08. Juni 2009, 18:02 Uhr

Güttlers Arnsburger Anziehungskraft ungebrochen

Lich (ang). »Der absolute musikalische Höhepunkt in jedem Jahr!«, meinte Schirmherr Rüdiger Veit am Sonntag zum Konzert mit Weltklasse-Klassiktrompeter Ludwig Güttler und dem Leipziger Bach-Collegium, das - wie bereits gestern mit Bild berichtet - deutlich über 500 Zuschauer und vor allem Zuhörer nach Kloster Arnsburg gelockt hatte.
08. Juni 2009, 18:02 Uhr
Ludwig Güttler und Geiger Roland Straumer (Foto: ang)

Lich (ang). »Der absolute musikalische Höhepunkt in jedem Jahr!«, meinte Schirmherr Rüdiger Veit am Sonntag zum Konzert mit Weltklasse-Klassiktrompeter Ludwig Güttler und dem Leipziger Bach-Collegium, das - wie bereits gestern mit Bild berichtet - deutlich über 500 Zuschauer und vor allem Zuhörer nach Kloster Arnsburg gelockt hatte. Bereits zum 15. Male war der Ausnahmemusiker zu Gast in der Region. Bei den bisherigen Auftritten war der Erlös stets auch dem Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche zugute gekommen. In diesem Jahr wurde für die Erhaltung der oberhessischen Klosterruine musiziert.

Statt im Ambiente der Kirchenruine musste die Veranstaltung witterungsbedingt im Dormitorium stattfinden. Neben Güttler auf Trompete und Corno da caccia, einem kleinen Jagdhorn, brillierten Karl-Heinz Passin mit der Flöte, Bernd Schober mit der Oboe, Roland Straumer auf der Violine, Tom Höhnerbach auf dem Violoncello, Hans-Jürgen Schmidt mit dem Kontrabass und Friedrich Kircheis am Cembalo.

Die Musiker, allesamt internationale Preisträger, sind bestrebt, sich mit heute gebräuchlichen Instrumenten der historischen Spielweise zu nähern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des großen deutschen Barockmeisters Johann-Sebastian Bach. 550 Gästen zeigte das Ensemble, was mit der »Freiheit des spielenden Geistes« in der Barockzeit gemeint war.

Gleich zu Beginn des Konzertes erfüllte der im erzgebirgischen Sosa geborene Trompeter den einstigen Zisterzienser-Schlafsaal mit festlichenn obertonreichen Klängen voller barocker Schnörkel. Mit dem Londoner Komponisten William Corbett bekam der Beginn der Reise durch die erste Hälfte des 18. Jahrhundert eine majestätisch-englische Färbung. Spielerisch, mal lieblich und mal festlich, warfen sich Violine und Flöte die Melodien in Telemanns Concerto in A-Dur für Flöte, Violine und Basso continuo zu. Begleitet von einem fließenden Bass schienen Flöte und Violine selbst in den Passagen des Presto-Satzes federleicht zu schweben. Die barocke Reise führte nach Italien. Venezianischen Charme und Leichtigkeit übertrug das Bach-Collegium auf sein Publikum. Und es schien, als ob ein Hauch des Frühlings aus den »Vier Jahreszeiten«im ersten Concertosatz zu hören war. Johann Joachim Quantz, dessen c-moll Sonate erklang, forderte von Flöte und Oboe ein weiteres Mal große Virtuosität.

Zum Finale präsentierten alle Musiker des Collegiums ein C-Dur-Konzert von Tommaso Albinoni. Majestätisch beendeten die Musiker ihr Spiel. Das Publikum belohnte sie mit frenetischem Applaus und ließ sie nicht ohne weitere Kostproben ihres Könnens von der Arnsburger Bühne.

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