20. September 2010, 19:58 Uhr

Hungen: Rainer Wengorsch tritt gegen Elke Högy an

Hungen (tr). In der Schäferstadt beherrscht derzeit die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr die Gespräche. Nominierten am Freitagabend die Sozialdemokraten mit Kreispolitikerin Elke Högy ihre Kandidatin, steht nun auch fest, gegen wen sie antreten muss. Rainer Wengorsch heißt der Mann, der mit der 50-Jährigen aus Villingen um den Rathaussessel kämpfen wird.
20. September 2010, 19:58 Uhr
Rainer Wengorsch will gestalten statt verwalten. (Foto: Archiv)

Hungen (tr). In der Schäferstadt beherrscht derzeit die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr die Gespräche. Nominierten am Freitagabend die Sozialdemokraten mit Kreispolitikerin Elke Högy ihre Kandidatin, steht nun auch fest, gegen wen sie antreten muss. Rainer Wengorsch heißt der Mann, der mit der 50-Jährigen aus Villingen um den Rathaussessel kämpfen wird.

Worüber schon seit geraumer Zeit spekuliert wird, wurde gestern von offizieller Seite bestätigt: Freie Wähler und Christdemokraten haben sich auf den 48-jährigen Hungener als Bürgermeisterkandidaten verständigt. Seine Wahl soll innerhalb der nächsten 14 Tage erfolgen. CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Marsfelde sagte auf AZ-Anfrage: »Es stimmt.« In einer gemeinsamen Sitzung würden die beiden Parteien Wengorsch in Kürze nominieren.

Der potenzielle Kandidat gab sich im AZ-Gespräch zurückhaltend. Vor seiner offiziellen Nominierung wolle er noch nichts sagen. Seine Motivation allerdings legte er schon jetzt offen. Diese ergebe sich aus seinem beruflichen Werdegang und seinem Amt als ehrenamtlicher Stadtrat. Und natürlich spiele auch eine Rolle, dass er Hungener sei und es hier um seine Heimatstadt gehe. Denn gerade als Stadtrat erlebe er immer Dinge, die er als Bürgermeister verändern würde. Seine Maxime lautet: »Gestalten und nicht nur verwalten«. Ein weiteres Ziel sei, den Bürger mehr in den Mittelpunkt des politischen Handelns zu setzen.

Elke Högy sprach über ihre Themen

Wie bereits in der Samstagsausgabe der AZ berichtet, lobten am Freitagabend die Hungener Genossen Elke Högy als Bewerberin für das Bürgermeisteramt aus, die sich drei Schwerpunkte gesetzt hat. An erster Stelle stehe der Ausbau der erneuerbaren Energien. Högy verwies in diesem Zusammenhang auf die Solaranlage in Trais-Horloff, welche die Stadt baute und betreibt. Ein Beispiel für den kommunalen Beitrag zur Energieeinsparung. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Högy im Ausbau der Sozialstrukturen für Familien und Kinder sowie die Errichtung eines Bildungsrates. Ihr dritter Themenbereich sei der Ausbau des Tourismus, denn Hungen als Schäferstadt habe Potential, auf dem es aufzubauen gelte. Zudem laut Högy wichtig: Aufwertung des Ehrenamtes und Einbeziehung der Bürger in Entscheidungen. In der gleichen Versammlung hatte SPD-Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel Bürgermeister Klaus Peter Weber für seine nun fast 17-jährige Tätigkeit »gedankt und betonte, Weber hat in dieser Zeit wichtige Impulse für die Weiterwicklung der Stadt gesetzt.

Dank sage auch der Hungener Ortsvereinsvorsitzende Gerhard Rupp an Weber für dessen Tätigkeit als Bürgermeister aber auch für seine über 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD. In dieser Zeit bekleidete er zahlreiche politische Ämter, Rupp nannte die 20-jährige Tätigkeit als Ortsvorsteher in Trais-Horloff sowie die Zeit als Stadtverordneter, Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzender. Als Dank und Anerkennung ernannt Rupp Weber zum Ehrenmitglied der SPD. Während der Versammlung wählten die Mitglieder auch die Delegierten für die Unterbezirksparteitage: Gudrun Rahn, Margit Richter-Stopfkuchen, Christoph Fellner von Fellner zu Feldegg, Dirk Siebert, Gerhard Rupp, Harald Franke, Karin Asmus, Elke Högy, Udo Matthiae, Gunter Schmidt, Reinhold Dörr und Thorsten Euler.

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