29. Juni 2018, 21:56 Uhr

Die Bürgermeister und die Alpenüberquerung – ohne Elefanten

29. Juni 2018, 21:56 Uhr

Bürgermeister mit dem Hang zum Dauerlauf gibt es so einige. Kurt Hillgärtner, Ex-Rathauschef in Rabenau, gehörte zu dieser Spezies, sogar beim Marathon hat er langen Atem bewiesen. Jetzt schickt sich der Laubacher Amtskollege Peter Klug an, auf den Spuren von Hillgärtner und anderer Sportskanonen zu wandeln: Im Juli bricht der 38-Jährige zu einer Alpenüberquerung auf. Seit einigen Monaten schon läuft das Training: Klug joggt. Und keineswegs auf höhenoptimierter Strecke, erklimmt er doch regelmäßig auch die Gesamtschule: »66 Stufen, 30-mal hoch und runter.«

Am 15. Juli wird’s ernst, bricht ein durchtrainiertes Dutzend von Oberstdorf nach Meran auf. Eine Woche haben sie Zeit, 144 Kilometer sind zu bewältigen. Brutto, denn zu diesem »Durchstich« gen Süden gehört auch mal ein Bustransfer. Dafür gibt es bei dieser Alpenüberquerung weder Packesel noch Elefanten, wie Klug versichert

Bleibt nun abzuwarten, ob das läuferische Potenzial des Bürgermeisters reicht. Apropos: Um das Potenzial der Freien Wähler zu testen, hat sich Klug bereit erklärt, für die Freien Wähler bei der Landtagswahl anzutreten. Aber nur als Direktkandidat im Landkreis Fulda, seiner alten Heimat. Ob der minimalen Chancen ist davon auszugehen, dass er plangemäß bis zum Frühjahr 2021 Laubachs Bürgermeister bleibt.

Dass er im Dezember 2020 nicht mehr kandidiert, ist GAZ-Lesern seit dem 12. April bekannt. Und spätestens jetzt auch allen Laubachern: In der jüngsten Ausgabe des Info-Blättchens der Freien Wähler ist eine »Stellenanzeige« abgedruckt: Gesucht wird ein(e) Kandidat(in) für Klugs Nachfolge. »Parteilos, authentisch, glaubwürdig« soll er/sie sein, über eine fundierte Ausbildung und berufliche Erfahrung – vorzugsweise in der öffentlichen Verwaltung oder im kaufmännischen Bereich der Wirtschaft – verfügen. Gewünscht auch: Ehrenamtlicher Einsatz und »gute Kenntnisse und Vernetzung im heimischen Raum«. Auch die Bezahlung nach A 16 (»5000 bis 6000 Euro«) wird nicht vergessen. Da sind wir mal gespannt, ob bei dieser »Stellenanzeige« was rauskommt. Und vor allem, wer diesen früh gestarteten Dauerlauf ums höchste Amt in Laubach am Ende gewinnt. (tb/Foto: pm)

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