17. Dezember 2013, 17:58 Uhr

Ökumene in Oppenrod heißt Friedenslicht

Buseck (siw). Eine große Friedenslichtgemeinde hatte sich am Montagabend in der evangelischen Kirche in Oppenrod versammelt, um die Ankunft des Lichtes aus Bethlehem mit Worten und Liedern zu feiern. Das Motto 2013 lautet: »Recht auf Frieden!«
17. Dezember 2013, 17:58 Uhr
»Fliege weiße Taube«: Alle Sängerlust-Chöre beim gemeinsamen Abschlusslied. (Foto: siw)

Leider könnten viel zu wenige Menschen in Frieden leben: »Frieden ist nicht unbedingt dort, wo die Waffen schweigen, sondern Frieden ist dort, wo Menschen in Würde, Gerechtigkeit und Wohlergehen zusammenleben«, sagte Pfarrerin Anne Schneider. Die Andacht hatte sie abgestimmt auf Johannes 8, Vers 12: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.

Unter den Klängen der Orgel, gespielt von Matthias Schulze, war Pfarrerin Schneider mit dem Friedenslicht in die Kirche eingezogen. Zuvor hatte sie damit die Kerze in der von den Freunden aus Molln gestifteten Laterne auf dem Kirchhof angezündet.

Bei den vorausgegangenen drei Aktionen war das Friedenslicht über den Mollner Lauftreff nach Oppenrod gelangt. Da man in der oberösterreichischen Partnergemeinde das Licht erst am 22. Dezember empfängt, haben es die Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Hans-Dieter Ottersbach und Klaus Renger, aus terminlichen Gründen in diesem Jahr von den Pfadfindern der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien übernommen. Dafür wurde herzlich gedankt.

Stimmungsvolle Atmosphäre

»Ökumene in Oppenrod heißt eigentlich Friedenslicht«, sagte Kirchenvorstands-Vorsitzende Dr. Angela Stender auch im Hinblick auf die konfessionsübergreifenden Besucher und den Ursprung der Friedenslicht-Aktion. Grüße aus Molln übermittelte Ortsvorsteherin Renate Renger. Von Frieden zu sprechen, heiße, über etwas zu sprechen, das es nicht gibt. Mit diesem Zitat von Astrid Lindgren eröffnete Klaus Renger, stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, seine Rede. Frieden sei ein Wunschtraum aller Menschen auf der Welt. Für die Unterstützung bei der Durchführung der Empfangsfeier dankte er der Kirchengemeinde und den Chören der Sängerlust, »denen es mit stimmungsvollen Liedern immer wieder gelinge, eine schöne Atmosphäre zu schaffen«. Ab sofort könne das Friedenslicht nach den Gottesdiensten gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden.

Der Erlös aus der Aktion, dem auch ein Überschuss aus Speis und Trank der anschließenden Zusammenkunft im Bürgerhaus zufließt, geht an das Haus Samaria des Hospiz-Vereins Gießen. Dessen Geschäftsführerin Christa Hofmann-Bremer erklärte, dass die drei Träger des Vereins heute und auch langfristig auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen seien.

Aktion ist »grandiose Idee«

Leider sei es noch nicht entbehrlich, die Vorteile von Frieden, Freundschaft und Toleranz für ein unbeschwertes Zusammenleben immer wieder herausstellen, betonte der Erste Beigeordnete Wolfgang Schäfer. Er überbrachte die Grüße und Wünsche für eine erfolgreiche Spendenaktion von Bürgermeister Reinl und dem Gemeindevorstand und dankte den Initiatoren für die »grandiose Idee« zu dieser Aktion. »Mögen die Lichter als Symbol des Friedens uns Busecker und die Menschen darüber hinaus ermutigen, nicht nachzulassen, einen Beitrag für den Frieden zu leisten – jeder auf seine Weise.«

Maßgeblichen Anteil an der gelungenen Feierstunde hatten die Sängerlust-Chöre. Den Auftakt machte der Kinderchor unter Leitung von Elke Weber mit »Wünsche und Gedanken« und einem beschwingten »Frohe Weihnacht – Merry Christmas«.

Der Männerchor, der ebenso wie der gemischte Chor O-Ton unter Leitung von Matthias Schulze steht, brachte besinnliches Liedgut zu Gehör: »Wieder naht der heilige Stern«, »In das Dunkel dieser Welt«, »Schon die Abendglocken klangen«. Nach dem Mut-mach-Lied »Es wird nicht immer dunkel sein« sang O-Ton »Joy to the World« und erhielt dafür besonders viel Applaus. Alle Chöre gemeinsam setzten mit »Fliege weiße Taube« einen wunderbaren Schlussakkord.

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