02. Juli 2015, 09:53 Uhr

Verträge fürs Kino Traumstern unter Dach und Fach

Lich (us). Vor bald 20 Jahren hat die Licher Brauerei das Licher Kinogebäude gekauft, gestern gab das Unternehmen die Immobilie wieder ab. Neue Eigentümerin ist die Stadt Lich.
02. Juli 2015, 09:53 Uhr
»Alle, die unterschrieben haben, sind sehr zufrieden«, sagt Rainer Noll (rechts), der Geschäftsführer der Licher Brauerei. Mit Sabine Wagner vom Vorstand der Kulturgenossenschaft und Bürgermeister Bernd Klein präsentiert er die Verträge, die die Zukunft des soziokulturellen Zentrums rund ums »Traumstern« sichern sollen. (Foto: us)

Sie erwirbt das Ensemble mit Kino, Gaststätte und Wohnhaus für 420 000 Euro und vermietet es an die Licher Kulturgenossenschaft. Diese hat dann nach 20 Jahren die Option, das Gebäude zu übernehmen.

Mit der Unterzeichnung der Verträge ging nach drei Jahren ein Prozess zu Ende, der einem großen Ziel dient: dem Erhalt des soziokulturellen Zentrums, dessen Aushängeschild das Kino Traumstern ist.

Mit dem Erwerb der Immobilie in der Gießener Straße will die Stadt der Kulturgenossenschaft den Rücken freihalten für notwendige Investitionen in das renovierungsbedürftige Gebäude. Hätte die Genossenschaft die Liegenschaft selbst kaufen müssen, wäre ihr finanzieller Spielraum für die Sanierung stark eingeschränkt gewesen. Die Stadt selbst finanziert den Kauf durch ein Darlehen, die Kosten trägt die Genossenschaft.

Bürgermeister Bernd Klein, der sich mit der Idee für diese Konstruktion in die Verhandlungen zwischen Genossenschaft und Brauerei eingeschaltet hatte, sprach von einem der wichtigsten Projekte der vergangenen Jahre. »Wir setzen Akzente für das kulturelle Leben nicht nur in Lich, sondern der ganzen Region.« Die nun unterzeichneten Verträge zeugten von einem fairen Interessensausgleich zwischen Brauerei, Stadt und Kulturgenossenschaft. Kleins Dank galt den Vertragspartnern, die diese Lösung möglich gemacht haben, und den städtischen Gremien dafür, »dass sie diesen Königsweg mitgehen.« Brauerei-Geschäftsführer Rainer Noll warf einen kurzen Blick zurück. 1996 hatte »Licher« die »Traumstern«-Immobilie erworben, um die Zukunft des Filmtheaters zu sichern. Als in der Region verankertes Unternehmen werde die Brauerei der Kultur auch weiterhin als Partner zur Seite stehen. »Wir führen fort, was wir vor 20 Jahren begonnen haben.«

Von einer ebenso innovativen wie charmanten Lösung sprach Michael Pieck, der Aufsichtsratsvorsitzende der Licher Kulturgenossenschaft. Vorstandsmitglied Sabine Wagner freute sich, dass der Vertragsabschluss nach dreijähriger Vorbereitungsphase nun perfekt ist. »Wir sind froh, dass wir nun mit der eigentlichen Arbeit beginnen können.« Die To-do-Liste ist lang und umfasst unter anderem die energetische Sanierung. Aktuell hat die Kulturgenossenschaft 239 Mitglieder. Weitere sind willkommen. Infos unter: www.kulturgenossenschaft.de

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