29. Mai 2008, 18:42 Uhr

Gedenktafel steht wieder an Zörbs Kreuz

Fernwald/Buseck (gl). »Im Fernwald da steht ein Kreuz« so beginnt das Gedicht eines unbekannten Verfassers, das im Wald zwischen Annerod und Steinbach an Georg Zörb erinnert. Der Mann aus Lützellinden war dort am 14. Juni 1897 bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt.
29. Mai 2008, 18:42 Uhr
Reinhold Wagner (hintere Reihe, 3. von rechts) mit seinen Sportkameraden sowie Revierförster Thomas Jennemann und Jagdpächter Bernd Kraft (rechts). (Foto: gl)

Fernwald/Buseck (gl). »Im Fernwald da steht ein Kreuz« so beginnt das Gedicht eines unbekannten Verfassers, das im Wald zwischen Annerod und Steinbach an Georg Zörb erinnert. Der Mann aus Lützellinden war dort am 14. Juni 1897 bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt. Ein Kreuz aus Sandstein, bei vielen Wanderern und Sportlern als »Zörbs Kreuz« bekannt, erinnert noch heute an sein Schicksal. Der Heimatverein Annerod hatte das Kreuz im Mai 1990- es war Zörbs 125. Geburtstag- unter großer Teilnahme der Bevölkerung eingeweiht, nachdem das alte Kreuz in den 80er Jahren durch Manöverfahrzeuge teils zerstört worden war. Auch eine Gedenktafel mit dem Gedicht wurde aufgestellt.

Doch im September 1997 entwendeten Unbekannte die Tafel. »Das kann so nicht bleiben« dachte sich der Großen-Busecker Reinhold Wagner, der als passionierter Geher mit seinen Sportkameraden die Stelle immer wieder passierte und Passanten gerne aus der Erinnerung heraus das Gedicht rezitierte. Mit Trainingspartnerin Mechthild Hofmann aus Grüningen fasste er den Entschluss, eine neue Tafel zu installieren und fand bei Revierförster Thomas Jennemann ein offenes Ohr. Dieser ermöglichte nicht nur das Aufstellen des Schildes, sondern stiftete auch gleich noch eine neue Sitzbank. Beides wurde gestern von Reinhold Wagners Sportkameraden eingeweiht. Hans Michalski, Helga und Reinhold Wagner, Rainer Henn, Heidrun Neidel, Alfred und Inge Schnabel, Winfried Hofmann sowie Rolf und Ursula Suppmann bestaunten das Werk gemeinsam mit Jagdpächter Bernd Kraft und konnten auch gleich die folgenden Zeilen lesen:

»Im Fernwald da steht ein Kreuz, im hohen Buchenwald/ manch Wandrer der vorüber zieht/ macht hier mal gerne halt./ Das Kreuz ruft zur Besinnung auf/ in dieser schweren Zeit/ was mag wohl hier geschehen sein/ vor allzu langer Zeit./ Es war an einem Sommertag/ als dieses Unglück hier geschah/ verweile Wandrer nimm dir Zeit/ wie schnell vergehen Tag und Jahr./ Erfreue dich an der Natur/ die Gott hat uns geschenkt/ und danke ihm dafür,/ dass er auch deine Wege lenkt./ Dann wandre weiter deines Weges/ mit einem frohen Lied/ und schaue Gottes schöne Welt/ die dir zu Füßen liegt./ Beschütze und behandle, so wie sie dir gefällt/ damit man sie noch später sieht/ und als Geschenk von Gott erkennt.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Arbeitsunfälle
  • Gedenktafeln
  • Gedichte
  • Steinbach
  • Waldgebiete
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.