09. Februar 2010, 16:36 Uhr

Strenger Frost verzögert Bauarbeiten in Hungen

Hungen (us). Der Umbau von Ober- und Untertorstraße, der Neubau des Altenheims an der Horloff und die Erweiterung des Hotels am Marktplatz um zehn Betten sind in diesem Jahr zentrale Maßnahmen der Stadtsanierung. Wolfgang Isack vom Sanierungsträger GSW informierte am Montagabend den Bauausschuss aktuelle Entwicklungen.
09. Februar 2010, 16:36 Uhr
Das Hotel am Marktplatz wird um zehn Betten erweitert. Neue Pächter sind die Wirtsleute des Stadthallen-Restaurants, die Familie Simonovic. (Foto: tr)

Hungen (us). Der Umbau von Ober- und Untertorstraße, der Neubau des Altenheims an der Horloff und die Erweiterung des Hotels am Marktplatz um zehn Betten sind in diesem Jahr zentrale Maßnahmen der Stadtsanierung. Wolfgang Isack vom Sanierungsträger GSW informierte am Montagabend den Bauausschuss aktuelle Entwicklungen. So wird sich die Fertigstellung der Untertorstraße wegen des strengen Winters um etwa zwei Monate verzögern. Vor Ende Juni sei mit dem Abschluss der Arbeiten nicht zu rechnen, sagte Planer Hans Weihrauch.

Laut Isack ist die Stadtsanierung in Hungen die letzte »Altmaßnahme«, die immer noch gefördert ist. An Zuschüssen seien für dieses Jahr 1,2 Millionen Euro gewährt worden. Das Geld werde in vier öffentliche und 17 private Maßnahmen fließen und ein Investitionsvolumen von 5,5 Millionen Euro nach sich ziehen.

Der Schwerpunkt liege auf dem Umbau der Ortsdurchfahrt. Die Ausschreibung für die Obertorstraße sei abgeschlossen, die Angebote lägen vor. Trotzdem werde mit den Arbeiten erst nach der Fertigstellung der Untertorstraße begonnen. Man wolle keine zwei Baustellen in der Innenstadt. Was die Untersuchungen der Denkmalpflege in der Untertorstraße angeht, so hatten Isack und Weihrauch gute Nachrichten zu vermelden. Die Archäologen sind fertig. Zudem sei es möglich, die Kosten von 350 000 Euro über die Sanierung zu finanzieren.

Auch gleich neben der Ortsdurchfahrt, am Marktplatz, entfalten sich Aktivitäten. Nach der Insolvenz des früheren Eigentümers hat die Stadtsanierung das Hotel am Marktplatz erworben. Es soll um fünf Zimmer mit insgesamt zehn Betten erweitert werden.

Auch ein neuer Pächter ist bereits gefunden. Es handelt sich um den Wirt des Stadthallen-Restaurants »Unter den Linden«. Er will am Marktplatz ein richtiges Café aufziehen, mit Frühstück, Kaffee, Kuchen und Eis im Sommer. Die Eröffnung ist für Mitte März vorgesehen. Wenn das Café um 18 Uhr schließt, sollen die Außenplätze vom benachbarten »Sterntaler« mitbewirtschaftet werden.

Etwas ins Stocken geraten sind die Pläne für eine Käserei. Man benötige wegen der strengen Hygiene-Vorschriften externes Fachwissen für die Einrichtung, sagte Isack. Die Hoffnung auf eine Beratung durch das Veterinäramt habe sich allerdings zerschlagen. Nun wolle man mit dem Gießener Institut für Milchwirtschaft zusammenarbeiten. Der Geschäftsführer des Sanierungsträgers informierte auch über Ideen für ein größeres Gewerbeprojekt. 550 Quadratmeter könne man durch einen Abriss in der Obertorstraße und den Umbau des ehemaligen Modehauses Schwermer generieren.

Keine Lösung für Standort »Fendt-Köhler«

Darüber hinaus erwähnte er eine ganze Reihe von privaten Maßnahmen in der Altstadt. So seien als Ergänzung zum nahegelegenen Altenheim acht Einheiten für »betreutes Wohnen« geplant. Errichtet werden sie von einem Privatinvesto, versorgt vom »Laubacher Stift«. »Wir haben mit der Stadtkernsanierung eine Menge erreicht«, resümierte Isack. Ein Problem jedoch sei ungelöst - und werde es wohl auch bleiben: »Fendt-Köhler«. Immer wieder habe man für diesen Geschäftsstandort Konzepte entwickelt, doch der Eigentümer sei dafür nicht zugänglich gewesen. Mittlerweile hat der GSW-Geschäftsführer resigniert: »Wir werden es nicht schaffen.«

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