07. August 2008, 18:06 Uhr

Da kommt die Beckenbauer-Stiftung nicht mit...

Lich (mö). Das größte Lob des Abends kam von Manfred Lautenschläger, Mitbegründer des deutschen Finanzdienstleistungsunternehmens MLP. Er sei zuletzt bei einer großen Charity der Beckenbauer-Stiftung Gast gewesen und habe über das riesige Medienaufgebot gestaunt.
07. August 2008, 18:06 Uhr
Welch ein Tag: Gerhard Becker verkündet die erste Viertelmillion der Jubiläumstour. Im Hintergrund Spender und prominente Gäste. (Foto: mö)

Dagegen wirke die »Tour der Hoffnung« vergleichsweise im Stillen, habe aber in ihrer 25-jährigen Geschichte rund das Zehnfache an Spenden erlöst. »Es ist unglaublich, was Ihr auf die Beine gestellt habt«, lobte der Unternehmer das Organisationsteam um Gerhard Becker und Volker Klein.

Ein bisschen unglaublich war auch die Bilanz, die Becker am Ende des traditionellen Eröffnungsabends auf dem Gelände des Licher Golfclubs vorlegte. Rund eine Viertelmillion Euro waren am Auftakttag zwischen Gießen und Lich zusammengeradelt worden, wobei das furiose Spendenfinale dann am Abend auf der Terrasse des Golfclubs über die Bühne ging. Ein Spenden-Emissär nach dem anderen trat auf. MLP-Chef Lautenschläger sagte 35 000 Euro als Erlös aus einer Rennradveranstaltung zu, 25000 Euro übergab Frieder Wolf für die Mitarbeiter der Stadt Köln, 25 000 Euro die Kinderhilfsaktion »Bärenherz« aus Wiesbaden, 30 000 Euro kamen von der »Aktion in Marburg«, 9500 Euro hatten die Axa-Regionaldirektoren Jürgen Meier und Markus Wack mitgebracht, erlöst bei einem Golfturnier in Winnerod, 6000 Euro steuerte das Unternehmen Metallbau Hoese bei, 7000 Euro die »kleine Tour der Hoffnung« aus Dieburg, 5000 Euro erzielten im wahrsten Sinne des Wortes die Schützen um Mitradler Klaus Gruner, knapp 4000 Euro kamen vom Licher Golfclub selbst, spontane 1500 vom Gießener Unternehmen Cursor. Und schließlich war da noch Hans Wilhelm Gäb, bekannt als Opel-Manager und amtierender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe. Gekommen war er aber gemeinsam mit Horst Borghs als Vertreter de«r Kinderhilfe Organtransplantation e.V. aus Köln. Beide hatten 40 000 Euro für die »Tour der Hoffnung« mitgebracht.

Leider, bedauerte Gäb, konzentrierten sich die Medien auf die Exzesse im Hochleistungssport, die »Tour der Hoffnung« dagegen sei eine Sache, wo »Fairplay und das Miteinander noch zählen«. Zuvor hatte Hessens Innen- und Sportminister Volker Bouffier den »überragenden Zweck« der Veranstaltung gewürdigt und namentlich den Organisatoren sowie den am Mittwoch auf der 40 Kilometer langen Strecke eingesetzten Polizeibeamten gedankt.

Dank wurde auch Gießens Stadtkämmerer Dr. Volker Kölb zuteil, dessen Mitarbeiter die Spenden seit vielen Jahren treuhänderisch verwalten. Das Geld könnte eine notleidende Stadt wie Gießen gut brauchen, scherzte Kölb, aber selbstverständlich würden die Spenden zweckgemäß verwaltet und am Jahresende an die Begünstigten ausgezahlt. Dazu zählen in diesem Jahr sieben Kinderkliniken und Selbsthilfevereine, darunter das onkogenetische Labor des Uniklinikums Gießen sowie die Marburger Kinderklinik.



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