31. August 2008, 18:36 Uhr

»Der Ort, da Deine Ehre wohnt ...«

Fernwald (siw). Fein herausgeputzt wurde die kleine Kirche in Albach. Nach drei Monaten - und damit schneller als erwartet - wurde der zweite Bauabschnitt beendet. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Karl-Heinz Schmitt, konnte gestern zahlreiche Besucher, darunter Bürgermeister Matthias Klose, Ortsvorsteher Hans Gerd Frackenpohl und Architekt Alexander Ehrenspeck (Annerod), zum Gottesdienst begrüßen. »Sicherlich haben sie sich umgesehen und festgestellt, dass eigentlich alles beinahe so aussieht wie vorher«, sagte Schmitt. Das stimmt aber nur bedingt. Die Wände und die Decken haben den angeschmutzten Grauton verloren und erstrahlen nun in einem freundlichen Gelb.
31. August 2008, 18:36 Uhr
Architekt Alexander Ehrenspeck, Bürgermeister Matthias Klose, Pfarrer Ewald Steiner und der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Karl-Heinz Schmitt.

Fernwald (siw). Fein herausgeputzt wurde die kleine Kirche in Albach. Nach drei Monaten - und damit schneller als erwartet - wurde der zweite Bauabschnitt beendet. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Karl-Heinz Schmitt, konnte gestern zahlreiche Besucher, darunter Bürgermeister Matthias Klose, Ortsvorsteher Hans Gerd Frackenpohl und Architekt Alexander Ehrenspeck (Annerod), zum Gottesdienst begrüßen. »Sicherlich haben sie sich umgesehen und festgestellt, dass eigentlich alles beinahe so aussieht wie vorher«, sagte Schmitt. Das stimmt aber nur bedingt. Die Wände und die Decken haben den angeschmutzten Grauton verloren und erstrahlen nun in einem freundlichen Gelb.

Für viel Geld wurde die dispersionshaltige alte Farbe abgelaugt, bevor der neue Anstrich im Kalkverfahren eingearbeitet wurde. Dieser Anstrich nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, ohne dass es zu Stockflecken kommen soll. »Wir sind deshalb überzeugt, dass der nächste Anstrich - vielleicht auch erst wieder in 35 Jahren - vergleichsweise kostengünstiger wird, weil die Wände wieder atmungsaktiv sind«. Schmitt ging noch auf die weiteren Arbeiten ein, lobte die beteiligten Firmen (»alle haben Qualitätsarbeit geleistet«) und dankte Architekt Ehrenspeck und der Bausachgebietsleiterin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Heike Linke, für die Leitung und Überwachung der Arbeiten.

»Wenn Gott das Haus nicht baut, dann arbeiten umsonst, die daran arbeiten«, stellte Pfarrer Ewald Steiner die Liturgie und anschließend mit Psalm 26, Vers 8 (»Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt«) auch die Predigt auf den Anlass des Gottesdienstes ein. Kurz zitierte der Pfarrer aus der Chronik der 1774 eingeweihten Kirche, berichtete beispielsweise, dass alle Gemeinden des Busecker Tals einen großen Eichenbaum für den Bau der Albacher Kirche geschenkt hätten. »Jede Kirche hat ihren eigenen Geruch, jede Kirche riecht anders. Ich möchte beinahe von Stallgeruch sprechen, denn das hat ja seit Bethlehem nichts Negatives mehr«, so die Anspielung von Pfarrer Steiner auf den modrigen Geruch, der sich vor der Renovierung in der Kirche breit gemacht hatte. »Jetzt duftet die Kirche nach lebensspendender Freundlichkeit und der Liebe Gottes. Ein Duft, von dem man die Nase nicht voll genug bekommen kann«. Mit diesen Worten übergab Pfarrer Steiner das Gotteshaus erneut seiner Bestimmung.

»Tut mir auf die schöne Pforte« lautete themenbezogen das gemeinsam gesungene Lied. Zu Anfang des Gottesdienstes begrüßte der evangelische Kirchenchor die Besucher mit »Liebster Jesus, wir sind hier«, intonierte Psalm 19 (»Die Himmel erzählen«) und »Dona nobis pacem«. »Kir Royal«, eine Gesangsgruppe aus Hungen, erfreute mit zwei in englischer Sprache gesungenen Liedern (»Say, Love, if ever thou didst find« und »Come again«) und verabschiedete sich in französisch mit »La Nuit«. Beide Chöre werden von Monika Lies geleitet. Zum Ausklang des Gottesdienstes entlockte Bärbel Wosilat der Orgel besinnliche Klänge.

Eingeladen wurde zum gemeinsamen Mittagessen auf die Wiese hinter der Kirche. Bei herrlichsten Sommerwetter saß man dort noch lange bei Gesprächen über »Gott und die Welt« zusammen und auch Dekan Thilo Becher, der wegen anderer Verpflichtungen am Gottesdienst nicht teilnehmen konnte, gesellte sich später hinzu.

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