistet GAIN seit Juni 2014 Katastrophenhilfe für Flüchtlinge in der kurdischen Autonomieregion. Dort suchen vertriebene Muslime aus Syrien und Irak sowie Christen, Jesiden und andere Minderheiten Zuflucht. Kurze Zeit leitete Andrea Wegener das dortige Team von GAIN, bevor die Arbeit an einheimische Mitarbeiter übergeben wurde. Beeindruckend waren ihre Schilderungen von Einzelschicksalen. Weiteres Info-Material konnten die Besucher mit nach Hause nehmen. (Foto: mo)

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