12. August 2011, 18:05 Uhr

Grünberger laden fürs Wochenende zum Folkfestival

Grünberg (tb). Ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und anspruchsvolles Programm aufzustellen, mit international bekannten Gruppen, Musik und Tanz aus vielen Ländern – so lautet der Anspruch der ehrenamtlichen Macher des Grünberger Folkfestivals um Manfred Albrecht.
12. August 2011, 18:05 Uhr
Geben in Grünberg ihre Visitenkarte ab: »The Pokes«. (pm)

Ein Anspruch, der auch für die 13. Auflage an diesem Wochenende gelten dürfte. Der Blick ins Programm zumindest ist vielversprechend. Vor allem die Breite des Spektrums beeindruckt, es reicht von Irish Folk über Weltmusik, Cajun bis zu den abgefahrenen »Soviet Grooves« der »Apparatschiks«.

Gar nicht grimmig

»Grimmich Folk« heißt seit diesem Jahr übrigens »Grünberg Folk«. Wie das ehrenamtliche Planungsteam erklärt, sei von Gästen des Öfteren die Frage nach der Bedeutung von »Grimmich« gestellt worden. Gäste, der oberhessischen Mundart nicht mächtig, hätten dies immer wieder mit »bösartig« oder »unsympathisch« assoziiert. Da diese Vergleiche weder auf Grünberg noch auf das Festival zutreffen, entschloss man sich, künftig »freundlicher, symphathischer und frischer« aufzutreten. Wie auch immer, den Grimmich-Besucher erwartet an diesem Wochenende mehr als ein »nur« entspanntes Musikvergnügen open air, im Barfüßerkloster, in der Hospitalkirche und in zwei Kneipen. Um den guten Ruf der Veranstaltung weiter zu mehren, hat der Folkausschuss wiederum ein nicht minder attraktives Rahmenprogramm vorbereitet.

Folk-Gottesdienst

Erwähnt sei hier das »Afrikanische Dorf« mit (vor allem) landestypischen kulinarischen Spezialitäten auf dem Winterplatz oder die »Längste Tafel Grünbergs«, die am Sonntag zur Mittagszeit auf dem Marktplatz aufgebaut wird. Nicht zu vergessen und längst Tradition ist der Folk-Gottesdienst auf dem Marktplatz mit Gospels und Spirituals der »Fishermen’s Friends«. Auf dass – vor allem am Sonntag – das Festival eine Magnet für die ganze Familie sei, hat der Folkausschuss wieder ein tolles Kinderfest vorbereitet.

Im Vordergrund aber steht die Musik. Los geht es am Samstag, 13. August. Um 20 Uhr gibt’s zunächst schottische Klänge der Gruppe »Questwind«, um 22 Uhr bietet »Alpcologne« Alphorn-Jazz, und von 0 bis 2 Uhr lassen es die »Apparatschiks« krachen. Punk-Folk von den »Pokes« (21 bis 22.30 Uhr) werden abgelöst von Cajun- und Zydecco-Klängen der »Cajun Roosters« (bis 1 Uhr).

In der Hospitalkirche bietet »Dán« feine irische Musik (21.30 bis 23.30 Uhr), während im Barfüßerkloster das »Paul-Simpson-Projekt« von 21 bis 23 Uhr Folk-Rock spielt. Musik »für die Leut«« machen Christa Mohr und Peter Friedrich bei »Lipperts« ab 20 Uhr. Griechische Folklore von »Doremi« wird in der »Taverna Santorini« serviert.

Am Sonntag eröffnet um
13 Uhr »Fishermen’s Friends« den Reigen mit Soul und Blues. Jiddische und osteuropäische Folklore bieten »Bakad Kapelye«. Um 14 Uhr dann »Fast Forward Folk« der Formation »Cadaterra«, ab 15.30 Uhr spielt »Double Stomp« Folk-Blues.

Sonntag Konzert in Kirche

Das Ticket für den Samstag kostet 10 Euro, für den Sonntag 5 Euro. Das Kombiticket für beide Tage kostet 12 Euro. Darin enthalten ist der Eintritt fürs Abschlusskonzert am Sonntag, 18 Uhr, in der Stadtkirche mit der Gruppe »Die acht Ohren« (Konzert allein: 5 Euro). Vier Frauen verheißen Musik aus Ost- und Südeuropa, dem vorderen Orient, Afrika und Südamerika. Stilrichtungen wie Oros, Tango, Kolos und Klezmer verschmelzen in meditativen Klängen, erschallen in ungeraden Takten und flotten Tänzen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Folk Musik
  • Folklore
  • Musikverein Griedel
  • Peter Friedrich
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos