16. Juni 2009, 21:24 Uhr

Ermutigende Bilanz nur dank Umweltprämie

Gießen/Grünberg (pm) Trotz Wirtschaftskrise geht die Automobilbranche in Oberhessen von einer positiven Bilanz für 2009 aus. Sorgen bereiten allerdings die folgenden zwei Jahre. Das wurde dieser Tage in Grünberg in der Innungsversammlung für das Kraftfahrzeuggewerbe Oberhessen deutlich.
16. Juni 2009, 21:24 Uhr

Gießen/Grünberg (pm) Trotz Wirtschaftskrise geht die Automobilbranche in Oberhessen von einer positiven Bilanz für 2009 aus. Sorgen bereiten allerdings die folgenden zwei Jahre. Das wurde dieser Tage in Grünberg in der Innungsversammlung für das Kraftfahrzeuggewerbe Oberhessen deutlich. »Die Rettung für die Branche ist das Konjunkturpaket II mit der Umweltprämie von 2500 Euro, die ein unerwartet positives Echo gefunden hat«, sagte stellvertretender Obermeister Hans-Joachim Beranek vor rund 60 Anwesenden.

2008 hätten Handel und Handwerk insgesamt 132 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Davon allerdings seien 15 Milliarden im privaten Gebrauchtwagenmarkt und 26 Milliarden von den Herstellern umgesetzt worden. Für das Kfz-Gewerbe seien 91 Milliarden Euro übrig geblieben. Da verwundere es nicht, dass es im Vergleich zum Vorjahr bundesweit 650 Kfz-Betriebe weniger gebe. Die Prämienentscheidung der Regierung sei daher »nötig und richtig gewesen«.

Weiter beschrieb der Vize-Obermeister das Konzept für die Regulierung von Autoglasschäden, das den Betrieben Ende Juni zu Verfügung stehe, sowie die Online-Teilebörse. Positiv äußerte er sich über die Arbeit der Schiedsstelle der Innung Oberhessen, die Kunden und Betrieben die kostenlos ermögliche, ein teures Gerichtsverfahren zu vermeiden. In der neutralen Schiedskommission säßen der Innungsobermeister, Vertretern von ADAC und AvD, ein Kfz-Sachverständiger und - als Vorsitzender - ein Jurist.

Gründen will man ein regionales Netzwerk für Verkehrsrecht. Björn Hendrischke, stellvetretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, berichtete von Innungsmitgliedern, die vermehrt Probleme mit Kfz-Versicherern bei der Unfallschadensabwicklung hätten. Das werde durch »die zunehmende Steuerungspolitik und die systematische und ungerechtfertigte Rechnungskürzung der Versicherer immer unerfreulicher«. Das Rechtsdienstleistungsgesetz gebe den Werkstätten zwar die Möglichkeit, etwas mehr als bisher für ihre Kunden zu tun. »Dennoch ist eine umfassende rechtliche Betreuung der Kunden dringend geboten. « Der Landesverband des Kfz-Gewerbes wolle deshalb regionale Netzwerke von Fachanwälten für Verkehrsrecht schaffen. Kunden der Innungsmitglieder könnten diese beauftragen, wenn sie einen Unfallschaden mit der Versicherung regulieren müssten.

In der Versammlung der Innung, der 345 Betriebe angehören, informierte Umweltbeauftragter Jürgen Möller zudem über die zum Januar 2010 geplanten Änderungen der Abgasuntersuchung. Sie werde zum Bestandteil der Hauptuntersuchung. AU-Nachweise würden mit Merkmalen versehen, die schwerer zu fälschen sind: per Siegel und Zangenprägung.

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