17. Juli 2009, 19:28 Uhr

Tom-Pfeiffer-Band auf dem Höhenflug

Linden (no). Erst Tage später stellte sich bei Tom Pfeiffer wieder so etwas wie inneres Gleichgewicht ein: Der gigantische Auftritt »seiner« Rockband vor 5000 begeisterten Zuschauern am 3. Juli als Vorgruppe von »Foreigner« hatte ihn emotional doch mehr mitgenommen, als das zu erwarten gewesen wäre.
17. Juli 2009, 19:28 Uhr
Ando Dieruff und Tom Pfeiffer mit »Foreigner«-Urgestein Mick Jones beim Gießen-Konzert.

Linden (no). Erst Tage später stellte sich bei Tom Pfeiffer wieder so etwas wie inneres Gleichgewicht ein: Der gigantische Auftritt »seiner« Rockband vor 5000 begeisterten Zuschauern am 3. Juli als Vorgruppe von »Foreigner« hatte ihn emotional doch mehr mitgenommen, als das zu erwarten gewesen wäre. Und überhaupt: Die Combo ist ohnehin auf einem regelrechten Höhenflug - spätestens seit dem Gewinn des Titels »HR1-Band des Jahres 2009« im Herbst, erspielt im Rahmenprogramm des Frankfurt-Marathons. Seither sind der aus Buseck stammende und mit Frau und Kindern in Linden wohnende Sänger Tom Pfeiffer sowie Erhard Koch (Bass, Gesang), Andreas Dieruff (Gitarre, Gesang), Daniel Skiera (Gitarre, Gesang), Peter Fett (Keyboards,Gesang), Christian Krauß (Keyboards, Gesang, Gesangsarrangements) und Schlagzeuger Werner Fromm gefragte Unterhaltungsmusiker.

Beim Hessentag war die Coverband dabei, mischte Langenselbold auf wie 2007 schon Butzbach. Unlängst gehörten Pfeiffer & Co. zum Hessen-Aufgebot beim Sommerfest der Landesregierung im Berliner Stadtzentrum, unweit des Potsdamer Platzes.

Und dann eben das Sahnehäubchen auf dem Gelände des Gießener Freiluftkinos am Schiffenberger Weg. Dass der »TPB« aus Linden diese Möglichkeit geboten wurde, war nach Ansicht Pfeiffers eine Gemeinschaftsproduktion von vielen Einzelpersonen und Organisationen: DTT-Konzerte und »Depro-Concert« sowie HR1 und »Foreigner« selbst sei zu danken. Die Konzert-Headliner selbst hätten - nach Begutachten einer Demo-CD - persönlich grünes Licht gegeben.

Pfeiffer lobte dieser Tage im Gespräch mit der »Allgemeinen Zeitung« eine, bereits im Vorfeld erkennbar, »ungewöhnlich gute Kommunikation und Organisation«. Am Tag des Auftritts habe sich das fortgesetzt. Von wegen »Kommst Du heut nicht, kommst Du morgen«: Für den Bandleader eben »eine andere Liga voll echter Profis«. Dann die immense Bühne, 26 mal 14 Meter groß, das passende Wetter, eine extrem nette und eingespielte Crew, die sofort mit angepackt und die »TPB« in allen Belangen unterstützt habe. »Wir hatten immer das Gefühl, willkommen und Teil des Ganzen zu sein - und eben nicht nur Beiwerk.«

Um 19 Uhr noch einmal das Programm durchgegangen mit den Freunden - Titel für Titel, jeden Anfang, jedes Ende und vor allen Dingen jeden Übergang. Fünf Minuten vor dem Auftritt kurze aus der »Foreigner«-Entourage, »Muffe’sausen«, vom Gegenüber vernommen: »Just go out and enjoy it!« Um 19.30 Uhr die Treppe hoch - und »Menschen, soweit mein Auge reicht« gesehen. Erster Gedanke: »Ach du Sch...!« Und von da an nur noch Genuss; »wie auf Wolke sieben. Ich hätte noch stundenlang spielen können.« Getragen vom Publikum, spielten sich Pfeiffer, Dieruff, Fett & Co. in einen Rausch - und vor allem spielten sie richtig gut. Erstes Rückfrage von »Foreigner« nach dem Auftritt: »›Bohemian Rhapsody‹ kam doch vom Band, oder?« Von wegen.

