Lich

Lich: Zuhörer hatten Freude an Beiträgen der jungen Talente

Lich (mlu). Nicht mehr lang, dann beginnt die Weihnachtszeit und mit ihr eine große Konzertdichte. Für die Licher Musikschule ein Grund, dieses Jahr anstelle des Weihnachtskonzertes ein »Jahreskonzert« zu spielen.
07. November 2011, 17:13 Uhr
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Das Geigenensemble von Robert Varady trug zum feinen Programmreigen bei. (Foto: mlu)

Dies, noch ehe ab dem ersten Advent allenthalben Jingle Bells und Stille Nacht zu hören sein wird. Die Stühle im Kulturzentrum Bezalel reichten nicht aus, als am Samstag kleine und große Künstler der Musikschule zeigen durften, was sie im Laufe des vergangenen Jahres gelernt haben.

Den Auftakt machte das Schlagzeug-
ensemble von Andreas Kühr, diesmal jedoch mit einer Nummer, bei der nicht Instrumente, sondern lediglich die eigenen Körper als Klangobjekt dienten, Percussion a capella sozusagen – eine Premiere. Der junge Pianist Josua Velten interpretierte anschließend »Der Kampf« aus Peter Tschaikowskis Bearbeitung von E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen »Nussknacker und Mäusekönig«, ehe das Geigenensemble von Robert Varady die Violinsaiten mit dem Bogen streichelte – die Arie aus J. S. Bachs Bauernkantate kam hier mitunter zu Gehör.

Vielfältig war wie stets das Programm, in dem die Musikalität der Jugendlichen zum Ausdruck kam, sich mithin das breite Angebotsspektrum der Licher Musikschule widerspiegelte. Mit einem Soloauftritt überzeugte erstmals vor großem Publikum Julia Kural, die »Replay« von Iyaz sang, wobei sie sich selbst auf der Gitarre begleitet. Auch Christian Huhn zeigte sein Können als Gitarrist, als er den Metallica-Klassiker »Nothing else Matters« spielte.

Frank Kleffmann hingegen trug eine Eigenkomposition auf dem Klavier vor. Flöten aller Couleur schienen den Darbietungen von »Air« (H. Purcell) und »Dream« (B. Bryant) gerade angemessen. Nicht fehlen durfte die Baglama-Gruppe von Ali Arslan, in der die Schüler lernen, wie man die türkische Laute zupft. Mit von der Partie freilich auch wieder der Chor der »Songlines« von Peter Damm. Aufhorchen ließen am Klavier nicht zuletzt Natascha und Leonhard Janho, die mit dem »Tanz der Zuckerfee« von Tschaikowski auftrumpften, besonders aber das Tastentalent Dominik Kramer – Rachmaninoffs »Präludium in g-Moll« hatte er sich diesmal vorgenommen und wer ihn schon gehört hat, den überraschte nicht, dass er es mit Bravour meisterte. Ihrem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend taten das aber alle Schüler, die an diesem Nachmittag auftreten durften – leider betraf das nicht alle, wie Musikschulleiter Thomas Woitscheck bekannte, »es sind einfach zu viele. Sie werden aber ein anderes Mal zum Zuge kommen.« Einen besonderen Gruß richtete Woitscheck an Thorsten Noll, den neuen Vorsitzenden des Trägervereins der Musikschule.

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