22. Dezember 2009, 18:12 Uhr

Diese Weihnachtsgeschichte stellt Kinder ins Zentrum

Langgöns (hjp). Waren es in den beiden vergangenen Jahren noch Kinderreporter, die während der Zeit um Weihnachten durchs Heilige Land zogen und sich der Weihnachtsgeschichte auf unkonventionelle Weise näherten, erzählt das neue Musical von Dornholzhausens und Niederkleens Pfarrer Reiner Wagner die Geschichte um die Geburt Jesu aus der Sicht der Kinder.
22. Dezember 2009, 18:12 Uhr
In seinem neuen Musical erzählt Pfarrer Reiner Wagner die Weihnachtsgeschichte auf etwas andere Art und Weise. (Foto: hjp)

Langgöns (hjp). Waren es in den beiden vergangenen Jahren noch Kinderreporter, die während der Zeit um Weihnachten durchs Heilige Land zogen und sich der Weihnachtsgeschichte auf unkonventionelle Weise näherten, erzählt das neue Musical von Dornholzhausens und Niederkleens Pfarrer Reiner Wagner die Geschichte um die Geburt Jesu aus der Sicht der Kinder.

Da hat Augustina, die Tochter des Römischen Kaisers Augustus, das Sagen bei der angeordneten Volkszählung, und der verwöhnte Sohn des Quirinius trägt seinerseits zum »Gelingen« der heute bekannten Weihnachtsgeschichte bei. Zudem sind da die stinkenden und damit gesellschaftlich nicht anerkannten Hirtenkinder, die ihren Unmut über eben diese nicht Anerkennung singend zum Ausdruck bringen oder die Sklavenkinder, die ihre schwachen Arme zum Bau des Circus Maximus in Rom malträtieren müssen. Eine Weihnachtsgeschichte - obwohl angelehnt an die Evangelien des Lukas und Matthäus - aus der Sicht der offensichtlich vernachlässigten Kinder erzählt. Mittendrin selbstverständlich Maria und Josef und das gerade Neugeborene in der Krippe, zeitweise umringt von singendem Schaf, Rind, Esel und Kamel. Genau so selbstverständlich die drei Waisen aus dem »Morgenland«, geleitet durch eine hellen Stern, auf der letztlich erfolgreichen Suche nach dem gerade geborenen Königskind.

Pfarrer Reiner Wagner hat mit dem neuen Weihnachtsmusical ein komplexes Werk geschaffen, dass sowohl inhaltlich als auch musikalisch eingängig ist. Und - das scheint das Wichtigste zu sein - den Akteuren unter der Kanzel in der Niederkleener Kirche genau so Spaß macht wie den Zuschauern. So schien es jedenfalls während der gut besuchten Generalprobe und der ersten Aufführung am vierten Advent. Bei beiden Malen konnten die Zuschauer dann auch die Lehre mit nach Hause nehmen, dass vernachlässigte oder verwöhnte Kinder letztlich zu »bösen Buben« oder »bösen Mädchen« werden. Deshalb fordert das Musical: Gebt den Kindern die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Insgesamt ein eindrucksvolles Singspiel, dass der musikalische Pfarrer aus dem Kleebachtal geschaffen hat, welches wiederum sehens- und hörenswert ist, auch über die Grenzen von Dornholzhausen und Niederkleen hinaus. Wer sich davon überzeugen will, hat am Heiligabend um 16 Uhr in der Niederkleener Kirche die Gelegenheit.

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