27. September 2016, 10:13 Uhr

Meilensteine für Stockhausen

Grünberg (fp). Die Übergabe eines neuen Feuerwehrfahrzeuges oder eines Gerätehauses ist stets ein Meilenstein in der Geschichte jeder Feuerwehr. Die Brandschützer in Stockhausen freuten sich am Samstag über beides:
27. September 2016, 10:13 Uhr

Neben der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges-Logistik weihten sie auch das umgebaute Domizil ein. Beides konnte sich die Bevölkerung beim Tag der offenen Tür genau anschauen, der dann fast nahtlos in das Brückenfest überging.

Nach ausführlicher Planung und zahlreichen Diskussionen sei das 42 Jahre alte Gerätehaus umgebaut worden, erläuterte Wehrführer Sascha Hofmann, der insbesondere die Zufriedenheit der Einsatzabteilung mit dem Ergebnis hervorhob. Nach 25 Jahren habe man das alte Fahrzeug außer Dienst gestellt. Mit dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik nenne man nun ein Einsatzmittel sein Eigen, das neben der üblichen Normbeladung zur Brandbekämpfung zusätzlich Platz für Rollcontainer biete. Untergebracht seien unter anderem 500 Meter B-Schlauchmaterial, das mit wenig Personal schnell zum Einsatz gebracht werden könne. Das Konzept bezeichnete Hofmann als anpassungsfähig und flexibel. Das Fahrgestell finanzierte das Land, den Aufbau für
55 000 Euro bezahlte die Stadt.

Lob gab es von vielen Seiten für die Eigenleistungen beim Umbau durch die Einsatzkräfte, da dies auch die Kosten senkte. Besonderes wurde der stellvertretende Wehrführer Holger Liehr gewürdigt, der als »Bauleiter« penibel auf eine korrekte Bauausführung achtete.

Bürgermeister Frank Ide schwelgte in
Erinnerungen: Die Übergabe des Vorgängerfahrzeuges war einst seine erste Amtshandlung als damaliger Stadtbrandinspektor. Nicht unumstritten sei der Anbau gewesen, rief der Bürgermeister in Erinnerung. Stockhausen hat nur 303 Einwohner. Lange wurde als Alternative ein gemeinsamer Standort mit Lardenbach/Klein-Eichen und Weickartshain in Seenbrücke diskutiert. Die drei Wehren sprachen sich jedoch dagegen aus und konnten die Politik letztlich überzeugen. Die ursprüngliche Kostenplanung von 400 000 Euro sei auf 350 000 Euro reduziert worden, davon seien 320 000 Euro ausgegeben. Einige Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Kreisbrandmeister Bodo Schäfer war sich sicher, dass das neue Fahrzeug sowie das umgebaute Gerätehaus einen Motivationsschub bedeuten. Stadtbrandinspektor Lothar Theis zeigte die Vorteile der örtlichen Wehren auf, verdeutlichte auch die Bedeutung der Vereine für das Dorfleben. Vereinsvorsitzender Marco Bingmann nannte dafür als Beispiele das Brückenfest oder die Maifeier. Er dankte allen Spendern, welche die Arbeit der Feuerwehr unterstützen.

Beim Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher nicht nur das Gerätehaus und das neue Fahrzeug anschauen, sondern erlebten auch die Simulation eines Fettbrandes. Wer wollte, konnte selbst mit dem Feuerlöscher üben. Neben Kaffee und Kuchen hielten die Aktiven zudem Deftiges für die Gäste bereit, bevor man zum Brückenfest überging.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bauausführung
  • Fahrzeuge und Verkehrsmittel
  • Feuerwehren
  • Frank Ide
  • Kostenplanung
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos