06. Oktober 2009, 15:10 Uhr

Aussteller des Vorjahres trotz der Wirtschaftskrise wieder da

Grünberg (jhm). Von wegen Finanz- und Wirtschaftskrise: Mit der sechsten Auflage der Gewerbeschau »Grünberger Schaufenster« zeigten am Wochenende über 80 Geschäfte und Betriebe der Großgemeinde in drei großen Ausstellungszelten ihre Attraktivität und Leistungsfähigkeit.
06. Oktober 2009, 15:10 Uhr
Für spektakuläre Hochseilakrobatik ist die Familie Traber weltberühmt. (jhm/Foto: fp)

Grünberg (jhm). Von wegen Finanz- und Wirtschaftskrise: Mit der sechsten Auflage der Gewerbeschau »Grünberger Schaufenster« zeigten am Wochenende über 80 Geschäfte und Betriebe der Großgemeinde in drei großen Ausstellungszelten ihre Attraktivität und Leistungsfähigkeit. Neben interessanten Angeboten und Informationsständen lockte auch ein attraktives Rahmenprogramm an die 8000 Besucher auf den Gallusplatz. Vor den wunderschönen Grünberger Fachwerkhäusern fand am Samstag und Sonntag zudem der alljährliche Altstadtmarkt statt. Die Hauptattraktion waren dabei diesmal 15 Händler vom Hamburger Fischmarkt, die ihre Waren lauthals und mit kernigen Sprüchen unter die Leute brachten. Rund um den Marktplatz und entlang der Markt- und der Rabegasse machten 65 Händler von Kleidung über Spielsachen bis zu kulinarischen Genüssen zahlreiche Angebote. Am Sonntagnachmittag hatten zudem die Einzelhandelsgeschäfte der Innenstadt geöffnet.

Bei der offiziellen Eröffnung des »Grünberger Schaufensters« am Freitagabend, die vom Saxophon-Quartett der Musik- und Kunstschule umrahmt wurde, versprühte Bürgermeister Frank Ide Optimismus: »Trotz der Krise sind nahezu alle Aussteller des Vorjahres wieder da und präsentieren sich den Kunden. Wir als Stadt haben bis zum Jahresende mit Hilfe des Konjunkturpaketes Aufträge im Wert von einer Millionen Euro vor allem an heimische Betriebe vergeben. Wir können uns nicht tot sparen.« Dr. Norbert Stenzel von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg bezeichnete Grünberg als »lebendige Stadt mit blühendem Einzelhandel«, der als Hoffnung für die Zukunftssicherung diene: »Die Menschen strömen zu Ihrer Schau, die ein strategisch wichtiges Marktinstrument für die Unternehmen und Dienstleister darstellt.« Dr. Gottfried Hartmann beglückwünschte alle Helferinnen und Helfer im Namen der Kreishandwerkerschaft Gießen zum Ergebnis ihres Engagements. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Integration und Arbeit Gießen (GIAG), Torsten Becker, verwies auf den Arbeitgeberservice der Organisation und versprach eine weiter enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Für den Veranstalter, die Grünberger Werbegemeinschaft, dankte stellvertretender Vorsitzender Klaus Handstein der Stadt für ihre Unterstützung zum Gelingen des »Schaufensters« und nannte Organisator Rolf Meyer »stellvertretend für die vielen Helfer«.

»Märtfraa« Doris Vogler-Hahn schenkte im Anschluss an den offiziellen Teil das traditionellen »Grimmicher Schusterpech« an die Besucher aus, darunter auch die gewählte, vereidigte und ernannte Landrätin Anita Schneider.

Am Samstag und am Sonntag lockten neben den Ständen im Hauptzelt, wo denen vor allem die Präsenz des heimischen Schreinerhandwerks hervorzuheben war, auch Vorträge zu erneuerbaren Energien in den »Condomer Stuben« der Gallushalle und eine Fahrzeugschau des Technischen Hilfswerks (THW), in deren Rahmen den Kameraden des Zuges auch ein neuer Gerätewagen 1 übergeben wurde. Die Stadt Grünberg erfreute an ihrem Stand die kleineren Besucher mit einer Überraschung. Am Sonntag fand zudem eine Automobilausstellung der Grünberger Autohäuser statt.

Neben weiteren Musikdarbietungen der Musik- und Kunstschule sorgte vor allem die spektakuläre Hochseil-Show der weltberühmten Artistenfamilie Trabers auf schwankendem Mast in 53 Metern Höhe für offene Münder. Ob auf dem Motorrad oder zu Fuß - bei den sechs Vorstellungen am Wochenende ging bei den wagemutigen Artisten zum Glück »alles glatt«. Gemütlicher ging es am Stand der Grünberger Partnerstädte Mragowo (Polen) und Condom (Frankreich) zu, wo Köstlichkeiten aus den Regionen und ein interessanter Austausch verbunden wurden.

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