27. Januar 2009, 01:00 Uhr

Stehende Ovationen galten internationalem Musikgenuss

Buseck/Fernwald (siw). Mehr als 300 Gäste begaben sich am Sonntag im »Kulturzentrum am Schlosspark« mit den »Spielleuten der Busecker Schlossremise« und dem Blasorchester der TSG Steinbach auf eine musikalische Weltreise.
27. Januar 2009, 01:00 Uhr
Die »Spielleute« brachten beim Neujahrskonzert auch Schlagwerk zum Einsatz. (Foto: siw)

Buseck/Fernwald (siw). Mehr als 300 Gäste begaben sich am Sonntag im »Kulturzentrum am Schlosspark« mit den »Spielleuten der Busecker Schlossremise« und dem Blasorchester der TSG Steinbach auf eine musikalische Weltreise. Zum fünften Mal hatte die Gemeinde Buseck zu einem Neujahrskonzert eingeladen. Bürgermeister Erhard Reinl, Schirmherr der Veranstaltung, dankte den ausrichtenden Spielleuten mit Ilka Reinschmidt an der Spitze für die hervorragende Organisation. Reinl ging auf die fertiggestellten Baumaßnahmen in allen Ortsteilen ein: »Die Gemeinde hat - so meine ich - eine äußerst positive Entwicklung genommen, über die wir uns alle sehr freuen dürfen.« Seinen Ausblick auf die geplanten Vorhaben schloss er mit den Worten: »Es finden also nicht nur Wahlen in 2009 statt, es gibt richtig viel zu tun. Packen wir es an!« Mit »Gruß an Kiel« eröffneten die »Spielleute« unter Leitung von Volker Reinschmidt das Konzert.

Von dort aus ging die Reise mit dem schwedischen Militärmarsch »Björneborgarnes« in einer Nachvertonung durch den finnischen Komponisten Jean Sibelius in einem Arrangement des Buseckers Volker Reinschmidt nach Skandinavien. Weiter führte die Reise mit dem berühmten Walzer Nummer zwei aus der zweiten Jazz-Suite von Dimitri Schostakowitsch nach Russland. Asiatische Traditionen wurden eindrucksvoll mit der »Fantasie über japanische National-Melodien« musikalisch umgesetzt, und kontrastreich dazu wurde ein »Persischer Marsch« von Johann Strauß (Sohn) dargeboten. In einer typischen »Listening Version« (Hintergrundmusik) wurde der viertlängste Fluss Afrikas - »Zambesi« - musikalisch umschrieben. Mit der Titelmusik - komponiert von Maurice Jarre - zum Film »Lawrenz of Arabia« blieben die 20 Musiker auf dem afrikanischen Kontinent, machten danach einen geografischen Sprung mit »Highland Cathedral« von Uli Roever in das schottische Hochland. Gewohnt locker und charmant führte Martina Herzberger mit interessanten Ausführungen zu den Musikstücken und Komponisten durch den ersten Teil des Konzerts. Die stehenden Ovationen interpretierte der musikalische Leiter der »Spielleute der Busecker Schlossremise«, Volker Reinschmidt, folgerichtig als Wunsch nach einer Zugabe. So wurde »Over an Out« noch ein »Deutschmeister Regimentsmarsch« draufgesetzt.

Nach einer kurzen Umbaupause gelang dem Blasorchester der TSG Steinbach unter Leitung von Alexander Fischer ein majestätischer Auftakt mit der symphonischen Ouvertüre »Concensus« von Jan van der Roost. Carsten Schäfer, der gemeinsam mit Mechthild Ranze fachkundig durch den zweiten Konzertteil führte, beschrieb »Music for a Festival« (Philip Spark) als eine »Schwerstarbeit für das Orchester und für den Dirigenten«. Monumental mit Fanfaren gestartet, spielten die 45 Musiker den zweiten langsamen Satz des dreisätzigen Konzertwerkes mit einer gefühlvollen Holzbläsereinlage, um dann mit dem Allegro im letzten Satz ein markantes Schlusslicht zu setzen. Mit dem Klang der Kastagnetten und Flötentriller entführte das Blasorchester mit »Espana Cani« nach Spanien. Von den Unterhaltungen der Wiener ließ sich Johann Strauß (Sohn) zu seiner »Tritsch-Tratsch-Polka« inspirieren. Als Loblied auf die italienische Drahtseilbahn - einst von Luigi Denza geschrieben - hat sich »Funiculi Funicula« längst über die Landesgrenzen hinweg als Gassenhauer etabliert.

Die »Wettenberger Polka« ist als eine Hommage an das Gleiberger Land zu verstehen. Sie stammt aus der Feder von Ortwin Balser, der im TSG-Blasorchester das erste Flügelhorn spielt. Das Blasorchester aus Fernwald hatte bereits zum vierten Mal bei einem Neujahrskonzert in Buseck ein »Auswärtsspiel« und beendet seine Neujahrskonzerte stets mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Vater). Mit diesem Marsch und stehendem Beifall ging auch dieses Konzert zu Ende.

Ein kleines »Schmankerl« am Rande: Chiara Herberger feierte als jüngstes Orchestermitglied der »Spielleute« am Sonntag ihren elften Geburtstag, während das älteste Orchestermitglied Rainer Damm an diesem Tag 47 Jahre alt wurde. Dirigent Reinschmidt gratulierte zum Ehrentag, überreichte ein Präsent, und die Gäste spendeten beiden herzlichen Beifall.

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