28. Januar 2009, 19:18 Uhr

Oberhessen und Inder feiern ihre Partnerschaft im Glauben

Gießen (pm). Die Kirchengemeinden der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg begehen im Februar den Partnerschafts-Sonntag mit der indischen Diözese Krishna-Godavari. Das teilte Pfarrer Bernd Apel gegenüber der Presse mit, der die Ökumene in den drei Dekanaten verantwortet.
28. Januar 2009, 19:18 Uhr
Kinder in einem Projekt-Hort in Ambapuram/Südindien. (Foto: pm)

Gießen (pm). Die Kirchengemeinden der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg begehen im Februar den Partnerschafts-Sonntag mit der indischen Diözese Krishna-Godavari. Das teilte Pfarrer Bernd Apel gegenüber der Presse mit, der die Ökumene in den drei Dekanaten verantwortet. Die Kirchengemeinden mit ihren 71 000 Gemeindegliedern zwischen Gießen, Wetterau und Vogelsberg nehmen als Teil der Propstei Oberhessen für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Gestaltung der seit 1983 bestehenden Beziehungen wahr. Die Gottesdienst-Inhalte sind mit den Partnern abgestimmt, informieren über aktuelle Entwicklungen dort und hier. Thema ist in diesem Jahr - ausgehend von einem Wort Jesu in der Bergpredigt (»Selig sind die Friedensstifter«) - die Frage nach dem Beitrag der Kirchen zum Frieden in ihren jeweiligen Gesellschaften. Vertreter der EKHN-Partnerkirchen aus Asien, Afrika und Europa - darunter der Bischof von Krishna-Godavari. Dr. Govada Dyvasirvadam - kommen hierzu vom 16. bis 18. Februar in der Evangelischen Akademie Arnoldshain im Taunus mit Mitgliedern der hiesigen Partnerschaftsausschüsse zusammen. Auch zum Erfahrungsaustausch über, im Falle Indiens, die zuletzt verstärkt auftretenden militanten Gewaltexzesse gegen Nicht-Hindus oder, hier Deutschland, »die strukturelle Gewalt« der Schere zwischen Arm und Reich. Die Kollekte der Gottesdienste ist für Projekte in Krishna-Godavari bestimmt, die zum Teil seit Jahren aus Oberhessen mitfinanziert werden.

Bischof Dyvasirvadam kommt nach Buseck

Die Gottesdienste am 8. Februar in Obbornhofen (9.30 Uhr) und Bellersheim (10.30 Uhr) wird Pfarrer Apel leiten, der als Ökumene-Pfarrer der Region mehrmals in Indien gewesen ist. Bischof Dr. Dyvasirvadam wird nach der Tagung in Arnoldshain unter anderem am 19. Februar von 20 Uhr an im Großen-Busecker Johanniterstift aus seiner Heimat berichten.

Zur Diözese Krishna-Godavari, einer von 21 Regionen der Kirche von Südindien, 1947 entstanden durch den Zusammenschluss verschiedener nicht-katholischer Kirchen, gehören etwa 300 000 Christen meist mit armer und kastenloser Herkunft. Zu dieser Benachteiligung innerhalb der indischen Gesellschaft kommt der Minderheitenstatus - gegenüber 80 Prozent Hindus und etwa zwölf Prozent Muslimen. In solch multireligiöser Umgebung ist die Diözese Krishna-Godavari - benannt nach zwei großen Flüssen der Region, die in den Golf von Bengalen münden - erkennbar an intensivem gottesdienstlichem Leben und vorbildlicher Sozialarbeit. Als Ausdruck »ganzheitlicher Mission« will sie durch Gesundheitsdienste, Kinderbetreuung und Bildungsangebote zu einem Leben in Würde für die zum größten Teil ländliche Bevölkerung beitragen.

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8 Informationen über die Partnerschaft: Pfarrer Bernd Apel, Bergstraße 74, in 35418 Buseck, Telefon 0 64 08/6 10 86 66. Finanziell unterstützen kann man die Arbeit durch Spenden auf das Sonderkonto »Krishna-Godavari« des Evangelischen Dekanates Hungen 81 11 97 16 bei der Volksbank Mittelhessen (BLZ: 513 900 00)

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