03. November 2008, 17:06 Uhr

Nach Einbrüchen Video-Überwachung am Oberhof

Linden (js). Das Großen-Lindener Wohngebiet Oberhof - vor den Toren der Stadt Gießen - ist von Wald umgeben und kann durchaus als attraktiv bezeichnet werden. Die Idylle ist jedoch in den vergangenen Monaten empfindlich gestört worden: Mehrmals haben sich Einbrecher die ehemalige Bergwerkssiedlung zum Ziel genommen - zuletzt am Mittwoch, 27. Oktober, zwischen 12 bis 17.30 Uhr.
03. November 2008, 17:06 Uhr
Mitten im Wald gelegen: das Lindener Wohngebiet Oberhof bei Gießen. (Foto: Geck)

Linden (js). Das Großen-Lindener Wohngebiet Oberhof - vor den Toren der Stadt Gießen - ist von Wald umgeben und kann durchaus als attraktiv bezeichnet werden. Die Idylle ist jedoch in den vergangenen Monaten empfindlich gestört worden: Mehrmals haben sich Einbrecher die ehemalige Bergwerkssiedlung zum Ziel genommen - zuletzt am Mittwoch, 27. Oktober, zwischen 12 bis 17.30 Uhr. Gestohlen wurde unter anderem eine Geldkassette. Jetzt hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, die weiteren Einbrüchen vorbeugen will. Dazu gehören beispielsweise die Videoüberwachung rund um die Uhr auf einigen Grundstücken, wie gestern Bernd Alexander - einer der Oberhof-Anwohner - berichtete.

»Wir wollen mit dem Ordnungsamt der Stadt Linden und der Gießener Polizei eng zusammenarbeiten«, kündigte er an. Dies sehe so aus, dass die Anwohner sich beraten lassen, wie man sich am besten von Einbrechern schützt. Zudem will die Interessengemeinschaft Schilder anfertigen lassen, »deren Text Diebe abschreckt«. Bernd Alexander geht davon aus, dass die Stadt Linden diese Schilder bezahlt.

Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz »kann die Sorgen der betroffenen Bürger verstehen.« In der Tat hätten sich am Oberhof die Diebstähle gehäuft, wobei die jeweiligen Täter sich zunutze gemacht hätten, dass die Häuser direkt an den Wald angrenzen. Dies mache es Langfingern einfach, wieder unerkannt zu flüchten. Die Stadt Linden werde die Vorbeugemaßnahmen der Lindener aus dem Oberhof selbstverständlich begleiten. In welcher Form dies geschehen kann, werde der Magistrat noch in dieser Woche besprechen.

Bernd Alexander möchte öffentlich nicht im Detail bekannt geben, wie sich die Anwohner vor weiteren Einbrüchen schützen wollen. Die Video-Überwachung rund um die Uhr stehe auf jeden Fall fest.

Einer der Oberhof-Bewohner werde sich extra einen Hund ins Haus holen, der anschlägt, wenn Unbefugte in das Gebäude eindringen wollen. »Unsere beiden Riesenschnauzer, die sozusagen fest zu unserer Familie gehören, melden sich sofort, wenn sich unserer Wohnung jemand nähert«, weiß Bernd Alexander über seine positiven Erfahrungen mit den treuen Vierbeinern zu berichten.

Auffällig sei, so Alexander, dass die Täter vorwiegend nach dem gleichen Muster vorgehen: Sie steigen - meistens in Abwesenheit der Hausbewohner - durch Kellerfenster in die Gebäude ein und verschwinden dann mit Schmuck oder Bargeld über die Terrassen.

Der Gießener Polizei-Pressesprecher Werner Tuchbreiter kündigte gestern an, dass man die Interessengemeinschaft durch Fachberatung unterstützen werde.

Kriminalhauptkommissar Dietmar Kromm sowie Kolleginnen und Kollegen informieren über die verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen auch mechanischer Art wie beispielsweise das optimale Verschließen von Haustüren. Im Übrigen sei es nur zu begrüßen, wenn sich Anwohner zusammenschließen und gemeinsam gegen Einbrüche vorgehen, wenn sie etwa in der Urlaubszeit auf die Häuser des jeweiligen Nachbarn aufpassen. Aus den Akten der Polizei gehen zwei Diebstähle und ein versuchter Einbruch im Gebiet Oberhof hervor, so Tuchbreiter.

Dies schließe jedoch nicht aus, dass es dort noch weitere Diebstähle gegeben hat. Laut Alexander sind es fünf bis sechs Einbrüche gewesen - und damit solle jetzt Schluss sein.

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