10. September 2012, 22:23 Uhr

Grünberg heißt katholischen Pfarrer Wunderle willkommen

Grünberg (fp). »Das Evangelium sichtbar machen, alle Menschen der Gemeinde als Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern im Sinne Jesu zusammenführen« - nur zwei der Aufgaben, die Bischof Karl Kardinal Lehmann in einem Hirtenbrief an die Gemeinde Grünberg/Mücke dem neuen Pfarrer Wunderle mit auf den Weg gab.
10. September 2012, 22:23 Uhr
Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde der neue Grünberger Pfarrer Clemens Matthias Wunderle (Laubach) in sein Amt eingeführt: Das Foto zeigt die Übergabe des Evangeliums durch Dekan Neff (rechts). (fp)

Dekan Ulrich Neff aus Lich verlas die Botschaft des Oberhirten des Bistums Mainz am Sonntag beim feierlichen Einführungsgottesdienst des neuen und sechsten katholischen Seelsorgers in Grünberg, Clemens Matthias Wunderle. Bischof Lehmann rief in seiner Botschaft auch die Gemeinde dazu auf, dem neuen Pfarrer Vertrauen zu schenken und forderte nicht nur im Hinblick auf den Priestermangel den intensiveren Austausch der Erfahrungen zwischen den Gemeinden in Grünberg und Laubach. Bekanntlich war der seitherige Pfarrer von Heilig Kreuz, Jonas Adam, vom Mainzer Generalvikar Giebelmann nach Buseck versetzt und dem Laubacher Wunderle die Seelsorge in Grünberg mitübertragen worden.

Zur Eröffnung des Gottesdienstes bat der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Dr. Karl Vörckel, um Zustimmung des Volkes Gottes für Clemens Matthias Wunderle, was die Gläubigenschar in Grünbergs katholischer Kirche mit Beifall quittierte.

In seiner Einführung gab Dekan Ulrich Neff (Lich) dem sechsten Grünberger Pfarrer die Leitung der Pfarrgemeinde im Sinne Jesu Christi mit auf den Weg. Wunderle tritt damit in die Fußstapfen der früheren Priester Schütz, Zimmermann, Hasenbein, Stein und Adam.

»Werde Hirte für alle Gläubigen sein«

Auf die Botschaft des Bischofs eingehend, übertrug Neff dem neuen Diener Gottes in der Gallusstadt die unverfälschte Verkündung von Gottes Wort, besonders sei dies Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Es solle auch die erreichen, die mit der Kirche weniger intensiv verwurzelt seien. Neben der feierlichen Leitung des Gottesdienstes solle der Pfarrer die Lebenssituationen in seiner Gemeinde kennenlernen und sich allen zuwenden, die in Schwierigkeiten geraten seien. Er solle Talente entdecken und fördern, denn die Gemeinde trage ebenfalls dafür Sorge, dass geistliche Berufe ergriffen werden. Neff hob besonders den Aspekt der Ökumene für Christen in Oberhessen hervor. Im Mit- und Füreinander der Gemeinden Heilig Kreuz Grünberg/Merlau und St. Elisabeth Laubach werde es gelingen, dass Pfarrer Wunderle für alle ein guter Seelsorger und Pfarrer werde, so Neff abschließend.

Im weiteren Gottesdienstverlauf legte Pfarrer Wunderle sein Amtsversprechen ab und erhielt vom Dekan ausdeutende Insignien wie Kirchenschlüssel, Evangelium, Kelch und Hostienschale. Wunderle seinerseits versprach, »mit ganzem Herzen Hirte für die Gläubigen in Laubach und Grünberg« zu sein und dankte für die herzliche Aufnahme. »Beide Gemeinden werden nicht im Stich gelassen«, so der Priester weiter und bezog ausdrücklich Merlau und Weickartshain darin ein. Eingehend auf den neuen Einzugsbereich und den Priestermangel richtete Dekan Neff an Pfarrer Wunderle die Botschaft: »Vielleicht wirst du einmal der Papst von Oberhessen«.

In seiner Predigt ging Wunderle auf ein defektes Getriebe bei der Wallfahrt der Laubacher nach Altötting ein. »Es hat im Getriebe geknirscht und es hat auch in den Gemeinden geknirscht«, zeigte der Geistliche die Situation nach Bekanntwerden der Versetzungsnachricht von Pfarrer Adam auf. Ängste, Nöte und Unzufriedenheit seien zu Tage getreten. Wunderle rief dazu auf, die Kraft Jesu aufzunehmen, um der vielfältigen Sprachlosigkeit der heutigen Zeit zu begegnen. – Beim Empfang im Pfarrzentrum St. Antonius hießen zahlreiche Redner den neuen Seelsorger in der Gallusstadt mit Geschenken willkommen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dr. Karl Vörckel überreichte zwei Flaschen Wein mit drei Gläsern in Anlehnung an die Bibelpassage »wo zwei oder drei versammelt sind« und wünschte Wunderle immer die zwei oder drei zu finden, mit denen er sich besprechen kann. Die Bürgermeister Frank Ide (Grünberg) und Matthias Weitzel (Mücke) brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass der katholischen Seelsorge in Grünberg und Laubach eine hoffnungsvolle Zukunft beschieden sei.

»Haben nun Wunderle von Grünberg«

Der evangelische Dekan Norbert Heide wies auf das große Gebiet mit vielen Herausforderungen hin. Hier gelte es neue Wegspuren zu setzen.

Für die evangelischen Kirchengemeinden ging Pfarrer Matthias Wiskemann auf die gute ökumenische Zusammenarbeit ein. Anlehnend an den Fußballfilm »Das Wunder von Bern« meinte Wiskemann, man habe nun den »Wunderle von Grünberg«. Grußworte sprachen zudem Anja Peppler und Claudia Wolf für die Grundschulen in Grünberg und Ober-Ohmen.

Für den Laubacher Pfarrgemeinderat ging dessen Vorsitzender Robert Pietryga auf die neuen Herausforderungen für den Pfarrer ein, der aus beiden Gemeinden nun eine Pfarrgruppe bilden müsse. Es gelte enger zusammenzuarbeiten und sich auf den Weg in die andere Gemeinde zu machen. Der Grünberger Verwaltungsrat werde stets hinter dem neuen Pfarrer stehen, ganz zum Wohle der Gemeinde, sagte dessen Vertreter Alfred Hammerschick zu. Abschließend dankte Wunderle für die Aufnahme, in deren gespürter Ausstrahlung viel Vertrauen liege.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bischöfe
  • Evangelische Kirche
  • Evangelium
  • Frank Ide
  • Getriebe
  • Gläubige
  • Grünberg
  • Jesus Christus
  • Kardinäle
  • Matthias Weitzel
  • Pfarrer und Pastoren
  • Seelsorge
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos