22. Januar 2010, 17:22 Uhr

»Stechmücken« bieten Diabetikern Rat und Unterstützung

Hungen (tr). Seit nunmehr fünf Jahren treffen sich die Mitglieder der Hungener Selbsthilfegruppe für Diabetiker - selbstironisch nennen sie sich »Die Stechmücken« - jeden dritten Montag im Monat.
22. Januar 2010, 17:22 Uhr
Das Foto zeigt Alfred Pollack, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin Verena Schneider (rechts) die Hungener Gruppe der »Steckmücken« leitet. Im Hintergrund Diabetikerberaterin Margit Schröder, die schon des Öfteren bei der Hungener Gruppe Vorträge zur Ernährungsberatung für Diabetiker hielt. (Foto: tr)

Hungen (tr). Seit nunmehr fünf Jahren treffen sich die Mitglieder der Hungener Selbsthilfegruppe für Diabetiker - selbstironisch nennen sie sich »Die Stechmücken« - jeden dritten Montag im Monat. Beim jüngsten Monatstreffen informierte sich die AZ über Aufgabe und Ziele der Gruppe. Hierzu erläuterte der Leiter der Gruppe, Albert Pollack, dass der Gedanke eine Selbsthilfegruppe für Diabetiker zu gründen im November 2005 bei ihm und seiner Lebenspartnerin Verena Schneider geboren worden war. Verena Schneider, examinierte Krankenschwester, arbeitet seit vielen Jahren in einer Diabetesklinik, und Albert Pollack selbst ist seit 32 Jahren Diabetiker. Seit einiger Zeit ist er Pumpenträger und möchte Diabetesbetroffene aktivieren, um im täglichen Umgang mit dem Diabetes besser klar zu kommen.

Die Gruppe möchte durch gegenseitigen Erfahrungs- und Informationsaustausch Teamgeist wachsen lassen und Menschen motivieren, sich für Menschen zu engagieren. Zur Zeit haben »Die Stechmücken« über 40 Mitglieder. Dabei sind Menschen mit Typ I, Typ Il, CS II, Eltern diabetischer Kinder, Angehörige, Diabeteskrankenschwester und Diabetesberaterin.

Bisher, so Pollack, haben rund 40 Treffen stattgefunden, bei denen man insgesamt über 1000 Teilnehmer begrüßen konnte. Rund 600 Blutzuckergeräte wurden gratis verteilt. In dieser Zeit konnte man 25 Referenten zu Vorträgen in Hungen begrüßen, die über 34 verschiedene Diabetesthemen informierten. Auch pflegt man einen guten Kontakt zu den heimischen Apotheken. Außerdem konnte man in diesen fünf Jahren feste Kontakte zu Fachfirmen aufbauen und Sponsoren gewinnen.

In den bisherigen 40 Treffen gelang es nicht nur die Zahl der Teilnehmer zu erhöhen, sondern die Gruppe zu einer wirklichen kleinen Einheit zu formen, in der sich Menschen austauschen, verstehen, akzeptieren und achten. Das Angenommenwerden jedes Einzelnen ist der wichtigste Bestandteil der Selbsthilfegruppe und zählt neben der vielfältigen Entwicklung als oberstes Kriterium. Auch Eltern von diabetesbetroffenen Kindern konnte man weiterhelfen, informieren und unter anderem an beste Kliniken in Deutschland verweisen.

Das eigentliche Ziel der Selbsthilfegruppe ist das Engagement für andere Menschen und auch für sich selbst im besseren Umgang mit dem Diabetes. »Die Stechmücken« möchten informieren, aktivieren, den Austausch suchen und letztendlich ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen, um Menschen nicht »im Abseits« oder in der Einsamkeit stehen zu lassen. Auch der alltägliche Umgang im Leben mit dem Diabetes soll positiv, »normal« und lebenswert sein. Wissen ist auch hier die beste Vorsorge und Grundlage für ein positives Leben.

Albert Pollack, der auch Vorstandsmitglied in der bundesweiten Selbsthilfegruppe »diabetes.de« in Berlin ist, betonte, dass in diesem sogenannten Dachverband die Beratung von Diabetikern im Vordergrund stehe und man immer ansprechbar sei. Denn bisher, so Pollack, hätten die Diabetiker keine große Lobby und dies soll sich mit diabetes.de ändern. Erreichbar ist diese unter <%LINK auto="true" href="http://www.diabetesde.org" text="www.diabetesde.org" class="more"%> im Internet oder per e-mail info@diabetesde.org.

Auch die »Stechmücken« sind im Internet vertreten unter <%LINK auto="true" href="http://www.stechmueckenhungen.de" text="www.stechmueckenhungen.de" class="more"%>. In der Hungener Gruppe stehen nicht nur die Menschen im Mittelpunkt sondern auch der Austausch Gleichgesinnter, die unter der Vielzahl der mittlerweile millionenfach betroffenen Diabetikern, Rat und Hilfe finden. Neue Gruppenmitglieder sind jederzeit willkommen, betont Alfred Pollack. »Die Stechmücken« treffen sich jeden dritten Montag im Monat um 19 Uhr in der Hungener Stadthalle.

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