14. Mai 2013, 13:38 Uhr

Kritik an »Reihenschaltung« von Blitzern in Laubach

Laubach (pm). Vor dem Ortsbeirat Laubach hat Ortsvorsteher Kircher die Praxis der Ordnungsbehörden kritisiert, hinter stationären Geschwindigkeitsmessgeräten mobile Blitzer aufzustellen. Dies rufe den Eindruck von »Abzocke« hervor. Die Zeit sollte besser für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs in der Innenstadt genutzt werden.
14. Mai 2013, 13:38 Uhr
Und der dritte folgt sogleich: Nach der Kernstadt und Wetterfeld (Foto) hat Laubach unterdessen auch in Münster ein stationäres Tempomessgerät installieren lassen. (Archiv-Foto: mlu)

Stellvertretender Ortsvorsteher Günter Haas berichtete dem Gremium sodann von einer Befahrung des Panoramawegs durch ihn, Ortsvorsteher Helmut Kircher und Markus Stiehl vom Kultur- und Tourismusbüro. Dabei wurde festgestellt, dass die Beschilderung nur noch in Teilen vorhanden ist; dank Unterstützung der Sparkasse Laubach-Hungen aber seien neue Markierungen und Schilder in Vorbereitung.

Kircher wiederum gab Erläuterungen zur Pflanzaktion des Bauhofs auf dem Friedhof. Bäume und Buchsbaumhecken sollen hier zur Verschönerung des Areals bzw. zur optischen Begrenzung des anonymen Gräberfelds beitragen. Finanziert wurden die Pflanzen aus dem Ortsbeirats-Budget. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt, so weiter der Ortsvorsteher, stünden zur attraktiveren Gestaltung des Schlosspark keine Mittel bereit. Weswegen auch der von Celina Gräfin zu Solms-Laubach angeregte Plan zur Umgestaltung des Parks zurückgestellt worden sei.

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, habe Kircher moniert, dass aus gleichen Gründen keine Poller an den Haupteingängen des Parks aufgestellt werden könnten, um ein unberechtigtes Befahren, vor allem nachts, zu verhindern. Im Ergebnis einer Diskussion wurde eine einheitliche Beschilderung angeregt, die das Radfahren in dem von der Stadt angepachteten Schlosspark klar erlaubt oder verbietet.

Haas richtete eine Anfrage an die Verwaltung, ob der alte Bahnkörper zwischen Bahnhof und Hungener Straße aufs Niveau der heutigen Friedhofszufahrt verfüllt werden könnte, ohne dass es Einwände des Betreibers der Fernwärmeleitung gebe.

Wieder Kircher berichtete von einem Schreiben von Dr. Jörg Wieber, Sohn des ehemaligen Leiters der Laubacher Kantorei, Adolf Wieber, in dem er die Verwaltung bittet, die Grabplatte seines Vaters nach Ablauf der Ruhefrist an geeigneter Stelle aufzustellen. Kircher und Haas hatten bereits einen geeigneten Platz an der Mauer zwischen Haupteingang und Friedhofskapelle oberhalb der Familiengrabstätte Helwig vorgeschlagen; dem folgte der Ortsbeirat nun einstimmig.

Schilder an Querungshilfe entfernt

Weiteres Thema war die Beschädigung des Zauns entlang des Bürgelwegs bei der Verlegung der Fernwärmeleitung; hier empfiehlt das Gremium, den Zaun ersatzlos zu entfernen, da keine Mittel für einen neuen vorhanden sind. Sigrid Poschpiech übte Kritik am schlechten Zustand des Bürgersteigs entlang des als Holzlagerplatz genutzten gräflichen Grundstücks gegenüber dem Kindergarten. Einstimmig beschloss der Ortsbeirat, die Ruhebänke am Verbindungsweg Schiller-/Dexionstraße zu entfernen und gegebenenfalls am Eingang der Schillerstraße aufzustellen. Wiederholt sei es hier zu groben Verunreinigungen durch nächtliche Gelage gekommen.

Günter Haas informierte im Weiteren darüber, dass die zwei Hinweisschilder im Bereich der Querungshilfe in der Kaiserstraße durch HessenMobil entfernt wurden. Dies trotz der hier gegebenen besonderen Bedeutung (Drosselung des Verkehrs auf Schulweg). Auch im Elternbeirat der Grundschule herrsche Unverständnis. Der Magistrat habe versprochen, sich des Themas anzunehmen. In Bezug auf die Parksituation am Anne-Frank-Haus regte er an, mit der Leitung Kontakt aufzunehmen, mit dem Ziel, dass die Gäste ihre Fahrzeuge auf dem Grünstreifen entlang des Schulsportplatzes etwa 100 Meter entfernt parken. Die Thematik soll beim Ortstermin am 15. Mai, 18 Uhr, nochmals erörtert werden.

Bezüglich des Erscheinungsbilds des Anwesens Weixelbaumer habe der Magistrat mitgeteilt, dass man bereits mit dem Erben Kontakt aufgenommen habe. Bei der Verkehrsschau im Juni soll es auch um die Erlaubnis für Radfahrer gehen, die Bahnhofstraße entgegen der Einbahnregelung zu nutzen. Kircher berichtete schließlich, dass – gemäß Ortsbeiratsantrag – vor der Postagentur in der Stiftstraße zwei Kurzzeitparkplätze von HessenMobil gestattet wurden. Als Schöffe wurden vorgeschlagen: Jens-Olaf Kersten, Björn-Erik Ruppel, Monika Schulz, Marika Steinbach, Sigrid Poschpiech, Frank Langhof, Dr. Wolfgang Schulz und Günter Strack.

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