17. Oktober 2008, 20:00 Uhr

Apfelsaft »made in Linden«

Linden (bf). Insgesamt 225 Liter Apfelsaft wurden am Freitag vom Lindener Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz an die vier Kindergärten und drei Schulen in Linden verteilt.
17. Oktober 2008, 20:00 Uhr
Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz verteilte Apfelsaft, der aus den Früchten Lindener Streuobstwiesen gekeltert wurde, an Kindergärten und Schulen.

Linden (bf). Insgesamt 225 Liter Apfelsaft wurden am Freitag vom Lindener Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz an die vier Kindergärten und drei Schulen in Linden verteilt. Eine Gruppe von fünf bis zehn Freiwilligen, die aus der »Lokalen Agenda« hervorgegangen war, hatte unter der Leitung von Förster Jörg Sennstock knapp sieben Zentner Äpfel von den städtischen Streuobstwiesen gelesen und zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein gekeltert. Die Produktionskosten für die Fünf-Liter-Gebinde wurden von der Stadt getragen.

Bürgermeister Lenz erklärte, die Aktion solle ein besseres Bewusstsein der Kinder für die Natur schaffen und gleichzeitig die Identifikation mit der Region stärken. Außerdem sei die Verteilung des Apfelsaftes ein Anreiz für die Kinder, sich gesund zu ernähren. Er betonte, dass man in Linden eine der größten Streuobstflächen in ganz Hessen habe und somit eine Vielzahl von Apfelsorten verarbeitet werden konnten. Die Größe der Streuobstfläche berge aber auch Probleme, so Lenz. Viele Bäume, die sich in Privatbesitz befinden, würden in der Pflege vernachlässigt oder hingen zu voll, was in diesem Jahr schon vermehrt zu Bruchschäden geführt habe. Sein Rat an alle Apfelbaumbesitzer: »Ein guter Schnitt bringt bessere Qualität.«

Sennstock berichtete, dass der Einsatz der »mobilen Kelter« ein großer Erfolg gewesen sei. Nach dem zweitägigen »Probelauf« wolle man im nächsten Jahr drei Tage für die Kelter veranschlagen, so dass auch die frühen Äpfel verarbeitet werden können. Sennstocks Assistent, Reinhard Ackermann, kündigte an, dass man im kommenden Jahr die Kindergärten und Schulen in die Apfellese stärker einbinden wolle, um den Kindern so praktisches Wissen über die Natur zu vermitteln. »Viele wissen gar nicht welche Apfelsorten es hier überhaupt gibt«, erklärte Ackermann, der auch den hohen, natürlichen Zuckergehalt erwähnte. Deswegen gelinge auch der »Streuobstwiesen-Apfelbrand«besonders gut. Bürgermeister Lenz nimmt das hochprozentige Erzeugnis gerne als Gastgeschenk in die Partnergemeinden mit. »Allerdings muss ich da manchmal aufpassen, wem ich das geben kann«, sagte er augenzwinkernd. (Foto: bf)

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