22. Januar 2008, 19:44 Uhr

Neujahrsempfang bei Hungener CDU

Hungen (dv). Zum Neujahrsempfang hatte der Hungener Stadtverband der CDU wieder in das Langder Bürgerhaus eingeladen. Als prominenten Redner hatte der Vorstand Prof. Dr. Heinz Riesenhuber gewinnen können. Der ehemalige Bundesminister für Forschung und Technik unter Helmut Kohl ist auch heute noch als Bundestagsabgeordneter in Ausschüssen tätig.
22. Januar 2008, 19:44 Uhr

Hungen (dv). Zum Neujahrsempfang hatte der Hungener Stadtverband der CDU wieder in das Langder Bürgerhaus eingeladen. Als prominenten Redner hatte der Vorstand Prof. Dr. Heinz Riesenhuber gewinnen können. Der ehemalige Bundesminister für Forschung und Technik unter Helmut Kohl ist auch heute noch als Bundestagsabgeordneter in Ausschüssen tätig. Er gehört sowohl dem Ausschuss für Forschung und Technik an, als auch dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung des Deutschen Buundestages.

Wer einen trockenen wissenschaftlichen Vortrag erwartet hatte, wurde angenehm enttäuscht. In einer »tour d'horizont« von Berlin bis Wiesbaden und auch einem Schlenker nach Hungen sprach Riesenhuber eine Vielzahl von Themen an. Dabei scheute er auch nicht vor Kritik an Politik und Politikern zurück. So wurde die Bemerkung »es soll hilfreich sein, wenn man von dem, was man sagt, auch etwas versteht«, mit verständnisvollem Schmunzeln aufgenommen. Auch der Bürokratie sagte er den Kampf an. »Sie ist das einzige, was von alleine wächst«, manchmal habe er den Eindruck, die Akzeptanz sei erst dann da, wenn man mindestens eine Verordnung auf den Weg gebracht habe. Schön wäre es, gleichzeitig zwei streichen zu können.

Die Stimmungslage nach zwei Jahren großer Koalition in Berlin bezeichnete er als »wieder optimistischer«. Man habe sich der wesentlichen Themen angenommen und vieles auf den Weg gebracht. Jetzt gelte es, den Aufschwung nachhaltig zu gestalten. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich bereits erheblich verbessert. - Viel Zeit widmete Riesenhuber dem Klimawandel. Er habe bereits 1980 auf die Problematik hingewiesen, sei aber auf taube Ohren gestoßen. Zwei Jahre später habe er als Minister das Thema von Amts wegen angestoßen, aber erst drei Jahre später sei das erste Forschungsprogramm zustande gekommen, international noch zwei Jahre später. Es sei Verdienst von Angela Merkel, dass das Problem endlich auch von Ländern wie den USA, Russland und China ernst genommen würde. Auf Hessen eingehend erwähnte er die Investitionen in die Infrastruktur, den »lebenswichtigen« Ausbau des Frankfurter Flughafens, die Schulpolitik und die Sicherheitspolitik unter Roland Koch. Die Kreditaufnahme des Landes sei nur halb so hoch wie die Zahlungen in den Länderfinanzausgleich. Der eingeschlagene Weg müsse beibehalten werden. Riesenhuber befürchtet, dass Rot-Grün bei einer entsprechenden Konstellation letztlich doch die Linke ins Boot holen könnten, und dann werde ihm Angst um Hessen.

»Politik ist nicht immer beglückend«, meinte Riesenhuber. »Man muss den Willen haben, etwas zu bewegen.« Zum Thema Jugendkriminalität bemerkte er, dass man Problemthemen aufgreifen müsse, sonst landeten sie am Stammtisch. Er schloss mit dem Aufruf zur Wahl zu gehen und mitzuarbeiten und wurde mit Beifall verabschiedet. Weiter auf der Tagesordnung des Neujahrsempfangs standen ein Rückblick des Hungener CDU-Vorsitzenden Joachim Heinzerling sowie Ehrungen (Bericht folgt). Für Unterhaltung sorgten die »Hiesbachlerchen«. (Foto: dv)

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