19. Juli 2009, 22:20 Uhr

Lindener Spielleute holten in Kerkrade Silber

Linden (gbp). Am gestrigen Sonntag im niederländischen Kerkrade, »World Music Contest«, Punkt 12.12 Uhr: »Totale Stille - und dann bricht links die Hölle los!« So beschrieb einer der Akteure des Jugendmusikcorps (JMC) der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden den Moment, nachdem die 45 Musiker und Musikerinnen mit ihrem Einmarsch-Stück »American Spirit« den Rasen des Limburg-Parkstad-Stadions überquert und an der Startmarkierung am Anfang des Parcours angehalten hatten.
19. Juli 2009, 22:20 Uhr
Das Jugendmusikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden am gestrigen Sonntag beim »World Music Contest« im Limburg-Parkstad-Stadion in Kerkrade/Niederlande. Im Hintergrund »die weiße Wand«, die mitgereiste Anhängerschar der Kinder und Jugendlichen. (Fotos: gbp)

Linden (gbp). Am gestrigen Sonntag im niederländischen Kerkrade, »World Music Contest«, Punkt 12.12 Uhr: »Totale Stille - und dann bricht links die Hölle los!« So beschrieb einer der Akteure des Jugendmusikcorps (JMC) der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden den Moment, nachdem die 45 Musiker und Musikerinnen mit ihrem Einmarsch-Stück »American Spirit« den Rasen des Limburg-Parkstad-Stadions überquert und an der Startmarkierung am Anfang des Parcours angehalten hatten. Die »Hölle«, die »von links« losbricht, das war der Jubel aus dem »Fanblock« der über 260 heimischen Anhänger in weißen T-Shirts. Der erste der beiden großen »Gänsehautmomente« des Auftritts, da waren sich die Kinder und Jugendlichen einig. Der zweite folgte nach der zweiten Linkskurve im Parcours, als das JMC direkt auf die »weiße Wand« hinter dem großen Transparent mit der Aufschrift »Straight March«, dem Motto des Großen-Lindener Kerkrade-Projekts, zumarschierte. Am Ende errang das JMC 78,86 Punkte von 100, holte somit die Silbermedaille. Auch das ein Grund zum Feiern - am Abend nach der Heimkehr im »Goldenen Ritter«.

Ein schöner Lohn für die intensive Probenarbeit unter musikalischer Leitung von Alexander Mehl, der - wie ausführlich berichtet - bei den Marschproben vom Niederländer Peter Everts unterstützt worden war.

Das JMC absolvierte fünf Minuten lang den 350 Meter langen Parcours mit den Musikstücken »Arnhem« und »Our Banner«. Je drei Links- und Rechtskurven waren vorgeschrieben, bei denen man sich für sogenannte »Fächerschwenkungen« entschieden hatte, ebenso ein Richtungswechsel um 180 Grad, den das JMC als »American Counter« ausführte, einer Schwenkung in einer Art Halbkreis.

Drei Wertungsrichter, die die Band auf der Rasenfläche begleiten, bewerten sowohl die musikalische als auch die marschtechnische Leistung. Musikalisch konnte jeder Wertungsrichter jeweils 100 Punkte für technische und künstlerische Perfektion vergeben, ebenso 100 Punkte für die Marschperformance. Aus den maximal 900 Punkten aller drei Richter gemeinsam errechnet sich die Endpunktzahl, die so höchstens 100 beträgt. Bei 80 und mehr Punkten wird eine Goldmedaille zuerkannt.

Erschöpft und glücklich reiste das JMC nach der Siegerehrung nach Hause zurück, um im »Goldenen Ritter« in Großen-Linden mit allen zu feiern, die in Kerkrade und zuhause mitgefiebert und die Daumen gedrückt hatten.

Und jenseits aller Punkte und Medaillen zählt für die Jungen und Mädchen, was Musikcorpsvorsitzender Klaus Demuth in der eigens für Kerkrade angefertigten Broschüre formulierte: »Wenn ihr das einmal gespürt habt, dann habt ihr viel gewonnen: Kameradschaft, Zusammenhalt, Corpsgeist und ein Gemeinschaftserlebnis, das unvergesslich bleiben wird.«

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