17. März 2014, 18:33 Uhr

Viel Applaus für Semi-Oper King Arthur in Lich

Lich (nab). Voll besetzt waren die Kirchenbänke am Samstagabend in der Marienstiftskirche, als König Arthur (auch Artus) mit seinem Gefolge Einzug in das alte Gemäuer hielt.
17. März 2014, 18:33 Uhr
In der Marienstiftskirche wurde die Semi-Oper King Arthur aufgeführt. (Foto: nab)

Das Flötenensemble der Musikschule Lich führte anlässlich der zwölften Licher Kulturtage zusammen mit der freien Ritterschaft Münzenberg und der Tanzgruppe »stante pede« die Semi-Oper King Arthur von Henry Purcell (1658-1695) auf, bei der die Hälfte aus gesprochenem Text besteht und die Hauptfiguren nicht singen, sondern Sprechrollen haben.

Nach der Eröffnung mit einer »Chaconne«, einem Volkstanz, illustrierten die Ensembles in fünf Akten unter der Leitung von Ingrid Gardlowski-Wach, wie König Arthur (Thomas Magiera von Dungen) gegen Sachsenkönig Oswald von Kent (Eugen Wolf) in die Schlacht zieht und seinen Widersacher besiegt. Mit seinen Rittern und dem Volk feiert der König ein Fest, begleitet von mittelalterlicher Musik, einem Daverttanz und Tourdion. Doch Oswald von Kent zieht zum unbewachten Schloss und entführt Königin Guinerva (Sina von Dungen) in seine Burg. Dort wendet sich sein eigener Magier Osmond (Frank Wölfinger) gegen ihn, der Guinerva in den Burgturm sperrt. Mit Hilfe von Merlin (Chris Starck) gelangen Arthur und seine Ritter, darunter Lancelot (Tim van Slobbe), zu der Burg und befreien Guinerva. Im letzten Akt feiern König und Königin angesichts ihrer Wiedervereinigung auf Camelot zusammen mit dem Hofstaat und dem einfachen Volk ein rauschendes Fest. Anke Dewald (Sopran) und Reinhard Weber (Tenor) mit ihrem ausdrucksstarken Gesang wie beispielsweise bei »How happy the lover« entführten in vergangene Jahrhunderte. Maximilian von Dransfeld (Alexander von Fassl) erläuterte den Besuchern, was in den jeweiligen Akten passierte, danach wechselte szenische Darstellung und Musik jeweils ab.

Dabei zeigte das Musikschulensemble mit Sopranblockflöte (Simona van Slobbe), Altblockflöte (Ingrid Gardlowski-Wach, Anke Kleffmann), Tenorblockflöte (Corinna Gans, Marion Schlosser) und Bassblockflöte (Christine Geitl, Margarete Reinhard) wie vielfältig ihr Repertoire ist. Markus und Patrick Wach ergänzten mit Trommel, Schellen, Laute und Zister die Musik.

Für das richtige Mittelalter-Flair sorgte auch die Tanzgruppe »stante pede« aus Friedrichsdorf, die aus Tanzmeisterin Almut Friedrich, Dagmar Cezanne, Jörg-Peter Friedrich, Kathleen Hacker, Elke Hofmann, Barbara Millner, Gabi Golinkski-Wöhler, Annette Hannappel, Gernot Kaspar und Jasmin Weiß besteht.

Darüberhinaus waren Liisa Inkinen und Bernd Peppler mit Uhu Ukko und Wüstenbussard Pekko zu Gast. Insgesamt eine runde Sache, von der man gerne mehr sehen möchte.Viel Applaus war deshalb für die Akteure selbstverständlich.

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