12. Dezember 2010, 21:06 Uhr

Fernwald: "Voice Factory" begeistert

Fernwald/Staufenberg (bas). »Im Anfang war das Wort« sangen mit Kraft und Hingabe die Mitglieder von »Voice Factory« - junger Chor des Gesangvereins Mainzlar - während ihres Konzerts in der evangelischen Kirche in Annerod.
12. Dezember 2010, 21:06 Uhr
Als Volk Israel sangen die Mitglieder von« Voice Factory«, die die Zuhörer bei ihren Konzerten beeindruckten. (Foto: bas)

Fernwald/Staufenberg (bas). »Im Anfang war das Wort« sangen mit Kraft und Hingabe die Mitglieder von »Voice Factory« - junger Chor des Gesangvereins Mainzlar - während ihres Konzerts in der evangelischen Kirche in Annerod. »Weihnachten 21« lautete der Titel des vielfältigen musikalischen Reigens. Schon das Erscheinungsbild machte auf das Folgende neugierig, trat doch der Chor gekleidet als Volk Israel auf. Person für Person traten die »orientalisch« angezogenen Chormitglieder singend aus dem Hintergrund des Altarraums in den Vordergrund, bis der Chor schließlich komplett zu sehen war.

Eindrucksvolle Musik erklang gleich im zweiten Stück. In einem modernen Rap erzählten die Sänger den Beginn die Anreise nach Bethlehem. Der Sprachgesang der eigentlich aus der Musikkultur der amerikanischen Straßen-Jugend stammt und besonders »cool« wirkt, sorgte für einen spannenden Kontrast zur kirchlichen, warmen Atmosphäre, in der es geradezu nicht darum ging »cool« zu wirken.

Rock,Pop, Blues, Chanson, Latin, Musical, Gospel und Ballade - die verschiedensten Musikrichtungen griff »Voice Factory« auf, um der Weihnachtsgeschichte Ausdruck zu verleihen und auf die Aktualität zu verweisen. So entstanden stark unterschiedliche Intensitäten in der Musik, die dementsprechend unterschiedliche Gefühle erzeugten. Im weiteren Verlauf des abwechslungsreichen Konzerts streiften die Sänger und Sängerinnen auch inhaltlich eine große Bandbreite. Zunächst nahmen sie die Zuhörer musikalisch mit durch das Neue Testament und erzählten die Weihnachtsgeschichte, wie sie dort überliefert ist. Dann berührten sie die Gegenwart, in der sie musikalisch kritisch den alljährlichen Kauf- und Geschenkerausch beleuchteten und dabei fragten, ob dies Ausdruck von Liebe sei. Letztendlich drückte die Gruppe dann im dritten Teil des Konzerts aus, dass die weihnachtliche Botschaft von der Liebe trotz aller modernen Schwierigkeiten und Gegensätze nicht an Aktualität eingebüßt habe und den Weg zu den Herzen der Menschen finde

Das Saxofon spielte Yvonne Braun, Percussion kam von Norfried Stumpf. Als »Maria« sang Martina Haybach, als »Hirten« Lothar Seipp und Klaus Thomann. Den Gesang der«Weisen aus dem Morgenlande« übernahmen Michael Schrader und André Queckbörner.

Als »Menschen aus dem Volk« sangen Andrea Weber, Petra Schulze, Angelika Hoffmann, Yvonne Braun, Beate Becker, Andrea von Bobart und Jasmin Vogel. Sprecher waren Anja Baumgärtner, Carlheinz Alsmeier, Julia Wieloch, Kathleen Waschewski, Gundula Breyer-Keil und Susann Steinrück-Krauß. Die Gesamtleitung hatte Daniela Werner, die auch am Klavier spielte.

Doch der Chor ließ seine Gäste nicht nur zuhören. Alle sangen gemeinsam »O du fröhliche, o du selige«, »Christ ist uns erschienen« und »Freue, freue dich o Christenheit«. Über diese wunderbare Atmosphäre freute sich auch Annerods Pfarrerin Anne Schneider. Sie begrüßte zu Beginn die rund 100 Gäste und den Chor, der aus ihrer Heimatgemeinde Mainzlar Staufenberg stammt. Selbstverständlich war dieses Konzert von »Voice Factory« war am nächsten Tag in der ev. Kirche zu Kirchberg in Staufenberg angesagt.

Dort singt der Chor seit mittlerweile über zehn Jahren erfolgreich und hat immer gute Besucherzahlen, so Daniela Werner von rund 300 Gästen. Im Anschluss gab es dort Glühwein, Würstchen und Plätzchen.

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