07. Januar 2014, 16:48 Uhr

Viel Lob für Laubacher Stadtältesten Michael Sussmann

Laubach (bcf). Michael Sussmann erhielt im vergangenen Jahr vom Parlament den Ehrentitel »Stadtältester«. Nun wurde in einer Feierstunde auf seine Verdienste bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Kommunalpolitik hingewiesen.
07. Januar 2014, 16:48 Uhr
Von links: Günther Semmler, Christa Bachmann, Erwin Bachmann, Dirk Oßwald, Sigrid Sussmann, Bürgermeister Peter Klug, André Sussmann, Michael Sussmann, Joachim M. Kühn, Heinz Galonska und Josef Neuhäuser. (Foto: pm)

Im Rahmen einer Feierstunde mit Bürgermeister Peter Klug, dem Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn sowie Wegbegleitern, Freunden und Familie wurde nun auf die Verdienste Sussmanns hingewiesen, der sich jahrelang unter anderem in der Freiwilligen Feuerwehr und als Kommunalpolitiker der Freien Wähler für Laubach engagiert hat.

»Nach mehr als 21-jähriger Tätigkeit in städtischen Ehrenämtern und als Stadtbrandinspektor, in der du zahlreiche Initiativen angestoßen und auch durchgesetzt hast, scheidest du nun aus. Ich hätte mir das anders gewünscht«, so der Bürgermeister. »Zum Wohle der Stadt« habe Sussmann stets gewirkt und sich auch »kritische Anmerkungen nicht verbieten lassen«, was ihm die Achtung der Bürger eingebracht habe. Klug dankte auch Sussmanns Familie.

»Haben Politik umgekrempelt«

Kühn dankte Sussmann »für alles, was du in Laubach getan hast«, und beschrieb ihn als jemanden, der »Positionen bezogen hat, die nicht alle geteilt haben« und als »Salz in der Suppe« der Laubacher Kommunalpolitik. Selbst wenn jetzt ein Kapitel endet, so werde »die Beziehung sicher auf anderen Ebenen fortgesetzt«, so Kühn.

»Wir haben die Politik in Laubach umgekrempelt«, zog Sussmann Bilanz. In Laufe der vergangenen fünf Jahre allerdings habe ihm das ehrenamtliche Engagement »zunehmend Probleme bereitet«, wobei die Diskussion um den Kommandowagen auch persönliche Verletzungen nach sich gezogen habe. »Manchen Parlamentariern fehlt einfach die Wertschätzung für diesen bedeutenden gesellschaftlichen Bereich – das ärgert mich«, kritisierte Sussmann. Schließlich habe im Herbst 2012 auch sein Arzt »Einhalt geboten« und dringend geraten, es langsamer angehen zu lassen. Die letztliche Entscheidung, sich aus dem politischen Leben und als SBI zurückzuziehen, »wurde mir von anderen abgenommen«, so Sussmann weiter. Er versicherte, dass er »am Ball bleiben« werde, und dankte Freunden, Familien und Wegbegleitern für die Unterstützung.

Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald erinnerte an seine erste Begegnung mit Sussmann 1981, als dieser – damals Jugendfeuerwehrwart – mit einem Lkw am elterlichen Haus hielt und sagte: »Du kriegst jetzt eine Uniform und kommst zu uns.«

Sussmann hinterlasse »eine Lücke im Stadtparlament«, äußerte sich Christa Bachmann. Günther Semmler hob hervor, dass Sussmann für die Freien Wähler in der Kernstadt viele Wählerstimmen auf sich gezogen habe. »Du hältst Linie und es geht Dir immer um die Sache«, lobte Semmler, der ankündigte nachzuziehen, »wenn ich die
30 Jahre voll habe«. Das werde im April 2015 der Fall sein und beziehe sich auf seine Arbeit im Stradtparlament, sagte Semmler auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. Heinz Galonska schließlich äußerte, dass »er die Zeit nicht missen« möchte und wünschte sich: »Bleib, wie Du bist«. Und auch Josef Neuhäuser beschrieb, wie sich aus politischer Zusammenarbeit Freundschaft mit Sussmann entwickelte, die noch heute Bestand habe.

Sussmanns kommunalpolitisches Engagement begann 1989 mit einem Stadtverordnetenmandat, das er bis Ende 2012 innehatte. Von 1989 bis 2008 war er Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, von 2001 bis 2006 dessen Vorsitzender. Von 2001 bis 2003 gehörte er dem Ortsbeirat Laubach an. Bei der Feuerwehr engagierte sich Sussmann ebenfalls intensiv: Von 1983 bis 1985 stellvertretender Wehrführer der Kernstadt, von 1992 bis 2004 Wehrführer und von 1990 bis 2003 stellvertretender Stadtbrandinspektor sowie schließlich seit 2003 Stadtbrandinspektor. 1997 erhielt er das silberne und 2012 das goldene Brandschutzehrenzeichen des Landes verliehen; eine weitere Auszeichnung war 2011 der Landesehrenbrief.

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