05. Februar 2015, 12:03 Uhr

CDU Laubach zieht aus Wahlniederlage auch Positives

Laubach (kjg). Dass die Bürgermeisterwahl am 7. Dezember in Laubach für die CDU nicht nach Wunsch verlaufen ist, räumte Siegbert Maikranz ein. Es sei ein toller Wahlkampf gewesen, am Ende habe es für Monique Schmitt nicht gereicht, bilanzierte er beim Neujahrsempfang seiner Partei.
05. Februar 2015, 12:03 Uhr
Rainer Schwarz (Foto: Karl-Josef Graf)

Doch zieht der Stadtverbandsvorsitzende auch Positives aus der Niederlage: »Monique Schmitt hat die Partei verändert.« Den Menschen in der ehemaligen Residenzstadt prophezeite er daher: »Sie werden eine veränderte CDU in Laubach erleben!«

Auf dem mittlerweile 14. Neujahrsempfang der CDU Laubach konnte Maikranz neben Mitgliedern auch Polit-Prominenz, an der Spitze Staatsminister Helge Braun, Landratskandidat Gregor Verhoff und Monique Schmitt, begrüßen. Er erinnerte zunächst an das 50-jährige Jubiläum im vergangenen Jahr und die Auszeichnung des Gründungsmitgliedes Klaus Schnell durch Ministerpräsident Bouffier.

»Auch im neuen Jahr sind uns die Probleme des alten geblieben. Vielleicht war 2014 doch nicht so schlecht«, eröffnete Rainer Schwarz, Vorstandsvorsitzender der OVAG und Präsident der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, sein Gastreferat. Er sei Realist, sehe den Machthunger der Russen, die Gefahren des extremen Islamismus. Die Diplomatie sei vor hohe Herausforderungen gestellt. In Deutschland müsse die Energiewende effizient umgesetzt werden. Die Senkung des Primärenergieverbrauchs um die Hälfte und die Reduzierung der Treibhausgase um 80 Prozent bis 2050 sind für Schwarz hohe Ziele, der sich die Bundesregierung als klimapolitischer Vorreiter in Europa gegenüber sieht. »Deutschland braucht weiter Kohle und Gas, aber Versorgungssicherheit ohne neue Infrastruktur wird es nicht geben.« Schwarz stellte die Energiewende nicht infrage, wollte aber das Projekt verbessert sehen. Nach seinem Dafürhalten ist notwendig, die Märkte zu öffnen, den Handel zu verstärken, Zölle weiter abzubauen, die gegenseitigen Normen anzupassen. Das gelte insbesondere für die Partnerschaft zwischen den USA und Europa. Das TTIP-Abkommen, dessen vordringliche Ziele der IHK-Chef in der Reduzierung der Bürokratie und dem Abbau von Marktzugangshindernissen sieht, sei daher für kleinere und mittlere Unternehmen sehr wichtig. Auch Arbeitnehmer- und Verbraucherrechten, Umweltstandards sollten bewahrt werden. Was die Bereiche Gesundheit, Wasserversorgung und Bildung angeht, blieben diese von TTIP unberührt. »Dort wird es keine Privatisierungen geben.« Aktuelle Minizinsen seien nicht geeignet, Vorsorge fürs Alter zu treffen, wandte sich der CDU-Politiker einem weiteren Thema zu. Und beklagte schließlich: »Trotz Steuereinnahmen in Höhe von fast 600 Milliarden Euro kriegen wir die Kurve nicht. Es gibt viele Baustellen.« Daher sein Rat, die Aufgaben unverzagt und mit Mut anzupacken, dann seien die Herausforderungen des Jahres 2015 zu lösen.

»Flaches Land braucht Antworten«

»Unser Land steht gut da«, meinte Dr. Helge Braun, Staatsminister im Bundeskanzleramt, in seinem Grußwort und ergänzte: »Bei uns sind 41 Millionen Menschen in Arbeit. Wir haben ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Diese Erfolge wollen wir 2015 fortsetzen.«

Gregor Verhoff, Landratskandidat der CDU für den Kreis Gießen, betone, er werde sich den Fragen der Bürger stellen. Das Motto seines Wahlkampfes sei »Zukunft gestalten«. Gefragt seien jetzt Antworten zur Entwicklung des ländlichen Raums, der Schulen. Den Landkreis will Verhoff »besser als bisher regieren.«

Ex-Bürgermeisterkandidatin Schmitt bedankte sich bei dem CDU-Stadtverband mit Respekt für den tollen Einsatz, die Unterstützung, die sie erhalten habe, etwa bei ihren 3500 Hausbesuchen. Jetzt gelte es, nach vorne zu schauen und konsequent die gesteckten Ziele zu verfolgen. (Foto: kjg)



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