09. August 2014, 11:58 Uhr

Das Ziel: 115 neue Bauplätze für Grünberg bereits 2015

Grünberg (tb). Läuft: Der vom Stadtparlament beschlossene Ankauf der Flächen für die Erweiterung des Baugebietes »Baumgartenfeld« ist in trockenen Tüchern, will sagen notariell beurkundet. Läuft alles Weitere nach Plan, so könnten bereits im dritten oder vierten Quartal 2015 die ersten von insgesamt 115 Häuslebauern loslegen.
09. August 2014, 11:58 Uhr
Blick aufs »Baumgartenfeld«: In Richtung Queckborn (links) will die Stadt 115 neue Bauplätze ausweisen, auf der Warteliste stehen bereits jetzt 58 Interessenten. (Foto [M]: tb)

»Das ist zumindest unser Ziel«, erklärte gestern Hauptamtsleiter Edgar Arnold in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters Frank Ide. In wenigen Jahren dürfte somit die Siedlung im Südwesten Grünbergs mit jetzt schon 1050 Bewohnern Queckborn mit aktuell rund 1380 Menschen den Rang als zweitgrößter »Stadtteil« abgelaufen haben (tatsächlich bleibt das Baugebiet natürlich Teil der Kernstadt).

Was dafür spricht: Seitdem das Vorhaben, am begehrten Standort Kernstadt neue Bauplätze zu schaffen, pressewirksam geworden ist, steigt die Zahl der Anfragen. Arnold: »Auf der Warteliste stehen bereits 58 Interessenten.« Denn auch für Grünberg gilt: Attraktiv für junge Familien sind vor allem preiswerte Bauplätze in zentraler Lage mit guter (sozialer) Infrastruktur. Hinweise der Verwaltung auf freie, gar günstigere Parzellen in den Stadtteilen ziehen nicht. Mehr als einmal schon hat Bürgermeister Frank Ide Skeptikern dies entgegengehalten. Sinngemäß: »Die Leute wollen nach Grünberg-City – oder gar nicht.«

Nächster Schritt für die Erfüllung solcher Begehrlichkeiten ist nun die Umsetzung der ersten, in den Fachausschüssen bereits beratenen Entwürfe des Büros Fischer in einen Bebauungsplan. Die Verwaltung hofft auf ein zügiges Verfahren, wozu nicht zuletzt die Abwägung der Stellungnahmen von Behörden und Verbänden sowie weitere Beratungen des Stadtparlamentes gehören.

Dritter Kindergarten geplant

Die Planer sind derzeit dabei, den vierten Bauabschnitt mit 35 Parzellen zu »skizzieren« – also Straßenführung, Versorgungsleitungen (Nahwärmenetz wird geprüft), Anbindung an bebaute Abschnitte wie an den ÖPNV. Der abschließende Satzungsbeschluss für den B-Pan »Baumgartenfeld-Erweiterung, Abschnitt 3/4« könnte im Herbst gefasst werden.

Ziel der Stadt wäre es dann, bereits im Herbst/Winter die Erschließungsarbeiten – Kanal, Wasser, Baustraße, Strom – auszuschreiben, auf dass im Frühjahr die Bagger rechts der Straße nach Queckborn/Münster anrücken könnten. Sofern die Arbeiten zügig abliefen,würden im Sommer/Herbst die ersten Neubürger ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen können. Dass dafür alles »fluffig« ablaufen muss, ist klar.

Vermarkten will die Stadt die 80 plus 35 Parzellen voll erschlossen, angedacht ist ein Preis von 130 Euro/qm. Wie viel die Stadt dafür vorstrecken muss, mithin wie hoch der Eigenanteil (öffentliche Flächen) sein wird, dafür bleiben die Ergebnisse der Ausschreibung abzuwarten.

Wie bereits vom Bürgermeister angedeutet, sollte nach seinem Dafürhalten eine größere Parzelle im Abschnitt 3 nicht für Wohnzwecke genutzt werden: Auch angesichts der bereits guten Belegung in Queckborn wie in Grünberg (Rondell/Schulstraße) sollte hier der dritte Kernstadt-Kindergarten gebaut werden. Dafür spricht nicht nur die Altersstruktur der »Baumgartenfelder« in spe, sondern auch die der bereits ansässigen: rund 60 der aktuell 1050 Bewohner sind unter sechs Jahren. Vor rund fünf Jahren war Ides Idee für einen Neubau am Freibad im Stadtparlament gescheitert, diesmal dürften die Erfolgschancen höher sein.

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