14. August 2009, 18:18 Uhr

Osteuropäische Rhythmen im Schloss

Die Musiknacht am Freitag, 21. August, in Hungen bringt mit »Oana Catalina Chitu & Bucharest Tango« sowie »HISS« osteuropäische Rhythmen ins Schloss. Der Abend unter dem Motto »Tango und Polka im Schloss« beginnt um 19.30 Uhr im Innenhof. Der Eintritt kostet 12 beziehungsweise ermäßigt 5 Euro. Bei wirklich schlechtem Wetter findet das Konzert in der Hungener Stadthalle statt. Entsprechende Aushänge bitte beachten. Veranstalter sind der Freundeskreis Schloss Hungen und das Kulturamt der Stadt mit Unterstützung der OVAG.
14. August 2009, 18:18 Uhr
Oana Catalina Chitu ist die Stimme von »Bucharest Tango«. Mit ihrem virtuosen osteuropäischen Tango-Orchester öffnet sie Türen für bisher nur Insidern bekannte Tangos und Lieder aus Bukarest - dem staubigen Paris des Osten.

Die Musiknacht am Freitag, 21. August, in Hungen bringt mit »Oana Catalina Chitu & Bucharest Tango« sowie »HISS« osteuropäische Rhythmen ins Schloss. Der Abend unter dem Motto »Tango und Polka im Schloss« beginnt um 19.30 Uhr im Innenhof. Der Eintritt kostet 12 beziehungsweise ermäßigt 5 Euro. Bei wirklich schlechtem Wetter findet das Konzert in der Hungener Stadthalle statt. Entsprechende Aushänge bitte beachten. Veranstalter sind der Freundeskreis Schloss Hungen und das Kulturamt der Stadt mit Unterstützung der OVAG.

Die in Berlin lebende Rumänin Oana Catalina Chitu und ihr virtuoses osteuropäisch-balkanisches Tango-Orchester lassen mit suggestiver Kraft die Tanase-Lieder aufleben, um den eher melancholischen Tangos eine andere Gefühlsfacette hinzuzufügen. Chitus Musiker verbinden Tangohits mit Jazz, Sinti Swing und Flamenco, schauen ohne falsche Nostalgie auf die Zwischenkriegszeit und öffnen Türen für bisher nur Insidern bekannte Tangos und Lieder aus Bukarest, dem staubigen Paris des Ostens.

Oana Catalina Chitu (sprich Kitzu) wurde in Humulesti, einem kleinen Dorf in Nordost-Rumänien, geboren. Im April 2007 startete sie zusammen mit Dejan Jovanovic und Valeriu Cascaval ihr neues Projekt mit rumänischen Tangoliedern, Romanzen, sowie Liedern von Maria Tanase, der berühmtesten Sängerin Rumäniens, oft als Edith Piaf Rumäniens bezeichnet. Seit 2002 arbeitet sie als Gesangslehrerin und Projektleiterin in der Berliner Musikschule für Sinti- und Romakinder »Zukunftsmusik«.

»Bucharest Tango« ist eine Reminiszenz ganz ohne falsche Nostalgie an das mondäne Bukarester Leben in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Chitus warme voluminöse Stimme wird dem Tango und seinen Stars von damals absolut gerecht, dabei sind die Arrangements erfrischend und vom Sound doch der Tradition verbunden. So authentisch und trotzdem frei näherte sich bisher keine Sängerin der jüngeren Generation aus Rumänien den Tangos à la Romanesque. Rumänien ist ein Land mit reicher musikalischer Tradition, den Alltag jedoch dominiert seit der Revolution billiger, am Fließband gefertigter Pop, der die virtuose Vorstadtmusik in ein Nischendasein drängt. Erst neuerdings gibt es wieder ein wachsendes Interesse für die »muzica lautareasca«. Sie trifft den Nerv mehrerer Generationen - die alt gewordenen Afficinados und ein junges urbanes Publikum.

Schon vor vier Jahren wussten die Musiker von HISS mit ihrer virtuosen Musikalität und ihren hintergründigen Texten das Publikum in Hungen zu begeistern. Die Veranstalter haben deshalb nicht gezögert, diese außergewöhnliche Gruppe dieses Jahr mit ihrem neuen Programm »Zeugen des Verfalls« noch einmal zu engagieren.

Wer scharfe Augen hat, kann sehen, welch tiefe Furchen der eisige Wind osteuropäischer Steppen in ihre Gesichter gezogen hat. Wie ihre Haut von der unbarmherzigen Sonne des kakribischen Meeres versengt wurde. Wie sie von Abenteuern und Entbehrungen gezeichnet wurden. Wer scharfe Ohren hat, hört aber auch, dass sie noch von jedem Stück Erde, das sie betraten, Klänge und Rhythmen mitgebracht haben. Dass sie auch in Momenten größter Gefahr aufmerksam lauschten, welche Musik da in allen Winkeln der Welt erklingt.

Mit der neuen CD machen HISS die Zuhörer nicht nur zu Augenzeugen des Verfalls, sondern vor allem zu Ohrenzeugen einer wilden Fahrt vom Mississippi-Delta zu den Karpaten, von der Donau in die Sierra Madre. Balkan-Blues und Texas-Tango, Quetschen-Ska, Ethno-Swing und Fast-Folk, fremde und vertraute Klänge bilden die musikalische Grundlage für ihre Geschichten über die großen Themen Liebe, Leid und Lebenslust, Sünde, Sucht und Suppe. Verfall ist also keine Schande, wenn er so gut aussieht, wenn er so frisch klingt wie bei HISS. (pm/gl)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Edith Piaf
  • Freundeskreis Schloss Hungen
  • Kulturämter
  • Musikverein Griedel
  • Schloss Hungen
  • Tango
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos