03. September 2012, 18:43 Uhr

Umweltpreis für Beuerner Pfadfinderstamm »Wikinger«

Buseck (rüg). Für die Einrichtung eines erlebnispädagogischen und ökologischen Lernorts mit Werkstatt- und Laborgebäude am alten Badeplatz wurde der Pfadfinderstamm der »Wikinger« am Montag mit dem Busecker Umweltpreis 2011 belohnt. Den Preis übergab Bürgermeister Erhard Reinl vor Ort.
03. September 2012, 18:43 Uhr
Lernort für ökologisches Denken und Verhalten: Stolz präsentieren sich die Beuerner Pfadfinder nach der Überreichung des Busecker Umweltpreises an ihre Gruppe. (Foto: rüg)

Reinl erinnerte in seiner Rede an eigene Erlebnisse bei den St.-Georgs-Pfadfindern. Auch er habe in dieser Zeit – zum Beispiel bei Wanderzeltlagern im Bayerischen Wald – sehr viel gelernt. Reinl dankte den Sponsoren, die das Preisgeld von 1000 Euro zur Verfügung gestellt hatten: Möbelstadt Sommerlad (vertreten durch Kerstin Sommerlad), Stadtwerke Gießen (Thomas Wagner, Matthias Funk) sowie Wiesecker Werkzeugvermietung und Metallkontor Treis. »Wenn Sie sich hier umsehen, werden Sie erkennen, dass das hier eine sinnvolle Sache ist«, so der Bürgermeister. Für die politischen Gremien freute sich Parlamentsvorsitzender Norbert Weigelt, dass die Beuerner Pfadfinder die ersten sind, die den Preis verliehen bekommen: »Ihr habt ihn auch verdient!« Am ehemaligen Badeplatz entstehe ein dauerhafter Lernort, der einen positiven Einfluss auf das Denken der Jugendlichen vermittle und Modellcharakter habe, »ein naturnaher Raum selbstbestimmten Handelns«.

Ortsvorsteher Markus Scheld verwies auf die historische Bedeutung des Ortes als Badeplatz und auf einen weiteren Erfolg der Pfadfinder mit ihrem zweiten Preis beim hessischen Wettbewerb für zukunftsweisende Kinder- und Jugendarchitektur im vergangenen Jahr (die GAZ berichtete). »Als Beuerner Ortsvorsteher freue ich mich natürlich, dass unser Dorf durch solche Aktivitäten in die Region und auch weit darüber hinaus strahlt«, sagte Scheld. Abschließend forderte er, dass der Preis künftig aus Mitteln der Gemeinde finanziert werden sollte, da die Sponsoren den Preisträger teilweise ohnehin schon unterstützten. So würden Fördermittel lediglich umgeleitet.

Seitens der Pfadfindergruppe bedankte sich Dr. Jörg Schudy für den Preis und auch für die seinerzeitige Änderung des Flächennutzungsplanes durch die Gemeinde, durch die es erst möglich geworden war, den Lernort einrichten zu können. Die Gruppe leiste am ehemaligen Badeplatz eine sehr gute Arbeit, die umweltpädagogisch die historisch gewachsene und auch ertragreiche sei: »Natur muss man nutzen, um ein Verhältnis zu ihr zu gewinnen und sie zu schützen. Nur dadurch bildet sich ein vernünftiges Umweltbewusstsein. « Das Preisgeld ist für eine Neuausstattung mit Solarpanels gedacht, »damit wir wieder Licht haben«. Die ursprünglichen Panels waren nämlich von Dieben abgebaut und gestohlen worden. Nun will man die neuen mit Sicherungsmaßnahmen versehen.

Neben der Nutzung erneuerbarer Energien stehen am Lernort aber auch das Experimentieren und naturwissenschaftliche Lernen im Vordergrund wie die Kontrolle der Wasserqualität, die Einrichtung einer Wetterstation, das Mikroskopieren oder die Beobachtung von Flora und Fauna. Nicht zu vergessen: die Herstellung schmackhafter Marmeladen und Gelees.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Badestellen
  • Pfadfinder
  • Sponsoren
  • Thomas Wagner
  • Umweltpreise
  • Wikinger
  • schmackhaft
  • Ökologie
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen