15. Juli 2011, 18:15 Uhr

Linden: »Bin (nicht) im Garten« mit Flötenmusik

Linden (gbp). »Bin nicht im Garten« hatte die Großen-Lindenerin Gerlinde Ketter auf das Schild an ihrem Hofeingang in der Wilhelm-Leuschner-Straße geschrieben.
15. Juli 2011, 18:15 Uhr
In der Reihe »bin im Garten« musizierte die Gruppe »Orgel, Föten & Co.« - allerdings wegen des Regens nicht im Garten, sondern im evangelischen Gemeindezentrum. (Foto: gbp)

Da es in Strömen regnete, wurde die als Gartenkonzert geplante Veranstaltung der Reihe »bin im Garten«, zu der die evangelische Kirchengemeinde Großen-Linden an sechs Mittwochen einlädt, in das Gemeindehaus verlegt.

Rund 40 Menschen fanden sich dort ein, um den Flötenklängen der Gruppe »Orgel, Flöten & Co« zu lauschen und miteinander zu singen. Bereits im vergangenen Jahr war Petrus der Flötengruppe und ihrem Publikum nicht wohlgesonnen, ein Gewitter hatte dem »bin im Garten«-Konzert ein vorzeitiges Ende gesetzt. An dieses Konzert knüpften die sechs Flötistinnen nahtlos an und präsentierten, nach »Fanfare«, die drei Stücke, die den Zuhörern im Jahr zuvor entgangen waren: »Kommt ihr Gspielen«, »Drei schöne Dinge« und »An hellen Tagen«. Das Flötenkonzert im vergangenen Jahr hatte der Leihgesternerin Petra Breuer so gut gefallen, dass sie sich der Gruppe anschloss und nun mit Ute Fabel, Erika Junghans, Christiane Schulze-Velmede, Anja Steinbach und Elsbeth Weiß musiziert. Die Flötistinnen boten einen herzerfrischenden, bunten Melodienstrauß, und die Erläuterungen, mit denen Weiß über Instrumente, Musikstücke und Komponisten informierte, sorgten zudem dafür, dass das Publikum aufmerksam das aus drei Blöcken bestehende Konzert verfolgte. Einen besonderen Reiz erhielten die beiden Stücke »Aria« und »Balletto« durch jeweils zwei Interpretationen in unterschiedlicher Tonhöhe und Instrumentierung. Mit »Humorvolles und Nachdenkliches« war der zweite Block überschrieben, der sehr beschwingt mit »A Swinging Safari« begann.

Überaus unterhaltsam war das Stück »Die launige Forelle«, zehn kleinen musikalischen Parodien von Franz Schöggl nach Schuberts Kunstlied »Die Forelle«. Auch intonierten die Musikerinnen Volksweisen wie »Greensleeves«, das Frühlingsständchen, Andante und Menuett von Bach; Schulze-Velmede trug ein Lied gesanglich vor. Der dritte Block war Tänzen gewidmet: Ungarische Tänzen aus dem 17. Jahrhundert, einer Gavotte von Samuel Wesley und »Kleine Suite II nach alpenländischen Volksweisen«. Eingerahmt waren die Flötenblöcke in Geschichten und Gedichte, und unter Anleitung von Weiß sangen die Zuhörer selbst mehrere Kanons, darunter »Es tönen die Lieder« und »C-A-F-F-E-E«.

Mit dem gemeinsamen Schlusslied »Der Mond ist aufgegangen« klang das Konzert aus. Die nächste Veranstaltung in der Reihe »bin im Garten« findet am kommenden Mittwoch statt und steht unter dem Motto »Weil's einfach Spaß macht...". Ab 19.30 Uhr werden im Garten von Marianne Reitz im Eichendorffring 18 alte und neue Gesellschaftspiele gespielt.



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