31. Oktober 2011, 20:03 Uhr

Hochkarätig: »Business meets classic« in Langgöns

Langgöns (bd). Eine absolute Werbung für den hochklassigen Chorgesang war am Samstagabend im Langgönser Autohaus Bödeker das Benefizkonzert für den Gießener Förderverein »Palliativ Pro«, der sich für schwerstkranke Kinder engagiert.
31. Oktober 2011, 20:03 Uhr
Katharina Sames spielte Querflöte bei dem Konzert für einen guten Zweck. (Foto: bd)

Ausrichter war einmal mehr die Langgönser Lokalpolitikerin Barbara Fandré, die als Schirmherrn der sehr gut besuchten Veranstaltung Bundestagsvizepräsident Dr. Hermann-Otto Solms (FDP) wilkommen hieß. Den Besuchern wurde ein Konzert geboten, das auch jedem deutschen Opernhaus zur Ehre gereicht hätte. Unter dem Titel »Business meets Classic« wurden klassische Stücke, Arien und Chöre aus berühmten Werken von Mozart, Carl-Maria von Weber und Engelbert Humperdinck dargeboten. Zugleich stellten die heimischen Künstlerinnen Rebekka Zygan, Catherine Peters und Heike Donat ihre farbenprächtigen und großformatigen Werke aus.

Mitwirkende war auch die in Gießen geborene Mezzosopranistin Kira Petry, bekannt auch durch die Konzertreihe »Junge Elite« in Baden-Baden. Die Teilnehmerin verschiedener Meisterkurse verzauberte mit der Kraft ihrer Stimme und leitete mit großer Virtuosität auch den Vokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule Gießen. Zudem trat Tenor Michael Brauer auf, ein gebürtiger Wiener, der in Gießen studiert hatte. Er sang am Stadttheater und ist Mitglied des Vokalensembles »Marburger Oktett«. Zu seinem Repertoire gehören Oratorien von Mendelssohn-Bartholdy, Monteverdi, Bach und Mozart.

Als Solistin mit Querflöte war Katharina Sames zu hören – mehrfache Preisträgerin im Wettbewerb »Jugend musiziert« und ehemaliges Mitglied des Jugend-Sinfonie-Orchesters des Landes Hessen. Sie besuchte das »Dr. Hoch’sche Konservatorium« in Frankfurt. Der Vokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule ist ein Mädchenchor und der Auswahlchor der Schule mit großer internationaler Erfahrung. 1998 wurde er zum sechstbesten Chor Deutschlands gekürt, eine Reihe erster Preise bei internationalen Chorwettbewerben konnten ebenfalls verbucht werden.

Barbara Fandré hieß alle Gäste auch im Namen des gesamten Vorstandes von »PalliativPro« und der Familie Bödeker zum sechsten Benefizkonzert der Reihe »Business meets classic« willkommen. Der Förderverein unter Vorsitz von Prof. Ulf Sibelius, den sie zusammen mit Gattin und Tochter Janna ebenfalls begrüßte, setze sich dafür ein, dass trotz immer knapper werdender finanzieller Mittel im Gesundheitswesen Menschlichkeit und Würde kranker Menschen nicht auf der Strecke bleiben.

Es sei ihr eine große Freude, dass Dr. Solms die Schirmherrschaft für dieses Benefizkonzert übernommen hat. Die Veranstalterin hieß auch den Ersten Beigeordneten Hans-Ottmar Müller, die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Knorz (CDU/FDP), Hans Noormann (Grüne) und Thomas Schmidt (SPD) sowie Eva Oberschelp (Ortsvorsteherin von Niederkleen) und den Langgönser Ortsvorsteher Prof. Dietrich Steffens willkommen – zudem die Pfarrer Achim Keßler und Hartmut Völkner. Nach einem Dank an alle Sponsoren, an alle ehrenamtlichen Helfer und die ausstellenden heimischen Künstlerinnen sprach Dr. Solms sein Grußwort. Kunst verbinde und sei zur Verständigung hervorragend geeignet. Er danke »PalliativPro« dafür, in Langgöns ein kulturell attraktives und gleichermaßen anspruchsvolles Programm in einer besonderen Umgebung zu präsentieren. Damit könne Menschen geholfen werden, die an lebensbedrohlichen Krankheiten leiden und deren Leben man eine bestimmte Würde geben wolle.

Der Eintritt zum Konzert war frei, um Spenden wurde gebeten. Auch der Verkauf der Bilder der Künstlerinnen war für den guten Zweck bestimmt – ein Drittel des Erlöses geht an »PalliativPro«. Sobald ein Raum dafür gefunden ist, sollen die Bilder wieder für die Öffentlichkeit zu sehen sein – und dann auch wieder für den guten Zweck angeboten werden.

Bei aller Vorfreude auf einen märchenhaften Abend sollte man die Menschen nicht vergessen, die aufgrund einer schweren Erkrankung nicht mehr an einem solchen Ereignis teilnehmen können, hatte Fandré zu bedenken gegeben. Deshalb möchte sie das Konzert Firmenchef Hans Bödeker widmen, der wegen einer schweren, unheilbaren Erkrankung erstmals seit dem Auftaktkonzert im November 2006 am Konzertabend nicht dabei sein konnte. Fandré widmete dieses Konzert außerdem dem achtjährigen Kayra Can Travaci, der seit Jahren gegen Leukämie ankämpft.

Für den Zweck, Menschen mit schwersten Erkrankungen beizustehen, kamen insgesamt 3382 Euro zusammen – ein Spenderekord, wie Fandré mitteilte. Gleiches galt für die Besucherzahl: Rund 250 Zuhörer kamen ins Autohaus Bödeker.

Wer die Arbeit des Fördervereins »PalliativPro« unterstützen möchte, kann auf folgende Konten Geld spenden: Volksbank Mittelhessen, BLZ 513 900 000, Kontonummer 816 98 708 und Sparkasse Gießen, BLZ 513 500 25 und Kontonummer 222 03 8640

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