01. April 2016, 09:03 Uhr

Marga Kirsch: »Gute Seele« im Ruhestand

Linden (se). Die Volkshalle Leihgestern erhält ein anderes Gesicht. Dabei handelt es sich nicht um eine weitere Baumaßnahme der Stadt Linden, sondern um eine personelle Veränderung in der Verwaltung bzw. Betreuung dieser städtischen Einrichtung. Marga Kirsch, bislang Hausmeisterin der Volkshalle, wurde in den Ruhestand verabschiedet.
01. April 2016, 09:03 Uhr
Marga Kirsch (2. v. r.) wird in den Ruhestand verabschiedet. Danke und auf Wiedersehen sagen Monika Loubal (l.) im Namen der Belegschaft, die Personalratsvorsitzende Birgit Dilger-Becker sowie der Erste Stadtrat Norbert Arnold. (Foto: se)

Nach 23 Jahren im Dienst der Stadt Linden, davon mehr als 13 Jahre als Hausmeisterin in der Volkshalle, lässt Marga Kirsch das Berufsleben hinter sich und kann sich, wie der Erste Stadtrat Norbert Arnold bei der Verabschiedung gestern im Rathaus feststellte, ganz »ihrem Mann Hans-Jürgen« widmen. Die Wünsche überbrachte Arnold auch im Namen des verhinderten Bürgermeisters Jörg König. »Sie war Hausmeisterin und die gute Seele der Volkshalle«, erklärte der Erste Stadtrat weiter.

Arnold warf bei der Verabschiedung im Beisein von Mitarbeitern der Stadt Linden einen Blick auf den beruflichen und privaten Werdegang der frischgebackenen Ruheständlerin, die in Leihgestern geboren und auch zur Volksschule gegangen ist. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Verkäuferin trat Marga Kirsch am 1. April 1993 in die Dienste der Stadt Linden und übernahm am 1. November 2002 die Volkshalle als Hausmeisterin.

»Zuvor war ich zehn Jahre im Kindergarten Regenbogen tätig«, berichtete Marga Kirsch, ehe sie zur Volkshalle wechselte. Als Hausmeisterin muss sie über ein gewisses handwerkliches Geschick verfügen. Kein Problem für Marga Kirsch: »Die Kleinigkeiten habe ich selbst erledigt. Aber ich habe ja noch den Bauhof im Hintergrund ...« Zu den Vereinen, die die Volkshalle für ihre unterschiedlichen Veranstaltungen gebucht hatten, besaß die Hausmeisterin ein gutes Verhältnis. Besonders zu den Heimatvertriebenen, die in der Volkshalle ihren traditionellen Altvaterball ausrichten und im Januar »Lebewohl« zu Marga Kirsch sagten. »Ich wurde toll verabschiedet«, freut sie sich über die Art und Weise, wie sie von dieser Seite Anerkennung für ihre Arbeit erfahren hat. »Es ist ein Geben und Nehmen«, bezeichnet sie ihr Verhältnis zu den Vereinen, die die Halle in Anspruch nehmen.

Auch Personen des öffentlichen Lebens nutzen die Volkshalle für bestimmte Anlässe. So auch der ehemalige Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz, der hier seinen 60. Geburtstag feierte. »Ich habe drei Tage geschuftet«, erinnert sie sich, »und saß morgens ums fünf Uhr auf einer Treppe, um mich auszuruhen. Dann kam Dr. Lenz zu mir und hat mir einen Strauß Blumen in die Hand gedrückt.« Auch über diese Form der Anerkennung hat sich Marga Kirsch sehr gefreut.

Die Zeit nach dem Berufsleben will Marga Kirsch genießen, doch ob es auch ein Ruhestand wird, weiß sie noch nicht. Bei zwei Töchtern, einem Sohn sowie drei Enkeln werden ihre Dienste und die ihres Mannes im Bedarfsfall gern entgegengenommen. »Jetzt können wir machen, was wir wollen«, hofft Marga Kirsch aber dennoch. Und freut sich über zahlreiche erholsame Tage mit ihrem Mann und den beiden Hunden auf dem Campingplatz an der Ulmbachtalsperre bei Greifenstein.

Die Nachfolge von Marga Kirsch hat Eckhardt Hilberg angetreten, der ab heute als Hausmeister tätig ist.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Berufsleben
  • Jörg König
  • Linden
  • Linden-Leihgestern
  • Ruhestand
  • Services und Dienstleistungen
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos