05. April 2013, 19:08 Uhr

Schnitzerei als Hinweis aufs Maislabyrinth in Eberstadt

Lich (dv).Wenn am 14. Juli das Maislabyrinth in Eberstadt um 10 Uhr eröffnet wird, empfängt ein drei Meter hoher künstlerisch gestalteter Maiskolben die Besucher. Vor einem Jahr hat der Sturm einen Baum am Lindenhof der Familie Weisel »Am Stock« in Eberstadt abgeknickt. Ein Stumpf des Ahornbaumes blieb stehen und es kam der Gedanke auf, diesen künstlerisch zu gestalten. Und weil die Weisels regelmäßig ein Maislabyrinth gestalten, lag ein Maiskolben nahe.
05. April 2013, 19:08 Uhr
Kettensägenschnitzer Gerd Rehberg aus Albach hat auf dem Aussiedlerhof der Familie Weisel in Eberstadt (Am Stock) einen abgeknickten Ahornstamm als Maiskolben gestaltet. Die hölzerne Skulptur weist als Blickfang auf das Maislabyrinth hin, das am 14. Juli eröffnet wird. (Foto: dv)

So nahm Volker Weisel Kontakt zu Gerhard Rehberg auf. Der Albacher formt Holz mit der Kettensäge zu Skulpturen aller Art.

Nach einem Unfall konnte Rehberg seinen Beruf als Lehrer für Deutsch und Sport nicht mehr ausüben. So begann er, sein gestalterisches Geschick zu nutzen. Inzwischen hat er wohl über 200 Skulpturen in unterschiedlicher Größe geschaffen, meist als Auftragsarbeiten wie in Eberstadt.

Der Ahornstamm wurde in drei Metern Höhe abgesägt und Rehberg machte sich an die Arbeit. Die Kettensäge ist sein einziges Handwerkszeug. Und doch ist jedes Maiskorn am hölzernen Kolben zu sehen. Besonders gern arbeitet Rehberg mit Holz vom Mammutbaum. Durch die wechselnde Holzfärbung entstehen ganz besondere Nuancen.

Wenn am Sonntag 14. Juli das Maislabyrinth eröffnet wird, sollen auf 40 000 Quadratmetern Fläche wieder eine Million Pflanzen wachsen, die von einem 2,8 Kilometer langen Wegenetz durchzogen sind. In der Mitte steht dann ein fünf Meter hoher Aussichtsturm, der den Blick 120 Kilometer weit schweifen lässt, vom Vogelsberg bis zum Taunus. Nach Kenntnis der Weisels ist es wohl nach wie vor das größte Labyrinth in Hessen, 2003 erhielt die Familie vom Deutschen Maiskomitee den bundesweit 2. Platz zuerkannt.

Zur Eröffnung spielt nach einem Scheunengottesdienst ab Mittag das Blasorchester Eberstadt, ab 12 Uhr tritt für die Jüngsten alle zwei Stunden Zauberclown Arturo auf. Rund um das Labyrinth werden allerhand Stände aufgebaut sein, zudem gibt es diverse Unterhaltungsangebote für die Kinder. Planwagenfahrten führen in die Umgebung, Schautafeln vermitteln allerhand Wissenswertes über Mais und Landwirtschaft. Fürs leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Dienstags bis sonntags wird das Labyrinth von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet sein, nicht nur für Familien und Einzelpersonen, sondern auch für Gruppen, Ausflüge oder auch Kindergeburtstag. Mehr Informationen und Anfragen unter www.irren-im-mais.de .

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