01. April 2013, 09:48 Uhr

Laubach: Schwarzwild bedarf weiter intensiver Bejagung

Laubach (tie). Wie bei der Jahreshauptversammlung der Hegegemeinschaft Laubach deutlich wurde, bedarf es auch weiterhin einer intensiven Bejagung des Schwarzwildes. Dies trotz einer im Vorjahr um 147 auf 574 erhöhten Abschussrate.
01. April 2013, 09:48 Uhr
Nicht nur in Laubach ein Problem: Die Wildschwein-Population wächst. (Foto: dpa)

Vorsitzender Werner Wirth berichtete ging in seinem Rückblick zunächst auf das Vergleichsschießen der Hegegemeinschaften ein, zu dem die Laubacher wieder eine Mannschaft entsenden sollten. Wie er weiter ausführte, nahmen zwölf Mitglieder an den Schießterminen in Münchholzhausen teil.

Im Vorjahr genehmigte Beteiligung an der Vertiefung und Erweiterung eines Flachwasserteichs im Revier Lauter wurde mittlerweile ausgeführt. Von der Möglichkeit, Saatgutzuschüsse der Hegemeinschaft zu bekommen, hatten einige Revierinhaber Gebrauch gemacht.

Als Rehwildsachkundiger berichtete Wirth bei der Jagdbeiratssitzung über die Übererfüllung des von der Unteren Jagdbehörde festgelegten Solls von 549 Stück Rehwild: Tatsächlich hatte man 576 erlegt. Die Rehwildabschlussplanung für die nächsten drei Jahre sieht ein Plus von 37 Stück vor, um die Verbissschäden weiter zu verringern.

Beim Schwarzwild – hier stieg das Abschusssoll gegenüber dem Vorjahr um 147 auf 574 Stück – bedürfe es einer weiteren intensiven Bejagung, wobei die von den Jagdpächtern gezahlten Wildschäden von knapp 20 000 Euro »schon genug Motivation sind«, wie Wirth meinte. Beim Haar- und Federwild fiel besonders die hohe Strecke von 411 Waschbären auf, bei den Füchsen gab es mit 279 Stück nur einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Weiter kamen noch 54 Dachse, 58 Ringeltauben, 35 Stockenten, 102 Rabenkrähen und 68 Elstern zur Strecke.

Die bei der Polizei eingehenden Mitteilungen über Wildunfälle wurden in der Versammlung mit Polizeioberkommissar Dietz diskutiert. Für die Polizei ist es aufgrund fehlender oder ungenauer Revierkarten nicht immer möglich, den Jagdausübungsberechtigten zu informieren. Weitere Gespräche sollen eine bessere und schnellere Zuordnung mit Hilfe der Digitaltechnik erreichen.

Die vom Vorstand angekauften 20 Vogelnistkästen wurden von den Jägern gegen einen Unkostenbeitrag übernommen, um damit weitere Brutmöglichkeiten im Wald zu schaffen. Wirt wies weiter darauf hin, dass die hohe Waschbärpopulation und der angestiegene Elsternbestand heimische Vogelarten stark dezimieren und man mit den Brutstätten eine »kleine Hilfe für die gefiederten Freunde« bieten wolle.

Anschließend berichtete Rechnerin Elvira Pesch über eine solide finanzielle Basis der Hegegemeinschaft, die auch der Prüfer Jan Andres bestätigte – ebenso wie die Versammlung, die einstimmig die Entlastung beschloss. Schließlich lud Wirth alle Mitglieder herzlich zum Hessischen Jägertag ein. Besonderer Höhepunkt ist der »Grüne Abend« am 24. Mai, Beginn um 18 Uhr im Gewölbekeller des Laubacher Schlosses (Kartenbestellungen bei Werner Wirth unter Tel. 06405-1553).

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