Nach dem Auftritt noch ein gemeinsames Foto mit »Foreigner«-Urgestein Mick Jones - und schon war das ganze Ding Geschichte, blieb eine schöne Erinnerung, war Zeit, den Vorbildern zu lauschen und in der eigenen Biografie zu kramen. Tom Pfeiffers allererste Schallplatte? »Double Vision« - von »Foreigner«. Das waren die 1980er Helden des Sängers, der damals noch mit seinem Bruder Martin bei »Linus« gespielt hatte - unter anderem beim Kreis-Jugendfestival. »Und dann stand ich mit dem Mastermind und ›Foreigner‹-Gründer auf der selben Bühne.« Nicht alles, dass es Pfeiffer noch heute die Freudentränen in die Augen treibt. »Mit diesem Auftritt haben wir sicherlich eine Empfehlung abgegeben. Vielleicht ergibt sich ja noch einmal eine ähnliche Gelegenheit. Wer das einmal erlebt hat, der möchte einfach ein „Da Capo“

Pünktlich zum Konzert hatte die Tom-Pfeiffer-Band auch ihren ersten Tonträger vorgelegt: die CD mit dem Titel »live«, erhältlich unter anderem via <%LINK auto="true" href="http://www.tom-pfeiffer-band.de" text="www.tom-pfeiffer-band.de" class="more"%>. Aufgenommen ist der Silberling bei einem Konzert im Hanauer »Irish Pub« im April. Fast 80 Minuten lang gibt’s da auf die Ohren mit Titeln wie »Carry On Wayward Son« von »Kansas«, »Cold As Ice« von - ! - »Foreigner«, »The Night Owls« von der »Little River Band«, der »Bohemian Rhapsody« von »Queen« und - natürlich - John Miles’ »Music«. Tom Pfeiffer: »Mitgeschnitten und produziert von Christian Krauß und Matthias Zörb spiegelt die CD in bester Weise unsere musikalische Visitenkarte wider und die Atmosphäre, die uns am Herzen liegt. Eine Produktion ohne unangemessene Nacharbeitungen und Overdubs: 1:1 eben - und live!«

Die Werbetexter der Band legen in der Beurteilung des Tonträgers noch eine Schippe drauf: »Songs, die man ansonsten in dieser Vielfalt und ihrer Zusammenstellung wohl kaum von einer anderen Formation so zu spüren bekommt - bereichert durch eigene Interpretationen, individuellen Stil und den nahezu unkopierbaren Kick von voluminösen fünf Stimmen, die den Interpretationen des Leadsängers eine gänsehautfördernde Fülle geben. Konzerte (. ..) hatten stets das Ziel (...), mit Leidenschaft zu spielen und Euphorie zu schenken. Erinnerungen zu wecken und Stimmungen zu gestalten. Ausgezeichnete Musiker erlebbar zu machen, die mit den einzigartigen Vorlagen der Heroen einer Musikgeschichte umzugehen wissen.«

Pfeiffer - neben der Arbeit mit der eigenen Band nach wie vor an der Seite von Ingi Fett und Heinz-Jörg Ebert eine der »Drei Stimmen« - ist überglücklich, wiederholte sinngemäß eine Äußerung, die er auch schon zur TPB-Gründung 2005/06 parat gehabt hatte: »Eine fantastische Band, deren Namensgeber ich eigentlich nie sein wollte. Mit diesen unglaublichen Musikern diese Songs interpretieren zu dürfen ist ein Traum, den ich viele Jahre geträumt habe und der mit diesem Projekt mehr als in Erfüllung gegangen ist.« Und Christian Krauß, der kurz nach Bandgründung hinzustieß: »Als einer, dem ein wenig der Ruf eines Perfektionisten anhängt, bin ich in dieser Band immer wieder sprachlos. Unfassbar, wie hier der Spagat aus musikalischer Qualität und Pappnasen-Spaß-Alarm gelebt wird. « Noch ein O-Ton aus der Band, von Trommler Werner Fromm aus Langenselbold: »Die Erfüllung eines Herzenswunsches, die Verbindung von erstklassigem Chorgesang und superguter Rockmusik unter Freunden: Voice on the Rocks!«

Nicht zu vergessen: Der Kapellenleiter persönlich kümmert sich um die Homepage <%LINK auto="true" href="http://www.tom-pfeiffer-band.de" text="www.tom-pfeiffer-band.de" class="more"%> - und die lässt keine Wünsche offen.

Tom-Pfeiffer-Band live - Terminauswahl: 7. Aug. Stadtfest Linden, 14. Aug. Stadtfest Gießen, 31. Oktober »A Tribute to the 80s« erstmals zusammen mit »Schmied Loaf«, Bürgerhaus Lollar (Karten 0 64 06.7 29 70).

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