07. Dezember 2010, 18:48 Uhr

Neuplanung für Schulhof und Bürgerpark Hungen

Hungen (dv). Einstimmig hat der Haushalt 2011 den unter Vorsitz von Elke Högy tagenden Bau-, Planungs- und Umweltausschuss passiert. Die Freien Wähler hatten zu Beginn der Beratung den Antrag eingebracht, die Sanierung des Sportheims Langd in die Finanzplanung aufzunehmen: Die sanitären Anlagen sind erneuerungsbedürftig, Duschen und ein Umkleideraum fehlen ganz.
07. Dezember 2010, 18:48 Uhr

Hungen (dv). Einstimmig hat der Haushalt 2011 den unter Vorsitz von Elke Högy tagenden Bau-, Planungs- und Umweltausschuss passiert. Die Freien Wähler hatten zu Beginn der Beratung den Antrag eingebracht, die Sanierung des Sportheims Langd in die Finanzplanung aufzunehmen: Die sanitären Anlagen sind erneuerungsbedürftig, Duschen und ein Umkleideraum fehlen ganz. Seitens der CDU wurde ergänzt, zur Finanzierung solle die Maßnahme »Friedhof Trais-Horloff« einen Sperrvermerk erhalten und gegebenenfalls geschoben werden. Bürgermeister Weber entgegnete, »Trais-Horloff« sei Teil eines Gesamtkonzepts für alle Friedhöfe der Stadt, dies würde damit durcheinandergebracht. Was die Sportheimsanierung angehe, so müssten erst konkrete Maßnahmen und Kosten vorliegen, ehe man über Aufnahme in den Haushalt reden könne.

Bauamtsleiter Weichmann ergänzte, die Kanalisation unterm Gebäude werde im Frühjahr von den Stadtwerken erneuert, könne mit einem Anschlussstutzen versehen werden. Der SV Langd habe angeboten, den Anschluss vom Sportheim aus in Eigenleistung zu erstellen. Dies sei möglich, da ein natürliches Gefälle vorhanden ist. Für Um- oder Anbau des Heims sei zunächst eine Änderung des B-Pans erforderlich.

Elke Högy (SPD) wünschte nun zunächst einen Ortstermin Anfang des neuen Jahres, um die weitere Vorgehensweise zu konkretisieren. Grundsätzlich gab es an der Notwendigkeit in der Runde keinen Zweifel. Fachbereichsleiter Dirk Siebert schlug vor, den Vorgang protokollarisch festzuhalten und nach Erstellung der notwendigen Unterlagen den dann feststehenden Betrag im Nachtrag oder im Haushalt 2012 einzustellen. Dem wurde zugestimmt, die Anträge wurden zurückgezogen.

»Käserei wirtschaftlich?« - »Investors Sache«

FW-Fraktionschef Heiko Reinhold Fritz fragte nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für die geplante Käserei, die mit 2,17 Mio. Euro zu Buche schlägt. Dies sei Sache des Investors, ohne ihn und einen Betreiber sei das Projekt nicht machbar, betonte dazu Bürgermeister Weber. Hohe Fördermittel seien möglich, für die Stadt verbliebe eine Leistung von etwa 300 000 Euro.

Eine Rückfrage gab es noch zur Renovierung der Gaststätte im Bürgerhaus Obbornhofen, wofür 74 000 Euro eingeplant sind. Laut Weber ist die Verpachtung in der Abklärungsphase.

Dipl.-Ingenieur Hans Weihrauch (Planergruppe ROB) stellte dem Fachausschuss Vorentwürfe zur Umgestaltung des Alten Schulhofs und des Bürgerparks vor, die nunmehr realisiert werden sollen. Die Entwürfe von 2000 seien überarbeitet worden, und in mehreren Gesprächsrunden seien nun die meisten Vorstellungen und Wünsche eingearbeitet und »eigentlich alle Beteiligten einverstanden.«

Weber erklärte dazu, der Magistrat habe sich einstimmig dafür ausgesprochen. Beide Vorhaben seien getrennt zu sehen und griffen dennoch für Freizeit und Sport ineinander.

Im Sommer Spielfeld, im Winter Eisbahn

Die derzeit provisorische Skateanlage soll ausgebaut werden, im Anschluss daran ein Allzweckspielfeld mit 19 auf 20 Metern entstehen, dazwischen gibt es einen neuen Zugang von der Lindenallee. Das Feld wird an drei Seiten 2,50 Meter hoch abgegrenzt, zur Mitte des Platzes sieht die Planung eine Bande vor. Der Boden wird asphaltiert und kann im Winter zur Eisbahn umfunktioniert werden. An der Rückseite des Geländes bleiben 18 Parkplätze bestehen.

Am Zugang zur Markthalle ist eine Grünfläche mit Sitzgelegenheit und eventuell ein Café vorgesehen, zwischen Halle und Parkplätze kommen Sportgeräte mit einer Kletteranlage. Wege mit Grünstreifen sollen das Gelände gut begehbar machen. Unter anderem durch die Qualität der Spielgeräte werde die ursprüngliche Schätzung von 300 000 Euro überschritten, doch Weirauch zeigte sich sicher, dass dies durch den Wegfall der nicht gewünschten Wasserfläche auf dem Bürgerparkgelände wieder eingespart werden könne.

Der Bürgerpark wird, so weiter der Städteplaner, ausgehend vom Kriegerdenkmal, an dem rechts und links eine Treppe zu dem Gelände entsteht, bis zu dem vorhandenen Weg ebenfalls in ein Freizeit- und Spielgelände umgewandelt werden. Zuvor muss eine Drainage angelegt werden. Zur Stadthalle hin ist ein Schachbrett und eine Bocchia-Bahn vorgesehen. An der Süd-Ostseite werden Sitzgelegenheiten angeordnet. Drei Spielplätze wird es geben, einen für die ganz Kleinen, einen für Kinder bis 15 und schließlich einen Parcours mit fünf Spielgeräten für alle Altersstufen. Diese werden an therapeutischer Bedeutung orientiert sein, sollen Beweglichkeit, Gleichgewicht und Fitness fördern. Zum Festplatz hin ist ein Pavillon geplant, dessen Gestaltung vorläufig noch offen ist. Für die dunkleren Monate ist ausreichend Beleuchtung eingeplant.

Gunter Schmidt (SPD) fragte nach Möglichkeiten der von der CDU angebotenen Selbstbeteiligung. Er könne dies noch nicht konkretisieren, meinte Weihrauch. Sicher sei es bei der Drainage und der Bodenbearbereitung möglich, sicher bei den überall vorgesehenen Bepflanzungen. Der Entwurf wurde ohne Einspruch zur Kenntnis genommen.

Zuschuss für einfache Stadterneuerung

Abschließend teilte Weber zum städtischen Wald mit, die Zertifizierung sei erneuert worden und der Regierungspräsident habe die Änderung der zehnjährigen Forsteinrichtung bis 2014 bestätigt. Außerdem habe es für naturnahe Waldbewirtschaftung rund 8000 Euro Zuschuss gegeben. Einige wesentlich höhere Bewilligungsbescheide verkündete Weber ebenfalls. Aus zwei Töpfen gibt es für die Stadtkernsanierung zusammen 862 000 Euro. Für die einfache Stadterneuerung Villingen 269 000 Euro und von der EU für Regionalentwicklung der urbanen Stadt (praktisch die Käserei) 877 000 Euro.

Diese Summen beinhalten etwa 75 Prozent der jeweiligen Objekte, bei denen die Stadt die anderen 25 Prozent tragen muss.

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