12. Februar 2008, 09:52 Uhr

»Das Werden der inneren Einheit steht jetzt noch bevor«

Grünberg (fp). »Nach der äußeren Einheit, die heute vollzogen wurde, steht das Werden der inneren Einheit noch bevor«, sagte der Vorsitzende des Grünberger Pfarrgemeinderates, Klaus Reith, am Sonntag beim Empfang im katholischen Pfarrzentrum Grünberg.
12. Februar 2008, 09:52 Uhr
Generalvikar Giebelmann (Mitte) überreicht die Ernennungsurkunden an Diakon Hans-Joachim Schaaf, Pfarrer Karl-Heinrich Stein, Pater Peter Chukwuma und Pastoralreferentin Carola Simon. (Foto: fp)

Grünberg (fp). »Nach der äußeren Einheit, die heute vollzogen wurde, steht das Werden der inneren Einheit noch bevor«, sagte der Vorsitzende des Grünberger Pfarrgemeinderates, Klaus Reith, am Sonntag beim Empfang im katholischen Pfarrzentrum Grünberg. Zuvor fand in einem Gottesdienst die offizielle Errichtung der gemeinsamen Pfarrei »Heilig Kreuz« statt. Sie ist das Ergebnis der Fusion der ehemaligen Pfarrgemeinden »Maria zu den sieben Schmerzen« (Grünberg) und »St. Johannes Evangelist« (Merlau) zum 1. Januar 2008. Während der Messe erhielten die Verantwortlichen die Errichtungsurkunde aus den Händen von Generalvikar Giebelmann, der auch den hauptamtlich Tätigen ihre Ernennungsurkunden überreichte.

Reith hatte auch die Begrüßung am Anfang des Gottesdienstes übernommen und erinnerte an die ersten Gespräche mit dem Generalvikar, bei denen es um Einsparmöglichkeiten ging. Giebelmann habe vor etwa zwei Jahren dabei betont, dass keine Gemeinde durch eine Fusion schlechter gestellt werde.

»Heilig Kreuz - Name ist Programm«

Pfarrer Karl-Heinrich Stein sagte, »Heilig Kreuz« sei kein Name mit dem man sich schmücke, sondern Programm. Neben der Verkündigung des Wortes Gottes zähle die Katechese oder die Begleitung von Menschen in Not zu einer der Hauptaufgaben - diesem Auftrag sei man sich bewusst.

Der Generalvikar überbrachte zunächst die Grüße von Bischof Karl Kardinal Lehmann. Der Zusammenschluss sei einzuordnen in den Prozess »Lebendige Gemeinde«. Man müsse erkennen, dass Menschen heute in größeren Räumen lebten, aber trotzdem »ihre« Pfarrkirche wollten. Unter dem Symbol des aufgerichteten Kreuzes sei die Mitte des Glaubens - »Tod und Auferstehung haben ihren Platz.« Den Menschen auf der Suche nach Wahrheit, nach dem Anfang und dem Ziel des Lebens Lösungen zu geben, sei Aufgabe der Pfarrei. »Wenn wir hier keine Antworten wissen, holen sich die Menschen diese bei anderen, dies ist dann die Stunde der Sekten«, formulierte es der Generalvikar. Und weiter: »Unter das Kreuz sind alle Menschen gerufen«.

Grünberg sei schon immer eine Gemeinde vieler Menschen aus verschiedenen Ländern gewesen. Sie seien nach dem Krieg und auch in unserer Zeit gekommen, um Heimat, Arbeit und Ihresgleichen zu suchen. Er rief dann der Gemeinde zu: »Unter dem Kreuz gibt es keine Fremden«.

»Bistum Mainz wird beide Kirchen erhalten«

In der Kirchengemeinde geb es keine Gewinner oder Verlierer. Das Bistum Mainz werde beide Kirchen erhalten und setze mit der Sanierung des Gotteshauses in Merlau auch ein Zeichen. Man vollziehe die Gründung der Pfarrei in dem Bewusstsein, dass es für die Zukunft ist, deshalb sei es auch gut, dass die Kinder beim Gottesdienst anwesend seien. Giebelmann übergab nun die Errichtungsurkunde an Pfarrer Stein sowie die Ernennungsdokumente an den Seelsorger sowie an Diakon Hans-Joachim Schaaf, Pastoralreferentin Carola Simon und Pater Peter Chukwuma. - Beim Empfang im Pfarrzentrum ergriff zunächst der Vorgänger von Pfarrer Stein, Pfarrer Günther Hasenbein das Wort. Sein Grußwort bestand aus einem Satz, dem Zitat eines Bischofes: »Wer den Himmel ernst nimmt, ist für die Erde tauglich«. Dekan Januarius Mäurer begrüßte die Gründung der neuen Pfarrei und ging auf die Bedeutungsweite des Symbols von »Heilig Kreuz« ein.

Mundharmonika vom Kollegen

Grußworte richteten auch der Laubacher katholische Pfarrer Clemens Matthias Wunderle, Norbert Rudzinski von der Ev.-Lutherischen Kirche Grünberg und per Schriftform Prediger Martin Schlue von der ev. Stadtmission an die Gemeinde. Für die ev. Gemeinden Grünberg, Harbach, Stangenrod, Lehnheim und Lumda sprach Pfarrer Hartmut Miethe. Im Hinblick auf die veränderten Strukturen betonten Miethe und Rudzinski die Notwendigkeit, neue Wege zu gehen. Miethe betonte, die Individualität des Menschen dürfe nicht verschliffen werden, sondern müsse in der Gemeinschaft gestärkt werden. An Pfarrer Stein übergab der evangelische Kollege eine Mundharmonika als Geschenk. »Damit kannst Du deine weit verstreute Herde zusammenrufen, in trüben Tagen ein fröhliches Lied spielen oder eine gemeinsame Melodie für alle finden«, gab er seinem mittlerweile »persönlichen« Freund mit auf den Weg.

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